Nachdem der Mobilfunkbetreiber seinen Antennenstandort auf dem Dach des Gebäudes Riedeselstraße 2 in Söcking trotz jahrelanger Gespräche  zwischen der Stadt Starnberg und ihm weiter ertüchtigen möchte, statt die Anlagen abzubauen und auf einen der von der Stadt angebotenen Standorte umzuziehen, hat der Bauausschuss des Stadtrates nun einstimmig einen städtebaulichen Rahmenplan für die Mobilfunkversorgung des Ortsteiles Söcking beschlossen. Der sieht nur noch drei Maststandorte vor, bietet aber gleichzeitig nach Aussagen von Hans Ulrich, Firma „funktechanalyse“ aus München, eine bessere Versorgung der Bevölkerung „mit Kapazitäts- und Qualitätsreserven für die Zukunft“. Ulrich berät die Stadt Starnberg seit Jahren in Sachen strahlungsärmste Mobilfunkversorgung.

Das sind die drei Maststandorte, die der neue Rahmenplan vorsieht:

  • der bestehende Mast am Alersberg
  • der im Bau befindliche Mast westlich des Höhenwegs
  • der in Planung befindliche Mast südlich der Friedhofstraße.

Gegenüber den bisherigen Standorten für die Mobilfunkversorgung weisen diese drei von mehreren Anbietern zu nutzenden Masten jeweils vergrößerte Versorgungsgebiete aus und ermöglichen eine lückenlose Abdeckung in besserer Qualität, bei reduzierten Immissionen. Darüber hinaus bestehen durch diese drei Maststandorte zugleich Mitnahmeeffekte in die Umgebung Söckings – nordöstlich in Richtung städtischer Betriebshof an der Hanfelder Straße, westlich und nordwestlich in Richtung der neuen Westumfahrung sowie südlich in Richtung Auersberg. Damit bedeute der Verzicht auf heutige, eher unerwünschte Antennenanlagen keinerlei Einschränkung für eine flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung mit Mobilfunk-Dienstleistungen, inklusive Breitbandversorgung, innerhalb des Geltungsbereiches des Rahmenplans. Im Gegenteil, dieser biete zugleich die Möglichkeit einer effizienteren Versorgung mit Immissionsminimierung, heißt es in der Beschlussvorlage des Rathauses. Würde die Anlage von Riedeselstraße 2 auf den geplanten Mast südlich der Friedhofstraße umziehen, gäbe es laut Ulrich rund 70 Prozent weniger Immissionen (siehe Sendemast: John zieht Notbremse).

Die Ausschussmitglieder nahmen die vergleichende Untersuchung von Ulrich zur Kenntnis und beschlossen zusätzlich, den Rahmenplan künftig bei der Aufstellung von Bauleitplänen zu berücksichtigen. Das wurde sofort für den Bebauungsplan für das Gebiet nördlich der Friedhofstraße, östlich der Riedeselstraße einstimmig umgesetzt. Der Entwurf soll nun entsprechend ausgearbeitet und in die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gegeben werden. Hier sind Mobilfunkanlagen nun ausgeschlossen.