Wenn der Stadtrat zustimmt, dann gibt es bei der WPS-Fraktion nach der Sommerpause einen zweiten Wechsel. Markus Mooser hat Bürgermeister Patrick Janik mitgeteilt, dass er sich aus beruflichen Gründen außerstande sieht, sein Stadtratsmandat weiter auszuüben. Als Folge der Corona-Pandemie habe sich die Zahl seiner Aufgaben vor allem ab Juni so erhöht, dass er beides, Politik und Beruf, nicht mehr in Einklang zu bringen vermöge. Mit Wirkung ab 1. August 2020 lege er sein WPS-Mandat deshalb nieder. Intern hat sich die WPS bereits verständigt. Von den Listennachfolgern habe sich der Apotheker Raphael Felber bereit erklärt, in den Stadtrat zu gehen, teilt Mooser mit.

Kürzlich hatte auch der bisherige WPS-Chef Günther Picker sein Mandat aufgegeben. Gesundheitliche Gründe hatten ihn nach seinen Angaben dazu gezwungen. Auf ihn soll der Starnberger Zahnarzt Johannes Glogger folgen. Über die Mandatsniederlegung und Neubestellung wird der Stadtrat voraussichtlich in einer seiner ersten regulären Sitzung nach der Sommerpause, also ab September beraten. Die Vereidigung der „Neuen“ folgt.

Markus Mooser war 2014 erstmals als Stadtrat für die WPS gewählt worden. Auch nach der Neuwahl 2015 gehörte er wieder dem Gremium an, war Haushaltsreferent und Leiter des Rechnungsprüfungsausschusses des Stadtrates. Engagiert kämpfte er für die vordringlichsten Ziele seiner Gruppierung – nämlich die Verhinderung des B2-Tunnels und gegen die Gleisverlegung im Rahmen der Seeanbindung. Seine Hartnäckigkeit dabei ließ so manchen politischen Mitbewerber im Diskurs aufstöhnen. Was Aktionen im Wahlkampf angeht, war Mooser stets für eine Überraschung gut. Erinnert sei hier an die Lichterkette entlang der Hanfelder Straße oder den symbolischen Spatenstich für die Westumfahrung. Auch in den letzten Wochen ist er nicht müde geworden in den politischen Debatten auf die seiner Ansicht nach negativen Folgen des Tunnelprojektes hinzuweisen.