Die Presseinformation der IHK München und Oberbayern:

Wirtschaft: Lokalpolitik muss Wirtschaftsstandort weiter stärken

IHK-Regionalausschuss Starnberg verabschiedet Positionspapier zur Kommunalwahl

Starnberg – Wenige Wochen vor den Kommunalwahlen in Bayern fordern die heimischen Unternehmen von der Lokalpolitik, den Landkreis Starnberg als Wirtschaftsstandort fit für die Zukunft zu machen. Dazu hat der IHK- Regionalausschuss Starnberg in seiner jüngsten Sitzung ein Positionspapier formuliert und einstimmig verabschiedet. „Wenn es ums Wohnen und Arbeiten geht, gehören die Gemeinden in unserem Landkreis zu den beliebtesten und attraktivsten Kommunen in ganz Deutschland“, betont der Ausschussvorsitzende Martin Eickelschulte. „Das soll auch in Zukunft so bleiben, deswegen müssen die neuen und wiedergewählten Kommunalpolitiker den Wirtschaftsstandort weiter stärken und Zukunftsthemen möglichst schnell anpacken.“

Die Ausschussmitglieder lobten, dass in den vergangenen Jahren das Busnetz im Landkreis ausgebaut wurde. Eickelschulte wünscht sich, dass der Ausbau mit der gleichen Energie weitergehen soll. „Wenn die Mitarbeiter von Unternehmen aus der S-Bahn aussteigen, muss sie der Bus nicht nur in ihr Wohngebiet bringen, sondern der Bus muss auch die Arbeitsplätze in den zahlreichen Gewerbegebieten ansteuern.“ Der ÖPNV müsse langfristig so attraktiv werden, dass sich die ein oder andere Familie ein Auto sparen könne.

Forderung nach mehr Betreuungsplätzen für Kinder und Pflegebedürftige

Aus Sicht des Regionalausschusses können sich viele Fachkräfte den Landkreis nicht mehr zum Wohnen leisten. „Es kann nicht sein, dass den Unternehmen dringend benötigte Männer und Frauen verloren gehen, weil die Lebenskosten so hoch sind“, erklärt Eickelschulte. Daher fordere der Ausschuss mehr bezahlbaren Wohnraum und mehr sozialen Wohnungsbau in der Region. Dazu gehöre auch, dass es mehr Betreuungsangebote für Kinder und Pflegebedürftige brauche. „Unserer Wirtschaft geht Potential verloren, wenn Erwachsene daheim bleiben müssen, weil sie keinen Pflegeplatz für Angehörige oder Betreuungsplatz für ihre Kinder finden.“

Im Kampf gegen den Fachkräftemangel ist es nach Überzeugung der lokalen Unternehmer umso wichtiger, dass in den Kommunen ausreichend Flächen für den Bau neuer Wohnungen ausgewiesen werden. Der IHK-Regionalausspruch formulierte deswegen den Wunsch, dass die Gemeinden und die Stadt Starnberg eigene Grundstücke, die derzeit mit teils ungenutzten Bestandsbauten brach liegen, zum Bau neuer Wohnungen nutzen sollen. Dort könnten dann Familien einziehen. Aber auch Büroflächen wären auf solchen Grundstücken gut möglich, schlugen die Ausschussmitglieder vor.

Eickelschulte: Bürokratie in den Rathäusern belastet regionale Wirtschaft

Damit Betriebe neue Produktionsstätten und Büroflächen bauen und sich Unternehmen in der Größe erweitern können, fordert der Regionalausschuss vereinfachte und beschleunigte Genehmigungsverfahren. „Die Bürokratie in den Rathäusern und dem Landratsamt belastet die regionale Wirtschaft“, erklärt der Ausschussvorsitzende. Digitale Angebote und ein Zertifikat der RAL-Gemeinschaft als mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung wären aus Sicht der heimischen Wirtschaft Schritte in die richtige Richtung. .

„In Sachen Internet sind wir glücklicherweise schon recht weit. Die Kommunen haben beim Breitbandausbau schon sehr viel getan“, sagt Eickelschulte. Der Ausschuss wünsche dich deswegen, dass es mit der gleichen Energie weitergehe. „Wir hören nämlich noch immer von einigen Betrieben, dass die Internet- und Telefonverbindung mancherorts schlecht ist und teilweise kaum Empfang ist.“ Die lokalen Unternehmer fordern, dass beim Breitbandausbau Glasfaser verlegt und das 5-Netz zügig im ganzen Landkreis umgesetzt werde.“