Wie schon seit Jahren mehrmals hat der Bürgerverein „Schöner zum See (SzS)“ nun nochmals einen Versuch unternommen die herunter gewirtschafteten Verhältnisse am Starnberger Seebahnhof ins Rampenlicht zu rücken. Die beiden Vereinsvorsitznden Maximilian Ardelt und Günther Krawitz haben an den Chef der Deutschen Bahn AG sowie den Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder geschrieben. Ihr Ziel ist, die Verantwortlichen endlich zur Aufnahme kostruktiver Gespräche zu bewegen.

Hier der Wortlaut der Schreiben:

„vor 8 Jahren hat die Deutsche Bahn aus Sicherheitsgründen die Dachabdeckungen des Bahnhofs See in Starnberg entfernt. Sie hat damit einen der schönsten denkmalgeschützten Bahnhöfe Deutschlands mit See- und Alpenblick zu einem Schandfleck der Stadt und Bahn verkommen lassen.

 Seit 8 Jahren sind die Bahnkunden bei Wind und Wetter schutzlos Regen und Schnee ausgesetzt. Sie fordern seither erfolglos eine neue Bedachung. Ebenso fordern sie endlich barrierefreie Zugänge zu diesen Bahnsteigen statt der heute langen und mit Baumaterial nur notdürftig geschützten Treppen aus der Unterführung zum See.
Seit 8 Jahren verweigert die zuständige DB München nun mit immer neuen Planungen für umstrittene Gleis – und Bahnsteigverlegungen eine sanierung. 1  1/2 -jährige Mediationsgespräche zwischen Stadt und Bahn zur einvernehmlichen Beseitigung dieser Missstände wurden zuletzt im Juli 2019 mit einer völlig abwegigen Schadensersatzklage über 170 Mio. € aus längst verjährten, uralten Vereinbarungen mit der Stadt seitens der DB abgebrochen. Jedwede Veränderungen des Bahnhofs See wurden erst nach weiteren etwa 10 Jahren mit einer Realisierung der Münchener S-Bahn-Stammstrecke und entsprechenden Veränderungen des Bahnbetriebs in Aussicht gestellt – unglaublich.
Nicht nur unsere lnitiative ,,Schöner zum See“ mit mehr als 500 Mitgliedern, sondern alle Starnberger Bürger wie u.a. die lnitiative/Petition ,,Dach und Aufzug für Deutschlands schönsten Seebahnhof“ ist das rücksichtslose Verhalten der DB München unbegreiflich. Es schadet massiv dem Ansehen der Deutschen Bahn AG und damit u.a. auch zukunftsfähigen Mobilitätskonzepten für die ganze Region. Wir bitten Sie nachdrücklich dafür zu sorgen, dass umgehend konstruktive Gespräche mit der Stadt Starnberg sowie dem Freistaat Bayern geführt und Maßnahmen eingeleitet werden, um den Bahnhof See in Starnberg verkehrssicher, barrierefrei und überdacht zu sanieren.“