Die Landeshauptstadt München will die bisher von ihr gezahlte Münchenzulage an ihre Beschäftigten verdoppeln, wenn es gelingt mit der Gewerkschaft einen entsprechenden örtlichen Tarifvertrag abzuschließen. Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern hat seine Mitglieder – zu denen auch Starnberg gehört – ermächtigt, ihren Beschäftigten dann ebenfalls eine solche Zulage (Großraumzulage München) zukommen zu lassen. Mit der Einführung gerechnet wird erst zu Beginn des nächsten Jahres. Der Hauptausschuss des Stadtrates und der Stadtrat selbst gab dafür nun einstimmig grünes Licht. Bisher zahlte die Stadt Starnberg ihren Beschäftigten – Beamten und Beschäftigten – eine Ballungsraumzulage in Höhe von gesamt 232000 Euro pro Jahr. Grundsätzlich geht es auch darum, dass die Kommunen sich untereinander keine Konkurrenz bei der Werbung um neue Mitarbeiter machen können sollen. Im Umland war befürchtet worden, München könnte alles gute Personal für sich einheimsen. Hintergrund sind die enorm hohen Lebenshaltungskosten in München und seinen Umlandgemeinden.

In Starnberg soll nach Empfehlung des Kommunalen Prüfungsverbandes die neue Münchenzulage auch dazu dienen, Nachteile durch den Wegfall der bisher an Wasserwerk-, Seebad- und Betriebshofmitarbeiter gezahlte Erschwerniszulagen zu kompensieren. Diese sind angeblich tarifvertragswidrig. Beamte erhalten die neue Großraumzulage München nicht, aber sollen von der Stadt im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten weiter eine Ballungsraumzulage bekommen. Die bisherige Regelung vom 25. November 2013 wurde aufgehoben. Bürgermeisterin Eva John rechnet mit einer finanziellen Mehrbelastung der Stadt durch alle Anpassungen in Höhe von 572000 Euro. Sie bedankte sich im Namen der Mitarbeiter der Stadtverwaltung beim Stadtrat. Ludwig Jägerhuber (CSU) dagegen warnte, dass solche Wohltaten gegenüber dem Personal zwar heute abgenickt worden seien, bei sinkenden Steuereinnahmen der Kommunen so aber nicht im gleichen Maß weiter betrieben werden könnten.