Auch wenn Ludwig Jägerhuber (CSU) den Zeigefinger mahnend hob und daran erinnerte, dass die endgültige Genehmigung der von den sieben Starnberger Sportvereinen beantragten Zuschüsse für ihre Projekte in 2020 erst erteilt werden könne, wenn Klarheit über die Leistungsfähigkeit der Stadt und ihren nächstjährigen Haushalt bestehe, hat der Hauptausschuss jetzt schon mal einstimmig grünes Licht signalisiert. Lediglich der Sportclub Percha muss bis zur nächsten Sitzung des Gremiums noch Unterlagen und genauere Begründungen nachliefern. Was er vorhat beläuft sich allerdings auch auf ein Gesamtvolumen von 198000 Euro. Vor Genehmigung soll der Verein zudem noch Prioritäten vergeben für die geplanten Maßnahmen, zu denen die Platzsanierung, Sanierung der Duschen und Banden, eine bessere Beleuchtung für die Spielgolfanalage und der Ausbau der Küche gehören.

Der Voltigierverein Starnberg möchte einen Vereinsbus anschaffen. 15000 Euro bringt er selbst auf, die Stadt schießt 15000 Euro dazu. Allerdings muss noch geprüft werden, ob der Eigenanteil des Vereins im Falle der Anschaffung eines Sponsorenbusses nicht höher ausfallen würde.

Der TSV Perchting muss seine inzwischen 20 Jahre alten Stockbahnen erneuern und rechnet mit Kosten – besonders hoch ist der Aufwand für die Entsorgung des Asphal-Altbelags – von insgesamt 45000 Euro. An Eigenleistung kann der Verein 5000 Euro beisteuern, so dass der städtischen Zuschuss 40000 Euro beträgt. BLS-Stadtrat Michael Mignoli will vor der endgültigen Genehmigung noch wissen, wie viele Mitglieder die Stockschützenabteilung des TSV Perchting hat.

Die Königlich Privilegierte Feuerschützengesellschaft Starnberg plant den Umbau auf elektronische Luftgewehr-Stände ( 24000 Euro), die Sanierung des Daches (21000 Euro) und die Erweiterung des Duellstands Sportpistole (6500 Euro). Zu den 52000 Euro Gesamtkosten will die Stadt 24000 Euro zuschießen.

Der Reitclub Sankt Georg beantragte einen Zuschuss von 7000 Euro. Eigenleistung in Höhe von 6000 Euro soll zusammen mit dem städtischen Zuschuss ermöglichen, den Vorplatz der Reithalle zu erneuern und einen gebrauchten Traktor anzuschaffen.

Der noch junge Verein „Bikeanstalt e.V.“, der die Dirtbikeanlage am SV Söcking betreibt und hier sehr viel Eigenleistung hineinsteckt, erhält 17500 Euro. In den Gesamtkosten von 19300 Euro steckt ein erstmaliger Strom- und Wasseranschluss (15000 Euro). Die Stadträte zeigten Verständnis, dass der Verein noch nicht in der Lage gewesen ist, Ersparnisse anzuhäufen und würdigten die Eigenleistung von 1800 Euro.

Der Münchner Yachtclub will zwei neue Schlauchboote anschaffen, nachdem eines beim Bootshausbrand zerstört und ein anderes stark defekt ist. Ebenso müssen zwei neue Motorboottrailer gekauft werden. Die Hälfte der Gesamtkosten von 64000 Euro will der Verein selbst aufbringen, so dass der städtische Zuschuss 32000 Euro beträgt.

Für alle Zuschüsse gilt, dass sie sich reduzieren, wenn die Vereine die Möglichkeit haben, von anderer Stelle finanzielle Hilfe zu erhalten, sei es durch Verbände oder durch Sponsoren oder Rabatte. Christine Lipovec (BMS) glaubt, dass so etwas leichter zu erreichen ist, wenn bei den Verhandlungen gesagt werden kann, dass die Stadt Starnberg auch helfend unter die Arme greift. Grundsätzlich müssen die Zuschussnehmer der Stadt nachweisen, was sie wie und wann mit dem Geld gemacht haben.