Den Antrag, im Stadtgebiet ein Angebot zur sportlichen Ertüchtigung von Senioren anzubieten, haben sowohl CSU-Stadtrat Gerd Weger als auch der frühere Seniorenbeirat der Stadt gestellt. Die Umsetzung gestaltete sich, wie ein Bericht der Rathausverwaltung aufzeigte, anscheinend weitaus schwieriger als zunächst angenommen. Weger wollte den Fitnessparcours für Senioren von Beginn an am Nepomukweg im Bürgerpark, möglichst östlich des Ruderclubs. Die Verwaltung befürchtet, die Senioren könnten sich hier zu sehr „auf dem Präsentierteller“ fühlen. Man nahm zwischenzeitlich ein Angebot des Kneippvereins an, dort ein Dehn- und Streckgerät aufzustellen und eventuell Platz für weitere Geräte anzubieten. Damit ist Weger jedoch nicht zufrieden, wie er im Bauausschuss vehement unterstrich.

Bürgermeisterin Eva John berichtete, die Verwaltung habe alle in Frage kommenden Flächen untersucht. Außer an der Kneippanlage habe sich aber keine Lösung ergeben. Weger bezeichnete die Argumente der Verwaltung als „lächerlich“. In anderen Orten trügen solche Fitnessparcours zur Attraktivität bei, in Starnberg wolle man keine Einsehbarkeit für eine solche Anlage, die nach seiner Erfahrung überwiegend von Spaziergängern genutzt werde. Er habe nun selbst aus einem einschlägigen Katalog sechs Geräte ausgesucht. Die Kosten beliefen sich auf nicht mehr als 20000 Euro. John forderte Weger auf, einen Vorschlag aufzuzeichnen „wie Sie es gern hätten“. Einstimmig beschloss der Ausschuss, diesen Vorschlag von der Verwaltung prüfen zu lassen und dann dem Bauausschuss erneut vorzulegen. Zuvor hatte sich Iris Ziebart (FDP) für den Standort Kneippanlage stark gemacht. Dort seien die Senioren beim Sport nicht so auf dem Präsentierteller und trotzdem mitten in der Stadt. Am Bürgerpark sehe sie, Ziebart, lieber ein „ordentliches Kunstwerk“. Ludwig Jägerhuber (CSU) empfahl, zuerst die Machbarkeit beider Standorte zu prüfen: „Bevor wir so lange diskutieren, bis wir alle Senioren sind.“