Ein Beinahe-Unfall hat Helm Andreas Heigl kürzlich nicht nur einen gehörigen Schrecken eingejagt, sondern ihm auch noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie wichtig die tatsächliche und zeitnahe Umsetzung des STAgenda-Konzeptes „Lebendiges Starnberg“ wäre.

Wie eine Lokalzeitung berichtete, fuhr Heigl, der auch ehrenamtlich bei der STAgenda – Arbeitskreis Verkehr –  mitarbeitet, mit seinem Fahrrad auf der Starnberger Hauptstraße, als sich im morgendlichen Verkehr ein mehrere Kilo schweres Rad eines Kieslasters, der ihn gerade überholt hatte, löste und auf ihn zu rollte. Das Rad verfehlte Heigl nur knapp. Für einen nachfolgenden Bus und einen Pkw ging es nicht ganz so glimpflich aus, auch wenn keine Menschen zu Schaden kamen, bis das Rad nach etwa 200 Meter umkippte und auf der Seite liegen blieb. Heigl glaubt, dass dieses Glück dem Umstand geschuldet ist, dass wegen der Corona-Krise derzeit nur wenig Verkehr auf Starnbergs Straßen herrscht.

Das zeige, wie es sein könnte, wenn „Lebendiges Starnberg“ umgesetzt würde. Dieses Konzept zielt auf eine Entlastung der Stadt vom Durchgangsverkehr – schon jetzt, aber auch wenn später einmal der Tunnel gebaut ist (siehe“Lebendiges Starnberg” ist das Ziel und  Sorge um “Lebendiges Starnberg” und STAgenda in Sorge).  Dabei geht es um Reduzierung von Fahrspuren, die Etablierung eines Einbahnstraßensystems sowie Schaffung von Flächen, auf denen alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt wären. Vor der Kommunalwahl im März 2020 hatten große Teile des Stadtrates erfolgreich alles getan, das Konzept, dem sie eigentlich bereits mit Mehrheit ihre Unterstützung zugesagt hatten, nicht mehr zu verabschieden, beziehungsweise auch keine Einzelmaßnahmen daraus mehr auf den Weg bringen zu müssen. Heigl drängt nun angesichts seines Erlebnisses erneut, der neue Stadtrat, der jetzt im Mai seiner Arbeit aufnimmt, möge sich schnell der Sache annehmen. Denn nur mit diesem Konzept könne Starnberg dauerhaft sicherer und gesünder gemacht werden.