Die Ausstellung „Revolution in der Provinz“ wird Besuchern des Museums Starnberger See noch in Erinnerung sein. Sie zeichnete die Ereignisse in Starnberg in der Zeit von der Gründung der Bayerischen Republik durch Kurt Eisner am 7. November 1918 bis zu deren Niederschlagung Ende April/ Anfang Mai 1919 nach. Es war eine Ausstellung, zu der viel Forschung geschehen ist und sehr besondere Einblicke in ein bewegtes Kapitel der Stadtgeschichte gewonnen wurden. Um all das nicht zu verlieren, stellt das Museum jetzt einen zusammenfassenden Katalog zu diesem Thema vor. Es ist ein historisch eindrucksvolles Buch geworden, für das die ausgestellten Schriftstücke, Plakate und Fotografien, aber auch die Rechercheergebnisse aufbereitet wurden. Es erscheint im Kulturverlag der Stadt Starnberg und ist ab sofort über das Museum zu erwerben für einen Verkaufspreis von 24,90 Euro. Bestellungen nimmt das Team des Museums Starnberger See entgegen unter Telefon 08151/447757-0 oder per E-Mail an info(at)museum-starnberger-see.de

Auch ästhetisch ist es ein besonderes Buch. Als Einband trägt es eine Reproduktion eines originalen Protokollbuchs des Arbeiterrats Starnberg. Das reproduzierte Protokollbuch ist als eines der wenigen überhaupt erhalten und war eine bedeutende Quelle für die Recherche der turbulenten Revolutionsmonate. Verschiedene Auszüge aus den Sitzungsprotokollen des Arbeiterrates haben in die aktuelle Publikation Eingang gefunden. Ebenso drei Aufsätze, die das Starnberger Geschehen von innen und außen beleuchten. Mit Paul Hoser und dem russischen Historiker Alexander Vatlin haben auch zwei renommierte Gastautoren an dem Buch mitgewirkt. Mit wissenschaftlichem Anspruch und dennoch gut lesbar beschreiben die Texte eine Stadt im Ausnahmezustand, vom friedlichen Beginn der Revolution bis zur Proklamation der Räterepublik und dem gewaltvollen Einmarsch der Regierungstruppen.