Inzwischen ist sie im Amtsblatt veröffentlicht und damit offiziell in Kraft – die neue Parkgebührenverordnung für die Stadt Starnberg. Gegen drei Stimmen (22:3) hatte sie der Stadtrat kürzlich gebilligt. Eingearbeitet ist nun der mehrheitlich angenommene Antrag aus der Bürgerversammlung, für Kurzzeitparker eine kostenlose halbe Stunde Parken zu ermöglichen. Beantragt waren eigentlich nur 20 Minuten, für die es an den Parkscheinautomaten eine sogenannte „Brötchentaste“ geben sollte. Am unbayerischen Ausdruck „Brötchen“ rieb sich aber UWG-Stadtrat Patrick Janik und verlangte, das solle besser eine „Semmeltaste“ sein.

Die Stadtverwaltung prüfte die Möglichkeiten und empfahl als kostenlose Zeitstufe 30 Minuten für Kurzzeitparker in der Innenstadt und am Tutzinger-Hof-Platz, stellte aber klar: Bei einer beabsichtigten längeren Parkdauer muss regulär ab dem Beginn des Parkvorgangs ein gebührenpflichtiges Ticket gezogen werden. In der Innenstadt gibt es nun folgende Zeitzonen: Bis 30 Minuten gebührenfrei, bis 60 Minuten 1 Euro, bis 120 Minuten 2 Euro. Am Tutzinger-Hof-Platz sind bis 30 Minuten gebührenfrei, bis 60 Minuten kostet es 1 Euro. Alle anderen Bestimmungen der Parkgebührenverordnung von 8. April 2019 bleiben wie bisher in Kraft.

Franz Sengl (Grüne) hatte sich über den vorgeschlagenen Beschluss aufgeregt: „Es kann nicht in unserem Interesse sein, die Leute mit dem Auto in die Innenstadt zu locken. Wir wollten doch eher alles autofrei halten!“ Iris Ziebart (FDP) schloss sich ihm an und empfahl, zum Ausgleich am Rondell vor dem Bayerischen Hof ein paar Parkplätze wegzunehmen. Dagegen protestierte Michael Mignoli (BLS): „Trotz eines kleinen grünen Herzens in meiner Brust will ich nicht, dass Parkplätze reduziert werden.“ Eine Abstimmung darüber gab es ohnehin nicht.