Der Stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Hadorf, Marcus Fohrmann, hatte beim Stadtrat beantragt, den  Kindern und Jugendlichen bei der Feuerwehr freien Eintritt zu allen Bereichen des Seebads Starnberg zu gewähren. Er wollte damit einen Anreiz bieten, sich bei der Feuerwehr zu engagieren. Eine Entscheidung fällte der Rat in seiner jüngsten Sitzung noch nicht. Fest stand schnell, dass alle Kinder und Jugendlichen, also auch die vom Rettungsdienst des Roten Kreuzes, der Wasserwacht, der THW-Ortsgruppe und der DLRG  gleich behandelt werden müssen. Mit den Vertretern dieser Einrichtungen will man sich nun zusammensetzen und versuchen ein geeignetes Modell zu finden, den Wunsch umzusetzen (einstimmig).

Franz Heidinger (BLS) fand den Antrag nicht schlecht, plädierte aber dafür, ihn zunächst feuerwehrintern in der Kommandantenbesprechung  zu diskutieren. Er erinnerte an die kürzlich gefassten Beschlüsse, die erwachsenen Aktiven bei diesen Organisationen zu belohnen, indem man ihnen freien Eintritt gewährt. „Wenn wir das jetzt ausweiten, kommen wir in den Wald nei“, so Heidinger. Einen Kompromissvorschlag machte Winfried Wobbe (UWG). Wie bei den Inhabern der Ehrenamtskarte sollte den Jugendlichen eine 50prozentige Ermäßigung auf den Eintritt gewährt werden. Katja Fohrmann (CSU), Ehefrau des Hadorfer stellvertretenden Kommandanten, meinte, man müsse frühzeitig anfangen, Anreize für das Ehrenamt zu bieten. Schließlich brauchten alle Organisationen Freiwillige. Angelika Kammerl (DPF) wollte wissen, um wie viele Kinder es geht. Nur die Feuerwehr betrachtet, wären es laut Bürgermeisterin Eva John 30. Stefan Frey (CSU) fand, der Antrag sei noch nicht entscheidungsreif. Die Verwaltung solle sich Kriterien für die Vergünstigungen überlegen. Michael Mignoli (BLS) fände es besser, wenn man den Ausbildern pro Jugendgruppe 30 bis 40 Freikarten für das Seebad gibt. Dann erübrige sich ein komplizierter Kriterienkatalog. Gerd Weger (CSU) fand Zuschüsse an die einzelnen Jugendgruppen zur freien Verfügung besser. Patrick Janik (UWG) lehnte zu viel Verwaltungsaufwand ab und wünschte sich Unterstützung für Wobbes Vorschlag. Johannes Bötsch (BLS) rief in den Saal: „Jede geschenkte Karte ins besser als ein Kind, das nicht schwimmen kann.“ Um die Schwimmausbildung ging es aber gar nicht.