Der Stadtrat hat, obwohl der Punkt auf der Tagesordnung stand und es Vorberatungen in den zuständigen Ausschüssen gegeben hatte, keine Entscheidung zur Zukunft der Starnberger Musikschule getroffen.

Vier Varianten waren eine Woche vorher noch im Bauausschuss vorgestellt und diskutiert worden: Die Sanierung wie schon durchgeplant (siehe Musikschule in die Neuzeit führen und Mut und Einsatz für Musikschule nötig), ein Neubau an anderen Standorten durch Investoren, nur die dringendsten Arbeiten am Gebäude an der Mühlbergstraße vornehmen oder viertens, einen fremden Neubau gemeinsam mit der Volkshochschule, die seit langem mehr Räumlichkeit braucht, anmieten. Die Kosten der Varianten unterscheiden sich deutlich. Anmietungen verursachen auf die Nutzungsdauer gesehen hohe Mietkosten für die Stadt, die beim Vergleich einberechnet werden müssen. Alle Varianten erfordern auch einen Auszug der Musikschule aus dem jetzigen Gebäude, das im aktuellen Zustand nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag weiter genutzt werden darf. Egal ob mit einer Interims-Lösung in Containern oder in angemieteten Gebäuden sind auch hier die Kosten beim Variantenvergleich zu berücksichtigen. Die finanziell günstigste Variante ist die Sanierung nach den Plänen von Architekt Benedikt Sunder-Plassmann aus Greifenberg (Kosten rund 5 Millionen Euro), denn das Gebäude gehört der Stadt und diese bekäme rund eine Million Euro Zuschüsse staatliche Förderung zur Sanierung dazu.

Aber wie berichtet liebäugeln einzelne Stadträte damit,  das städtische Gebäude zu verkaufen, oder im Tausch gegen eine andere Immobilie einzusetzen (siehe Immobilienspekulation mit Musikschule?). Wie zu hören war, verhandelt Rathauschef Patrick Janik (UWG) derzeit über Angebote in diese Richtung, weshalb er den Tagesordnungspunkt „Musikschule“ nicht im Stadtrat behandeln ließ.