Es war die FDP-Fraktion, die Anfang August im Rathaus den Antrag einreichte, die Verwaltung möge Vorschläge für eine temporäre Fassadenbegrünung an der Ost- und Südseite des Rathauses erarbeiten, die Kosten ermitteln und somit Vorbereitungen treffen, dass dieser Posten noch in den städtischen Haushalt für 2020 aufgenommen werden kann (siehe FDP will grüne Fassade für Rathaus). Der Bauausschuss hat nun erst mal die Erarbeitung eines Konzeptes in Auftrag gegeben, das ihm dann wieder vorgelegt werden soll (9:4).

Bürgermeisterin Eva John bestätigte, zumindest im Hochsommer sei es in den entsprechenden Büros unerträglich heiß. Die Verwaltung hat sich positiv zur Fassadenbegrünung geäußert und verschiedene Systeme aufgezeigt. Sie weist aber auch darauf hin, dass eine solche Einrichtung der fortlaufenden Pflege und Zuwendung bedarf. Ihr weiterer Hinweis: „Der naturschutzfachliche Mehrwert von Grünstrukturen in Siedlungsbereichen ist in der Fachlektüre hinreichend beschrieben  und wissenschaftlich mittels empirischer Forschung belegt.“

Antragstellerin Iris Ziebart (FDP) dankte für die perfekte Ausarbeitung und warb für eine schnelle Umsetzung. Das könne helfen, gut qualifiziertes Personal in Starnberg zu halten, wenn es angenehme Arbeitsplätze im Rathaus gebe. Sie präferiere das System mit vorgehängten Fassadenbauteilen oder Fassadengerüsten. So ließen sich gleichzeitig zweite Fluchtwege, Sicherheitsbereiche für Fassadenarbeiten oder Fensterreinigung und für die Pflege der Fassadenbegrünung an Gebäudteilen als Synergien herstellen.

Angelika Kammerl (DPF) fragte: „Sind wir hier bei Wünsch Dir was?“ Ihrer Ansicht nach geht es um Investitionen über 200000 bis 500000 Euro. Da gebe es Vorhaben mit anderer Priorität, zum Beispiel den Bahnhof See und den Bayerischen Hof. Die können jedoch, so der Hinweis von Ziebart, erst später angepackt werden, weshalb man jetzt schnell etwas für die städtischen Mitarbeiter tun sollte. Annette von Czettritz (Grüne) vermisste ein Gesamtkonzept für das Rathaus. John erinnerte daran, dass ein solches bereits den Stadträten vorgestellt worden, von diesen jedoch keine Umsetzung beschlossen worden sei. Die Planer der Fassadenbegrünung könnten sich aber an diesem Konzept orientieren. Gegen den Vorschlag, das Begrünungs-Konzept erarbeiten zu lassen, stimmten Franz Heidinger (BLS), Kammerl und die beiden WPS-Stadträte Maximilian Ardelt sowie Günther Picker .