Die Bushaltestelle in Söcking-Mitte ist nach wie vor ein Stein des Anstoßes, bei mehreren Beteilgten. In der jüngsten Stadtratssitzung hat Bürgermeisterin Eva John nochmals berichtet. Einer der Anlieger habe angedroht, den Gehweg vor seinem Grundstück zu sperren. Von der Stadt seien deshalb Polizei und Landratsamt um Stellungnahmen gebeten worden. Die Antworten lagen zur Sitzung jedoch noch nicht vor. Wie berichtet hat die Stadtratsmehrheit die Rückverlegung der Haltestelle an ihren ursprünglichen Standort verlangt, nachdem das Rathaus sie im vergangenen Jahr vor das Grundstück der Familie Zimmer versetzt hatte (siehe Bushaltestelle in Söcking verlegt und Bushaltestelle nochmals verlegen? und Bushaltestelle Söcking: Nachprüfung).

Michael Mignoli (BLS) war aufgebracht: „Es gibt doch einen Stadtratsbeschluss. Was gibt es denn da noch zu reden?“ John verwies darauf, dass eine Haltestelle nicht ohne verkehrsrechtliche Anordnung eingerichtet werden kann, und sie versicherte: „Alle bemühen sich um die Umsetzung.“ Aber es gebe baurechtliche Widersprüche. „Sie bestehen doch auch darauf, dass hier rechtmäßig gehandelt wird“, sagte John. Für die Zukunft kündigte sie an, dass bei der Festlegung von Haltestellen eine geeignete Anliegerbeteiligung stattfinden soll, was bisher – auch schon vor Johns Amtsantritt – nicht üblich gewesen sei. Stefan Frey (CSU) betonte, dass die Andechser Straße seit Eröffnung der Westumfahrung in städtischer Verantwortung liege, die Stadt somit dort auch verkehrsrechtliche Anordnungen treffen könne. „Das haben wir auch vor“, antwortete John, doch es gebe Schwierigkeiten beim Baurecht, weshalb man das Landratsamt hinsichtlich der Lösung um Beratung gebeten habe. Die Antwort stehe jedoch noch aus.