Die Erhöhung der Kostenrahmen für die Projekte „Wasserpark“ und „Sanierung Ufermauer“ standen auf der Tagesordnung der jüngsten Stadtratssitzung. Auf Antrag von Angelika Kammerl (DPF) wurden sie herunter genommen und nicht beraten. Kammerls Begründung: Sie habe die Angelegenheit beim Landratsamt zur rechtsaufsichtlichen Prüfung gemeldet. Die Bearbeitung laufe. Markus Mooser (WPS), Leiter des Rechnungsprüfungsausschusses, widersprach Kammerl. Der Rechnungprüfungsausschuss habe keinen Beschluss gefasst, zu dem sich das Landratsamt inhaltlich äußern könne. Man habe lediglich eine Empfehlung an den Stadtrat ausgesprochen. Das interessierte die Mehrheit der Stadträte jedoch nicht. Mit 14:11 Stimmen vertagten sie die Erhöhung des Kostenrahmens für das neue Seebad von 23 auf 24 Millionen Euro und mit 13:12 Stimmen für die Ufermauer von den seit Juli 2019 bekannten 278000 auf 340000 Euro (Start in 2017 mit 195000 Euro). Beide Erhöhungen hatte der Rechnugsprüfungsausschuss empfohlen. Die Ufermauer ist bereits schlussgerechnet, das Seebad noch nicht. Insgesamt 16 Mal hat sich der Ausschuss mit dem ursprünglich mit rund 19 Millionen Euro geschätzten Projekt befasst. Derzeit gibt es laut Beschlussvorlage der Verwaltung noch offene zu erwartende Restzahlungen und Einbehalte sowie offene Forderungen, über deren Höhe noch keine gesicherte Aussage getroffen werden kann. Im Stadtrat sorgen bestimmte Fraktionen immer wieder dafür, dass Entscheidungen nicht oder erst wesentlich später getroffen werden. Danach beklagen Sie die Untätigkeit des Rathauses.