Nach der Beratung des alten Stadtrates über einen FDP- und einen UWG-Antrag ist der Stadtverwaltung der Auftrag erteilt worden, einen Kriterienkatalog für möglichen Geschosswohnungsbau zu erarbeiten – für den dafür Am Wiesengrund vorgesehenen Teil –  und parallel eine neue Bedarfsabfrage unter Interessierten durchzuführen. Deren Ergebnis soll dann Grundlage für eine Konzepterstellung sein. Die Beschlüsse fielen einstimmig.

„Unsere Intention war, die Möglichkeiten, die wir als Stadt haben, vorzustellen“, begründete FDP-Stadträtin Iris Ziebart ihren Vorstoß. Angelika Wahmke (UWG) wollte wissen, wo man in Sachen Geschosswohnungsbau im Rahmen des Einheimischenmodells „Am Wiesengrund“ überhaupt stehe. Dort sollen wie berichtet neben 51 Reihenhäusern, mit deren Vergabe die Stadtverwaltung derzeit noch beschäftigt ist, auch Eigentums- und Mietwohnungen entstehen. Tim Weidner (SPD) erinnerte an ähnliche Anträge seiner Fraktion in der Vergangenheit. Da müsse auch noch die Frage geklärt werden, ob die Stadt die Mehrfamilienhäuser selbst bauen oder den Bau vergeben wolle.

Laut Bürgermeisterin Eva John ist zu überlegen, was für die Stadt insgesamt günstiger ist. Am Wiesengrund stehe der Bebauungsplan ja bereits fest, nicht jedoch die Grundrisse, so dass man auch noch nichts über die mögliche Anzahl der Wohnungen sagen könne. Die Entscheidung, wer baut, obliege dem Stadtrat.

Ludwig Jägerhuber (CSU) plädierte für eine Aktualisierung der im Rathaus schon vorliegenden Bedarfsabfrage zum Einheimischenprojekt Am Wiesengrund. Nur so werde sich zeigen, wie hoch der Bedarf an Eigentums- oder Mietwohnungen sei und wieviel Raum dann noch für Sozialen Wohnungsbau bleibe. John bestätigte das Vorliegen einer solchen Bedarfsabfrage, die jedoch inzwischen veraltet sei. Nach der Vergabe der Reihenhäuser zeige sich im Moment, dass sich auch Bewerber, die ursprünglich ein Haus wollten, aber nicht zum Zug gekommen seien, nun mit einer Eigentumswohnung anfreunden könnten. Es sei schon Beschlusslage, dass alles Am Wiesengrund Mögliche über die kommunale Wohnraumförderung unterstützt werde.

Otto Gaßner (UWG) ist der Ansicht: „Auch Mietwohnungen sind ein Einheimischenmodell. Das sollten sogar die Mehreren sein, weil sie für Starnberg am wichtigsten sind.“ In diesem Fall solle man deshalb „besser schnell und konventionell statt konzeptionell“ vorgehen.