Mit 7:5 Stimmen hat sich der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates dafür ausgesprochen, dass die Telekom Deutschland GmbH fünf weitere öffentliche Telefonstellen im Stadtgebiet abbauen darf. Es handelt sich dabei um die Basistelefone an der Ecke Bahnhofstraße 3/Museumsweg, an der Strandbadstraße 2, der Olympiastraße 6 in Wangen, der Großglocknerstraße 16 in Söcking und der Pöckinger Straße 1 in Perchting.

Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände hatte zur Erläuterung Folgendes ausgeführt: Geänderte Kommunikationsgewohnheiten führten dazu, dass die öffentlichen Telefone schon seit längerem nicht mehr wirtschaftliche betrieben werden könnten. Angesicht der Entwicklung, insbesondere im Bereich des Mobilfunks lasse mit einer Fortsetzung dieses Trends rechnen. Extrem unwirtschaftliche öffentliche Fernsprecher – Umsatz weniger als 50 Euro, in welchem Zeitraum wurde nicht genannt – dürften deshalb abgebaut werden, wenn die Kommune zustimmt.

Klaus Huber (WPS) wollte dem nicht zustimmen. Schließlich sei der öffentliche Fernsprecher immer „die Lösung, wenn das Handy nicht geht“. Der Abbau sei eine Maßnahme zu Lasten der Bürgerschaft, von einem Unternehmen, das auf Gewinn getrimmt sei und hohe Gehälter für ihr Führungspersonal bezahle. Man könne nicht einfach davon ausgehen, dass jeder Bürger ein Handy habe. Franz Sengl (Grüne) schloss sich an. „Was vertun wir uns damit, wenn wir sie stehen lassen“, fragte Winfried Wobbe (UWG) in den Raum. Für Ludwig Jägerhuber (CSU) war Voraussetzung für seine  Zustimmung zum Abbau am Museumsweg, dass der öffentliche Fernsprecher am Seebahnhof verlässlich funktioniert. Das muss geprüft werden.