Im Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität hat die Leiterin des STAgenda-Arbeitskreise Energie und Umwelt, Karin Wurzbacher über die Möglichkeiten referiert, über das für den B2-Tunnel geplante Dükerbauwerk am Almeida Weg Nahwärme zu gewinnen. Der Ausschuss hat einstimmig eine Machbarkeitssstudie in Auftrag gegeben (Kosten 7000 Euro), und das Rathaus erhielt den Auftrag, das für den Tunnelbau zuständige Staatliche Bauamt Weilheim um die Berücksichtigung der dafür nötigen Vorkehrungen bei Bau des Dükers zu bitten.

„Wir beschäftigen uns sei 2014 mit dem Thema Geothermie beim Tunnel“, sagte Wurzbacher. Zunächst sei die Weilheimer Behörde sehr zögerlich darauf eingegangen, inzwischen habe sich das aber geändert. Über das den Düker durchlaufende Grundwasser könnte eine technische Lösung mit einer Wärmepumpe betrieben werden. Vorreiter seien die Ingenieure beim U-Bahn-Bau in München, die so etwas schon machten, was auch vom Bayerischen Staat gefördert werde. Die STAgenda habe sich bei der Technischen Universität in München rückversichert, die bestätigt habe, dass das in Starnberg gut zu realisieren wäre. Verzichte man darauf, würden gute Ressourcen verschwendet, denn verglichen mit München, wo zehn Düker zusammengefasst werden mussten,  um eine ausreichende Grundwassermenge zu erhalten, reiche in Starnberg einer. Erforderlich sei ein Wasserdurchfluss von 100 bis 300 Liter pro Sekunde.

Wurzbacher riet der Stadt sich schon frühzeitig Gedanken über den Aufbau eines Leitungsnetzes zu machen, mittels dem die Wärme zu den anschlusswilligen Abnehmern transportiert werden könne – „bevor der Tunnel in zehn Jahren fertig ist“. Das Angebot richte sich vor allem an neue, heute noch nicht bestehende Wohngebiete. Die Leitungslänge könne bis zu 4,5 Kilometer betragen.

Stefan Frey (CSU) begrüßte es, die positiven Seiten des Tunnels zu nutzen. Anton Wiesböck (FDP) befürchtete Umweltbelastungen durch die mit dem Projekt verbundene Abkühlung des Grundwassers. Wurzbacher dazu: „Ich sehe keine großen Umweltbelastungen.“ Mit dem Wasserwirtschaftsamt sei man allerdings noch nicht in Kontakt gewesen.

Klaus Huber (WPS) sagte, seine Gruppierung stimme trotz ihrer ablehnenden Haltung gegenüber dem Tunnel zu, da die beabsichtigte Planung helfen werde „Fakten zu klären“.

Bürgermeisterin Eva John will den Beschluss zusätzlich noch vom Stadtrat bestätigt wissen.