Dass ein Bebauungsplan aufgestellt wird, um einen Teil der Fläche am nördlichen Ortsrand von Hadorf zwischen dem Parkplatz des Golfplatzes (Uneringer Straße) und der Kurve der Dorfstraße mit Wohnhäusern bebaubar zu machen, hatte der Bauausschuss bereits 2017 beschlossen. Inzwischen hat  der Eigentümer seine Bauwünsche konkretisiert und die Planung fortgeschrieben. So sollen dort auf nun etwas vergrößertem Umgriff im nördlichen Bereich drei Einzelhäuser, im Süden vier Doppelhäuser sowie ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohneinheiten entstehen, anfahrbar über eine neue Stichstraße vom Osten her mit Wendeanlage und ergänzt um einen Kinderspielplatz, den das ganze Dorf nutzen können soll. Die Hälfte der Wohneinheiten wird der Einheimischenbindung unterworfen, so dass Hadorfer Bürger zu verbilligten Preisen eine Parzelle erwerben können.

Ludwig Jägerhuber (CSU) fand die neue Planung „recht gefällig“. Angesichts des beinhalteten Einheimischenanteils könne er „ohne weiteres“ zustimmen. Ganz anders sein Fraktionskollege Gerd Weger: „Ich bedaure, dass man in die freie Landschaft geht, statt innerörtlich zu verdichten.“ Christiane Falk (SPD) wollte zunächst die Kosten für die Stadt betrachten und mahnte: „Bei dem Zuzug braucht man ja fast eine zusätzliche Kindergartengruppe. Und wer pflegt dann den Spielplatz und die neuen Wege?“ Jägerhuber meldete sich noch einmal zu Wort: „Bisher gibt es in ganz Hadorf keinen Bolz- oder Spielplatz. Wir brauchen die Grundstücke für Einheimische. Die Kooperation mit dem Eigentümer ist ein gangbarer Weg. So können wir Vieles erreichen. Ich bitte mit gutem Gewissen diesen Weg zu gehen und das Projekt zeitnah zu realisieren.“ Bürgermeisterin Eva John wies darauf hin, dass im noch im Bau befindlichen neuen Kinderhaus in Perchting, in dem auch die Hadorfer Kinder betreut werden sollen, ausreichend Platz sein wird. Die geänderten Grundlagen für den Bebauungsplan wurden einstimmig gebilligt und die Verwaltung beauftragt, einen billigungsfähigen Entwurf zu erarbeiten.