Die Frau aus Gips bildet den Auftakt einer Ausstellungsreihe, in der das Museum Starnberger See jeweils ein Objekt der Sammlung mit dessen Geschichte vorstellt.

„Als wir den lebensgroßen Frauenakt im Stadtarchiv wiederentdeckten, war uns zunächst nicht klar, dass wir mit ihm in eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte eintauchen würden“, so Museumsleiter Benjamin Tillig. Zunächst war die Frauenfigur namenlos. Sie hat zahlreiche Fehlstellen und nur einen Arm. Auf den ersten Blick sieht sie fast griechisch aus, streng gestaltet – Gesicht und Haare in scharfen Linien geformt. Die Frau aus Gips ist klassisch schön, doch ohne individuelle Züge. Sie ist nicht das Abbild eines realen Menschen, sondern ein Ideal. Auf der Sockelplatte, etwas versteckt, fanden sich Signatur und Datierung: »Schmid-Ehmen 1939«.

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