Eines der von Starnberger Bürgern am häufigsten gewünschten Dinge ist seit Jahren eine Fußgängerzone. Politik und Experten sind dann schnell mit einer ablehnenden Antwort auf dem Plan: Starnbergs Straßen haben zu wenig Frequenz. Eine solche Einrichtung lohne sich deshalb nicht. Die betroffenen Geschäftsinhaber seien darauf angewiesen, dass sie mit dem Auto erreichbar seien. Das will die Fraktionsvorsitzende der FDP im Stadtrat, Iris Ziebart, gar nicht in Abrede stellen, hat aber Bürgermeisterin Eva John nun trotzdem einen Vorschlag auf den Tisch gelegt, der geprüft werden sollte. Ihr geht es um eine nur temporär eingerichtete Fußgängerzone, nämlich an Samstagen, insbesondere in den Sommermonaten – und zwar in der Maximilianstraße.

„Grundsätzlich wäre diese Straße dafür geeignet“, sagte Ziebart. Aber auch ihre Partei sehe, dass die für den Geschäftsalltag übers Jahr zum Überleben der Geschäfte notwendige Fußgängerfrequenz derzeit nicht gewährleistet sei. Die zudem vielen Arztpraxen müssten von Montag bis Freitag erreichbar sein, auch mit dem Pkw. Anders sei es aber an frequenzstarken Samstagen mit hohem Touristenanteil. Da könne eine zeitlich begrenzte Sperrung für den Autoverkehr verhängt werden. Die Stadt und alle Beteiligten könnten so erst einmal Erfahrungen sammeln. Laut Ziebart sollte der Stadtrat beschließen, diese Fußgängerzone einzurichten und die wirtschaftlichen Voraussetzungen allgemein für Fußgängerzonen von Fachleuten prüfen und sich darlegen zu lassen.