Mit gegenüber 2014 kaum verbesserter Wahlbeteiligung (2014: 56,4 Prozent) haben sich nur 59,5 Prozent der Starnberger an der Bürgermeisterwahl beteiligt. Davon wählten 51,7 Prozent den von CSU, UWG, SPD und BLS unterstützten Patrick Janik (UWG) zum neuen Bürgermeister der Kreisstadt. Amtsinhaberin Eva John kam auf 28,5 Prozent der Stimmen. Eine Stichwahl findet somit nicht mehr statt. Johns Gegner hatten seit drei Jahren eine unglaubliche Hetzkampagne gegen sie geführt und haben damit offenbar Erfolg gehabt. Die beiden anderen Mitbewerber – Kerstin Täubner-Benicke (Grüne) sowie Marc Fiedler (FDP), sind abgeschlagen. Täubner-Benicke erreichte 15,1 Prozent, Fiedler nur 4,7 Prozent.

Ob Janik in den nächsten sechs Jahren im Stadtrat eine Mehrheit hinter sich hat, ist erst entschieden, wenn das Ergebnis der Stadtratswahl vorliegt. Damit ist aber erst im Verlauf dieser Nacht zu rechnen.

Hier eine erste Stellungnahme von Eva John. Janik spricht bekanntlich nicht mit dem Blog.

„Ich gratuliere Herrn Janik zum Wahlsieg. Das Ergebnis kam nicht gänzlich unerwartet. Natürlich bin ich enttäuscht über das Ergebnis, vor allem aber darüber, dass die seit fast drei Jahren andauernde Kampagne, die darauf ausgelegt war, mich als Person und als Erste Bürgermeisterin zu diskreditieren und eine Wiederwahl zu verhindern, erfolgreich war. Den Höhepunkt dieser Kampagne bildete dabei das Verteilen anonymer Hetzblätter mit strafrechtlich relevanten Inhalten.
Ich selbst blicke auf aus meiner Sicht sechs lehrreiche Jahre und für die Stadt Starnberg und ihre Bürgerinnen und Bürger erfolgreiche Tätigkeit als erste Bürgermeisterin zurück.“