Auf Antrag der SPD hatte der Stadtrat im Sommer letzten Jahres die Verwaltung beauftragt, eine Marketingstrategie für ein „plastiktütenfreies Starnberg“ zu entwickeln (siehe Plastiktütenfreies Starnberg?). Inzwischen hat jedoch die Bundesregierung in Berlin ein Verbot von Einweg-Plastiktüten sowie von Bioplastiktüten auf den Weg gebracht. Zudem gilt seit 2016 eine freiwillige Vereinbarung mit dem Handel zur entgeltlichen Abgabe von Plastiktüten, wodurch der Verbrauch um rund zwei Drittel zurück gegangen ist, hieß es in der Beschlussvorlage des Rathauses. Es erinnerte außerdem daran, dass ab 2021 weitere Einweg-Plastikartikel verboten werden sollen.

Vor diesem Hintergrund hielt die Verwaltung die Fokussierung nur auf die Plastiktüte für „zu kurz gegriffen“ und schlug deshalb vor, besser ein umfangreiches Konzept für ein „plastikfreies Starnberg“ auszuarbeiten. Angestrebt würden Kooperationen mit dem Einzelhandel, der Gastronomie und den Organisatoren von Veranstaltungen. Tim Weidner (SPD) erklärte sein Einverständnis. Seiner Fraktion sei es vor allem um das Problem mit den dünnen „Hemdchentüten“ beim Kauf von Obst und Gemüse gegangen, erläuterte er. Weidner verteilte nach seinem Wortbeitrag im noch alten Stadtrat an alle Anwesenden im Sitzungssaal Mehrweg-Säckchen für den nächsten Einkauf. Gerd Weger (CSU) mahnte alle: „Da muss man sich eng mit der Starnberger Geschäftswelt abstimmen.“ Das Konzept unter dem neuen Namen weiter zu verfolgen wurde einstimmig befürwortet.