Eigentlich sollte heute vor dem Verwaltungsgerichtshof München (VGH) die Klage des stellvertretenden Vorsitzenden der Starnberger Bürgerinitiative „Pro Umfahrung – Contra Amtstunnel (BI)“, Johannes Glogger, verhandelt werden. Er und sein Rechtsanwalt Franz Sußner hatten dem Freistaat vorgehalten, den Bau des B2-Tunnels weiter voran zu treiben, obwohl die Baugenehmigung (Planfeststellung) dafür bereits im September 2018 abgelaufen sei. Der Freistaat, vertreten durch die Landesanwaltschaft, hielt dagegen und führte an, es seien rechtzeitig von Ablauf der Baugenehmigung ein bedeutendes Grundstück erworben, ein Bauauftrag vergeben und Bauarbeiten begonnen worden. Das habe die Verjährung unterbrochen. Gestern Vormittag teilte die Sprecherin des VGH mit, der Verhandlungstermin sei abgesetzt. Auf Nachfrage ergänzte sie, es werde auch keinen Ersatztermin geben. Das Verfahren habe sich erledigt. BI-Sprecher Klaus Huber bestätigte, dass Glogger die Klage zurückgezogen hat. Hintergrund sei das überraschend jetzt schon von der Regierung von Oberbayern und dem Staatlichen Bauamt Weilheim gestartete Planergänzungsverfahren zur Planfeststellung B2-Tunnel (siehe Änderungen an B2 Tunnel Planung und Tunnel-Änderungen öffentlich), dessen Verlauf man zunächst beobachten und dann diskutieren wolle, bevor man entscheide, wie weiter vorgegangen werden soll.