Mit 10:3 Stimmen hat der Projektausschuss für Feuerwehr- und Rettungsdienstangelegenheiten des Stadtrates beschlossen, Bürgermeisterin Eva John zu ermächtigen, zur Entlastung der Feuerwehrkommandanten eine Assistenzkraft auf 450 Euro-Basis einzustellen. Diese soll die Einsatznachbearbeitung in der Starnberger Feuerwehr, eventuell auch die der Ortsteilfeuerwehren sicher stellen und die Erledigung weiterer Verwaltungsaufgaben übernehmen. Entsprechende Finanzmittel werden in den Haushalt der Stadt für 2020 und die Finanzplanung der nächsten Jahre aufgenommen.

John berichtete, Kommandant Markus Grasl habe dargestellt, dass diese Arbeiten für die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrler nicht mehr leistbar seien. Markus Mooser (WPS) wollte wissen, warum die Stadt für die Fahrzeuge der Feuerwehr zur digitalen Unterstützung Tablets anschaffe, wenn diese dann nicht zur Einsatznachbearbeitung zum Einsatz kämen. Laut Grasl fehlt den Tablets jedoch eine Schnittstelle zur für die Nachbearbeitung von Einsätzen nötigen Software. Außerdem werde der Verwaltungsaufwand eher mehr als weniger. Sein um einen Mann verstärktes Kommandanten-Team sei im Übrigen voll ausgelastet durch alles, was zu den zukünftigen Zusatzaufgaben durch Bau und Betrieb des B2-Tunnels anfalle. Gerd Weger (CSU) wunderte sich, warum es nicht mehr gehen solle, dass die Einsatzberichte von den Gerätewarten geschrieben werden. Fritz Obermeier (CSU) wollte die Einstellung der Assistenzkraft nur unterstützen, wenn diese auch für die Ortsteilfeuerwehren arbeite, denn nach seinem Wissen werde diese Kraft allein durch die Aufgaben bei der Starnberger Wehr nicht ausgelastet. Grasl wies darauf hin, dass diese Kraft ohnehin nur nach geleistetem Stundenaufwand bezahlt werde. Klaus Huber (WPS) meinte, der bürokratische Aufwand werde sicher weiter zunehmen und da solle man der Feuerwehr Unterstützung zukommen lassen. Weger, Mooser und Anton Wiesböck (FDP) sahen das anders und stimmten gegen die Einstellung.