Gestern Abend hat der Stadtrat entschieden, dass die von CSU-Stadtrat Gerd Weger und dem Seniorenbeirat der Stadt beantragten Fitnessgeräte für Senioren auf jeden Fall im Bürgerpark, aber nicht mehr im Bereich des per Landschaftsschutzverordnung geschützten Teils aufgestellt werden sollen. Mit 16:10 Stimmen sprach sich die Mehrheit des Rates dafür aus. Wie berichtet war die Abstimmung im Bauausschuss letzte Woche nicht durchführbar gewesen, weil der Ausschuss nicht mehr beschlussfähig war. Zu viele Stadträte hatten die Sitzung bereits verlassen (siehe Seniorenfitness – Entscheidung vertagt).

Der nun beschlossene Kompromiss hatte sich schon im Bauausschuss abgezeichnet. Da nur der Uferbereich des Parks der Schutzverordnung unterliegt, plädierte Weger auch gestern Abend nochmals dafür, den Fitnessparcours nördlich davon auf der Fläche entlang der Gebäude des Münchner Ruderclubs aufzustellen. Michael Mignoli (BLS) unternahm noch einmal einen Versuch, die geplante Anlage in den Mittelpunkt des Bürgerparks zu rücken: „Wir sollten unsere älteren Mitbürger nicht am Rand verstecken.“ Dem widersprach aber Iris Ziebart (FDP). Sie selbst würde nicht gern so exponiert Fitness betreiben mögen. Außerdem halte sie – als ehemalige Stadtplanungsreferentin immer noch sehr engagiert für diese Stadt – den Park aus gestalterischen und funktionalen Gründen für weniger geeignet als einen Standort an der Anlage des Kneippvereins nahe der Mühlbergstraße, der genauso innenstadtnah und gut erreichbar sei. Bei einem Besuch in Starnbergs Partnerstadt Dinard habe sie gesehen, dass eine ähnliche Fitnessanlage auf der „wunderschönen Mondscheinpromenade“ nie genutzt werde, so Ziebart.

Patrick Janik (UWG) fand, die Debatte sei bereits im Bauausschuss geführt worden. Er beantragte diese jetzt zu beenden und erhielt eine Mehrheit dafür. Die Mehrheit sprach sich dann auch für Wegers Ersatzantrag mit einem Standord außerhalb des Landschaftsschutzgebietes aus. Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt war nicht bereit gewesen, den Fitnessparcours in Ufernähe zu akzeptieren. Weger berichtete, dass sei ihm auf Nachfrage bestätigt worden.