Die letztjährige Bürgerversammlung hatte einen Antrag mit Mehrheit angenommen, der eine Überwachung des Schwerlastverkehrs auf der Hanfelder Straße zum Ziel hatte. „Der Beschlussvorschlag wird in der Realität fast ins Leere laufen“, war Winfried Wobbe (UWG) überzeugt, plädierte aber dafür, ihn dennoch so zu lassen. Hintergrund ist, dass der Antragsteller erreichen wollte, dass Lkw, die nichts in Starnberg zu erledigen haben, auch nicht mehr durchfahren dürfen sollten. Damit das erreicht werden könne, müssten sich die Bestimmungen ändern, argumentierte Wobbe, denn alle Lkw, die ein Ziel innerhalb eines Umkreises von 75 Kilometer hätten, gehörten nicht zum aussperrbaren Durchgangsverkehr. Da blieben nur bauliche Maßnahmen an der Straße um den Schwerlastverkehr zu vergraulen, schloss der UWG-Stadtrat. Das sah auch Franz Sengl (Grüne) so. Zum Beispiel sollte die Einmündung der Münchner- in die Hanfelder Straße am Tutzinger-Hof-Platz so verengt werden, dass große Lastzüge dort nicht mehr durchkommen. Jeglichen Umbau in diesem Bereich hatte allerdings die CSU-Fraktion schon bei den Haushaltsberatungen für 2019 aus der Investitionsliste gekickt (siehe Hanfelder Straße als Opfergabe). Mit einer Gegenstimme fiel der Beschluss, der Empfehlung aus der Bürgerversammlung zu folgen und bei der Polizeiinspektion Starnberg auf eine regelmäßige stichprobenweise Kontrolle des Schwerlastverkehrs nicht nur auf der Hanfelder-, sondern auch auf der Söckinger Straße hinzuwirken. Beide gehören seit Eröffnung der Westumfahrung zu den städtischen Straßen. Zuvor waren es Staatsstraßen.

Auch Bürgermeisterin Eva John war offenbar der Ansicht, das sei eher ein zahnloser Tiger. Sie erhielt Unterstützung für ihren danach gestellten Antrag, beim Landratsamt vorstellig zu werden, damit diese Behörde neben dem schon angeordneten Durchfahrtsverbot für Lkw über zwölf Tonnen Gesamtgewicht auch noch einer Beschränkung für beide Straße nur auf Anliegerverkehr zustimmen. Nur Gerd Weger (CSU)  und Anton Wiesböck (FDP) votierten dagegen.