Am 2. Mai 2020 wäre Lieselotte Bach hundert Jahre alt geworden. Das kann sie nun nicht mehr wie eigentlich geplant groß feiern. Sie ist am 11. April verstorben.

Bach war vor der Gebietsreform Gemeinderätin im damals noch selbständigen Dorf Wangen gewesen. von 1984 bis 1990 saß sie für die UWG im Starnberger Stadtrat, war Ortsteilsprecherin für Wangen und hatte im Stadtrat das Bäderreferat inne. Alles was in der Politik mit Wasser zu tun hatte, begleitete sie mit besonderem Interesse. So war die Jahreshauptversammlung der Wasserwacht Ortsgruppe Starnberg stets ein fester Termin in ihrem Kalender. Für ihr Engagement ist sie 1998 mit der Bürgermedaille der Stadt Starnberg ausgezeichnet worden. Bach war rüstig bis zum Schluss und genoss es, bei möglichst zahlreichen Veranstaltungen dabei sein zu können. Es fand sich dann immer jemand, der sie gern wieder nach Hause chauffierte, denn die Anreise bewältigte sie gern selbst mit dem Bus. In ihrem Heimatdorf Wangen war sie stets engagiert, sei es für Jubiäumsfeiern wie zum Beispiel „1000 Jahre Wangen“, oder bei der Dorfentwicklung sowie für die evangelische Kirche.

Lieselotte Bach ist die einzige weibliche Vertreterin der UWG, die bei einer Wahl auf grund eigener Beliebtheit und Verdienste in den Starnberger Stadtrat gewählt worden ist. Spätere Stadträtinnen gehörten dieser Fraktion ausschließlich dann an, wenn sie während der Ratsperiode aus anderen Fraktionen zur UWG gewechselt hatten.