Im Rahmen des Neujahrsempfangs der Bürgerinitiative „Pro Umfahrung – Contra Amtstunnel“ (BI) wurde vom Vorsitzenden Klaus Huber auch auf neue Informationen hingewiesen.

So hat eine Anliegerin der Vordermühlstraße dem Staatlichen Bauamt schriftlich insgesamt 19 Fragen zu den im Bereich ihres Wohnsitzes geplanten Baumaßnahmen für den B2-Tunnel gestellt und umfangreich Auskunft erhalten. Die Fragen und Antworten sind bisher nicht in der Fragen-Antworten-Liste enthalten, die die Weilheimer Behörde auf ihrer Homepage zum Bauprojekt B2-Tunnel veröffentlicht. Dort enden die Beiträge mit dem Datum 28.März 2019. Die Antwort an die Bürgerin sind von 11. Juni 2019. BI-Vorstand Klaus Huber bat seine Gäste eindringlich, sich die Beantwortung des Fragenkatalogs aufmerksam durchzulesen, damit man informiert sei. Es geht um nötige Baumfällungen, das Abtragen des Hanges unterhalb des Parkplatzes des Finanzamtes, die beiden in der Vordermühlstraße geplanten Notausstiege, die Wege der Lkw und ihre Aufstellflächen, die Anfahrbarkeit der Wohnhäuser für Krankenwagen und Notarzt während der dreieinhalbjährigen Bauphase, eventuelle Grundwasserprobleme und die Zugänglichkeit der eigenen Häuser in der Zeit des Baus, der laut Staatlichem Bauamt Anfang 2023 beginnen soll. Der Fragenkatalog und die Antworten können Interessierte bei der BI per Mail anfordern: mail(at)pro-umfahrung.de.

Die zweite Information bezog sich auf das Schreiben, dass die Vertreter der BI an den Vorsitzenden und die Mitglieder des Ausschusses für Verkehr und Digitale Infrastruktur des Deutschen Bundestages gesandt haben. Sie bitten darin eindringlich, der Ausschuss möge sich dafür einsetzen, dass der Bundestag beschließen möge, das planfestgestellte Bauvorhaben „B2-Tunnel Starnberg“ einer erneuten Kosten-/Nutzen-Analyse zu unterziehen. Der BI-Vorstand verweist auf die aktuelle Klimadebatte und beklagt einen „unverantwortliche Ressourcen-Verbrauch“ sowie verkehrspolitischen und ökonomischen „Anachronismus“ durch den Tunnelbau. Das Projekt verstoße eklatant gegen die drei wesentlichen Ziele der Agenda 21, nämlich hinsichtlich ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit. Verwiesen wird auf die zu erwartenden Kostensteigerungen bis zur Fertigstellung des Tunnels, die schwierigen hydrologischen Verhältnisse im Starnberger Untergrund, die nun statt der planfestgestellten zwei neu fünf Düker-Bauwerke erforderten. Wobei die zusätzlichen Düker nicht Teil der Baugenehmigung für den Tunnel gewesen seien. Wenn sie gebaut werden sollen, sei ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren erforderlich, schreibt die BI. Gegen die soziale Nachhaltigkeit verstoße das Projekt wegen der langen Bauzeit und der durch sie zu erwartenden negativen Folgen für die Stadt Starnberg und deren Wirtschaftskraft, aber auch wegen der unerwartet hohen finanziellen Beteiligung, die die Stadt an dem Bauwerk und durch dafür nötige Folgeeinrichtungen wie zum Beispiel die Feuerwehr tragen soll.