CSU-Stadtrat Stefan Frey hatte ganz allgemein beantragt, die Stadtverwaltung möge sich Gedanken machen, wie die Perchastraße nach dem Umbau der B2 als Zulaufstrecke für den geplanten B2-Tunnel verkehrsberuhigt werden könnte. Der Vorschlag von Stefanie Fritz vom städtischen Bauamt lautet: Durch Ausweisung als Fahrradstraße. Die Prüfung, ob sich das umsetzen lässt, hat der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität nun einstimmig in Auftrag gegeben.

Mit dem Bau des Tunnels kommen Änderungen in der Verkehrsführung auf die Anwohner zu. Für die Uhdestraße bedeutet das, dass Autofahrer in sie aus Richtung Starnberg kommend rechts einbiegen dürfen – sonst aus keiner Richtung – und sie aus der Uhdestraße heraus ebenfalls nur noch rechts ausfahren können.  Am Ende der Perchastraße am Landratsamt darf nach rechts und links ausgefahren werden, nicht jedoch mehr gegenüber in die Moosstraße. Für Uhde- und Perchastraße gilt bereits heute Tempo 30. Eine Verkehrszählung in 2017 belegte ein Verkehrsaufkommen von 1400 bis 2300 Fahrzeugen pro Tag.

Im Radwegenetz des Landkreises und der Stadt spielt die Perchastraße jetzt schon eine Rolle. Sie ist Teil des Kreisradwanderweges und des Alltagsradroutennetzes und verbindet den Osten und Percha mit der Starnberger Innenstadt. Fritz wies darauf hin, dass die für den Tunnel überplante Münchner Straße zwischen Moos- und Gautinger Straße keinen Radweg erhält. Sie empfahl, die Möglichkeiten der Ausweisung der Perchastraße als Fahrradstraße mit den Fachstellen, also Polizei und Verkehrsbehörde, abzuklären. Das geschieht nun.

Frey verlangte, zusätzlich das Parken der Anlieger in der Straße zu regeln und dazu die Ansicht der Anwohner abzufragen. Letztgenanntes ist nach Versicherung eines in der Sitzung anwesenden Anwohners jedoch bereits geschehen. Mögliche Flächen für parkende Autos sollen markiert werden.