Im Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität hatten sich die Stadträte schon dafür ausgesprochen, den für den B2-Tunnel-Bau vorgsehenen Düker am Almeidaweg geothermisch zu nutzen. Düker sammeln Grundwasser auf der einen Seite des Tunnel und leiten es auf der anderen Seite wieder ab, damit es zu keinem Aufstau kommt. Nach Angaben von Karin Wurzbacher vom STAgenda Arbeitskreis Umwelt und Energie hat das Grundwasser in dem Bereich eine Temperatur von durchschnittlich 9,5 Grad Celsius. Dem könnten bis zu fünf Grad entzogen werden, um mit Hilfe der Wärmepumpentechnik Fernwärme für Anschlusswillige bereitstellen zu können (siehe Düker-Geothermie?) Noch sind zwar keine neuen Wohngebiete geplant, die diese Wärme abnehmen könnten, doch was nicht ist, kann ja noch werden. Deshalb sollen beim Bau des Dükers entsprechende Vorkehrungen zur Versorgung der Pumpstationen und der dazu benötigten Saug- und Querleitung getroffen werden. Mit dem Staatlichen Bauamt Weilheim, das für den Tunnelbau verantwortlich ist, müssen entsprechende Vereinbarungen getroffen werden. Der Stadtrat hat dies nun mit nur einer Gegenstimme bestätigt und beschlossen, eine Planung zur Konkretisierung der technischen Grundlagen und baulichen Maßnahmen in Auftrag zu geben, über die der Ausschuss dann wieder berät. Die Planung wird geschätzt 7000 Euro kosten. Wurzbacher sagte, es gehe um eine Investition in die Zukunft. Markus Mooser (WPS) befürchtet einen hohen Energieaufwand für die Wärmepumpe, was Wurzbacher anders beurteilt. Klaus Huber (WPS) sieht Probleme in dem in Starnberg festgestellten hohen Druck,  unter dem das Grundwasser vielfach stehe. Das könne die Sacher teuer machen, sagte er.