Nach der Vorberatung im Oktober im Projektausschuss Verkehrsentwicklung hat nun der Stadtrat die für die Umweltverträglichkeitsstudie notwendigen hydrogeologischen Untersuchungen und faunistischen Kartierungen für das Projekt „Ortsferne Umfahrung“ in Auftrag gegeben. Es gab nur eine Gegenstimme: Annette von Czettritz (Grün).

Die Verwaltung teilte den Räten vor der Entscheidung die zu erwartenden Grobkosten für den Bau der Umfahrung mit: 51,1 Millionen Euro für den Bau, 1,6 Millionen Euro für Grunderwerb sowie 7,3 Millionen Euro für Ausgleichsmaßnahmen. Laut Bürgermeisterin Eva John muss wie bei anderen Projekten auch mit Abweichungen bis zu 40 Prozent gerechnet werden, die aber auch nicht eintreten können. Bei Realisierungswunsch muss geprüft werden, ob die Umfahrung in kommunaler Sonderbaulast erstellt werden kann. Dabei trägt der Freistaat, der eine volle Kostentragung abgelehnt hat, den größten Teil der Investitionskosten, die Stadt den Rest.

Im Projektausschuss Verkehrsentwicklung war dessen Mitgliedern wie berichtet eine Vorabschätzung zur Umweltverträglichkeit vorgestellt worden. Dies ist ein erster Grundstein, auf den die Studie aufgebaut werden kann. Die faunistische Kartierung, bei der das Vorkommen seltener Tierarten geprüft wird, hält die Stadtverwaltung für den Punkt, der zuerst in Angriff genommen werden muss. Die Kontrolle soll über ein Jahr vorgenommen werden. Vom Ergebnis hängt ab, ob die Umfahrung als FFH-verträglich einzuschätzen ist. Der Projektausschuss hatte festgelegt, dass den Nachbargemeinden Gauting und Schäftlarn Abstimmungsgespräche auf Arbeitsebene angeboten werden. (siehe auch Sachstand: ortsferne Umfahrung)