Die scheidende FDP-Stadträtin Iris Ziebart hat einen Zeitungsbericht über Verbesserungen im Uferbereich in der Gemeinde Berg zum Anlass genommen, ihren bereits 2015 gestellten Antrag, die hässliche Betonschräge westlich des großen Dampferstegs durch Sitzstufen für alle Besucher der Starnberger Seepromenade zu ersetzen, jetzt noch einmal zu erneuern. Befassen muss sich damit der neue Stadtrat ab Mai 2020. Denn vor dem Beginn der neuen Ratsperiode ist zumindest bisher keine weitere Sitzung des Gremiums mehr angekündigt.

Hier der Wortlaut des Antrags:

„Am 04.04.2020 war im Starnberger Merkur zu lesen:

Die Arbeiten für den Seeabstieg in Berg haben begonnen. Voraussichtlich können die Berger dort im Juni den Sonnenuntergang genießen……4 Jahre, nachdem die ersten Ideen für eine Aufenthaltszone am Seeufer aufgekommen sind, wird etwas daraus.

Vor 5 !! Jahren habe ich den ersten Antrag gestellt, die hässliche Betonschräge neben dem Dampfersteg durch Sitzstufen zum Wasser zu ersetzen!

Wie die Berger Gemeinderäte haben viele Städte -Zürich, Pfaffenhofen/Ilm- und Gemeinden an Seen oder Flüssen erkannt, dass das Sitzen am Wasser bei Jung und Alt beliebt ist. Der Stufen zum Georgenbach am Verkehrsplatz des Tutzinger Hofs zeugen davon. Um wieviel attraktiver und großzügiger könnte eine solche Anlage am See in der Blickachse nach Süden auf die Berge sein!

Ich appelliere an alle Stadträte, die „alten und die neuen“ zu erkennen, dass das Zuwarten auf die großen zukünftigen Planungen, auf die wir schon Jahrzehnte warten, keinerlei Mehrwert schafft und die Bürger nur frustriert. Haben Sie endlich den Mut, dass auch einzelne Schritte in die Richtung einer schöneren Promenade möglich sind, als Zwischenschritte zu einem Gesamtkonzept.

Ich darf an meine Planung des Geh- und Radweges entlang der Gleise am Bahnhof See erinnern. Seit vielen Jahren wird dieser Weg gerne genutzt. Auch er war „nur eine Zwischenlösung“, die sich aber längst gelohnt hat.

Daher stelle ich den Antrag vom 10.07.2015 wieder.“

 

Hier der damalige Antrag, den der Stadtrat immer wieder abgelehnt hat:

„… die gesamte Seepromenade ist seit Jahren überfällig für Sanierungen bzw. eine Neugestaltung. Für eine vollständige Neugestaltung sind viele Schnittstellen und Abhängigkeiten mit der DB. Da eine Einigung mit der DB Jahre dauern kann, sollten wir über partielle Verbesserungen beraten, die einerseits in ein Gesamtkonzept eingebunden werden könnten, andererseits auch für eine begrenzte Nutzungs-Zeit wirtschaftlich vertretbar sind.

Begründung einzelner -beispielhafter- Verbesserungen:

  1. Schnittstelle Unterführung (UF) Bahnhof – Promenade – Dampfersteg. Hier herrscht im Bereich der Promenade akute Platznot, da „Verkehrsknotenpunkt“/Treffpunkt / Wartezone der Schifffahrt.
    Die betonierte Uferschräge ins Wasser ist besonders hässlich und muss in jedem Fall entfernt werden. … .
  2. Abgrenzung zu den Gleisanlagen / Zaun im Bereich der Ruhebänke.
    Der Zaun ist baufällig, dies stellt auch ein Sicherheitsrisiko dar.
    Die Bepflanzung bietet nur teilweise einen Sichtschutz zum Gleiskörper, jedoch kaum Abschirmung gegenüber dem Schienenlärm.
  3. Bepflanzung
  4. Teilweise verwehren Bäume, die nicht gepflegt / geschnitten werden, und Büsche wichtige Blickbeziehungen zum See.
    Großzügige Bodendecker-Pflanzungen nehmen am zentralen Punkt 1.! dringend benötigten Platz weg und verwehren die Sicht aufs Wasser wenn man aus der Bhf.- Unterführung kommt.
    Nicht nur Mülleimer und Schilder stehen an prominenter Stelle und „dekorieren“ den Seeblick! Verträglichere Standorte sollten gesucht werden und nur „Notwendiges“ zusammengefasst und aus dem Seeblick entrückt werden. …

Großzügige Sitzstufen-Anlage 3-teilig mit Treppen … Absprache mit Schlösser- und Seen-Verwaltung und Schifffahrt

Mit dem Abbruch der betonierten Schräge und dem Neubau von 3 Sitzstufen mit Treppen zum Wasser können ca. 80 laufende Meter Sitzgelegenheit am Wasser geschaffen werden! Holzroste als „Sitzauflage“ sind denkbar.

Ideale Aufenthalts- und zugleich Wartezone für Bahn und Schiff.

Vorgeschlagen wird der Neubau der Stufen in Beton mit feingestockter Oberfläche.
Als homogene, robuste Konstruktion bei hoher Beanspruchung durch den Wellenschlag ist diese Art der Ausführung sehr wirtschaftlich.

Die handwerklich bearbeitete Oberfläche fügt sich in das vorhandene Umfeld gut ein.
Bei einer Neugestaltung der Promenade, den Oberflächen und Einfassungen sind im Anschluss viele Kombinationen mit Naturstein und anderem Werkstein möglich.

Kosten der ca. 30 lfm langen 3-Stufen-Anlage mit 2 Treppen dazwischen: Abbruch, Verankerung der ca. 45 qm Unterkonstruktion,
3 betonierte Sitzstufen je ca 40 x 40 cm,
Gesamtlänge der 3-teiligen Anlage ca 30 lfm, 2 Treppen wie vor ca 150 cm breit, alle Oberflächen fein gestockt. Baukosten geschätzt netto 75.000 €

Zaunanlage zu den Gleisen

Absprache mit DB und Schlösser- und Seen-Verwaltung.

Zu 2. Zaunanlage wird vorgeschlagen ein geschlossener, blickdichter Zaun aus schwerem Material, z.B. betongebundenem Holzwerkstoff, Oberflächen gestrichen, bzw. Holzrost als Rank-Hilfe zur Bepflanzung. Länge: von Undosa-Unterführung bis zur Bahnhof-UF, von dort weiter bis zum Café am Seespitz.

Die Höhe muss den Gegebenheiten angepasst werden, jedoch sollte sie ca. 30 cm höher als der heutige Holzzaun reichen. Damit sollte einerseits die Sicht von der Stadtseite und den Bahnsteigen auf den See nicht behindert werden, andererseits sollte von der tieferliegenden Promenade aus der Blick auf Gleis- und Bahnsteiganlagen verdeckt sein. Zugleich wird der Schienen-Lärm abgemildert.

Auch wenn es keine „echte“ -extrem teure- Lärmschutzwand wird, kann eine deutlich bessere Aufenthaltsqualität erreicht werden.

Bepflanzung

Ist als Anregung für die Fachplaner und die Stadtgärtner zu verstehen!

Für die Fraktion Iris Ziebart“