Für ihren Antrag, den Fahrradschutzstreifen in der Rheinlandstraße zwischen Ferdinand-Maria- und Hanfelder Straße wieder zu beseitigen, hat Angelika Kammerl im Stadtrat keine Mehrheit bekommen. Nur sieben von 29 anwesenden Stadträten, trugen ihn mit.

Bürgermeisterin Eva John informierte das Gremium darüber, dass die mit den Fachstellen besprochenen Veränderungen bereits in der Umsetzung seien und auch vom Ersten Kommandanten der Starnberger Freiwilligen Feuerwehr, Markus Grasl, mitgetragen würden. „Das ist mir neu“, lautete die Reaktion von Franz Heidinger (BLS), seines Zeichens Referent des Stadtrates für Rettungsdienstangelegenheiten. Er diskreditierte anschließend Angehörige der Kreisbrandinspektion, deren Aussagen seiner Ansicht nach „nichts wert“ sind. Auch Gerätewarte hätten nichts zu sagen. John las den Stadträten aber aus dem zustimmenden E-Mail-Verkehr mit Grasl vor, was ihre Aussagen belegte.

Wütend reagierte Franz Sengl (Grüne): „Ich bin sauer, wenn wegen einem Fahrradschutzstreifen so ein Bohei gemacht wird, als ginge die Welt zu Ende (siehe Erst Polizei und Feuerwehr fragen und Kammerl will vier Fahrradstraßen).“ Auch wenn später dem Wunsch von Kammerl entsprochen werden sollte, die Schulstraße als eigentliche Fahrradroute zu bestimmen, soll laut Sengl der Schutzstreifen in der Rheinlandstraße bleiben.

Josef Pfister (BMS) erinnerte daran, dass eine durchgehende Radwegverbindung zwischen dem Bahnhof Nord  und der Maisinger Schlucht schon seit mehreren Stadtratsperioden Wunsch und Beratungsthema sei. Heidinger mahnte er, sich besser mit seinen Kollegen abzusprechen, bevor er sie beschädige. „Das in der Rheinlandstraße ist noch lange kein Radweg, aber es ist wenigstens ein bissel was getan“, so Pfister.