Anlass war eine Wortmeldung von Klaus Urbasch unter der Rubrik „Bürgerfragen“ in der jüngsten Stadtratssitzung. Urbasch forderte, was schon die Rechtsaufsicht des Landratsamtes Bürgermeisterin Eva John nach den Dienstaufsichtsbeschwerden von Martina Neubauer  (Grüne) und Angelika Kammerl (DPF) John mitgeteilt hatte: Sie hätte es nicht tolerieren sollen, als WPS-Stadtrat Günther Picker Kammerls Fraktionskollegin Sieglinde Loesti in der Sitzung im Oktober 2019 „Judas“ nannte (siehe Rüge für Picker). Eine Rüge hat die Rechtsaufsicht der Bürgermeisterin nach der von ihr abgegebenen Stellungnahme zu dem Vorgang aber nicht erteilt. Markus Mooser (WPS) nahm Urbaschs Wortmeldung zum Anlass, sich im Namen der WPS für Pickers Äußerung bei Loesti zu entschuldigen und das Wort „Judas“ zurückzunehmen. Picker selbst war nicht anwesend. In Anbetracht der Tatsache, dass Loesti 2017 für den Bau des B2-Tunnels gestimmt hatte, obwohl sie bei der Kommunalwahl 2015 als vehemente Tunnelgegnerin angetreten war, sah sich Mooser aber zu der weiteren Aussage veranlasst: „Nichtsdestotrotz bleibt es Betrug am Wähler.“ Es kam zu Missfallenskundgebungen seitens der Tunnelmehrheit im Stadtrat.