Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

Die „neue“ Petersbrunner Straße ist fertig. Freigabe für die Verkehrsteilnehmer am Mittwochnachmittag, 16. Dezember.
 
Dem Durchstich und damit der neuen Anbindung an die B 2 durch Verlängerung der Petersbrunner Straße fällt beim Umbau der Kreuzungen im Nordzulauf eine Schlüsselrolle zu. Für viele Bürger ist dies ein sichtbares und zugleich leicht nachvollziehbares Zeichen, dass es mit großen Schritten Richtung Tunnel geht.
Planerisch und baulich bedeutete dies intensive Vorbereitungen und Abstimmungen zwischen den beiden Hauptakteuren Stadt Starnberg und Staatliches Bauamt Weilheim sowie dem Landratsamt Starnberg. 2020 konnte diese gemeinsame Herausforderung am B 2 Tunnel Starnberg zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden.  
„Für das Tunnelprojekt ist dies ein erster Meilenstein“, fasst Raphael Zuber, Abteilungsleiter Bergmännischer Tunnelbau am Staatlichen Bauamt Weilheim, die Bedeutung dieser Maßnahme zusammen.
Die Verkehrsfreigabe der „neuen“ Petersbrunner Straße erfolgt am Mittwoch, den 16. Dezember 2020 am Nachmittag. Auf ein Pressefoto mit dem Ersten Bürgermeister Patrick Janik, Landrat Stefan Frey und Raphael Zuber beim Durchschneiden des Bandes wird aus aktuellem Anlass verzichtet. Viele Bürgerinnen und Bürger freuen sich auf das Befahren der neuen Trasse.
„Durch den Bau des B 2-Tunnels haben wir die Chance erhalten, den Verkehrsraum an der Petersbrunner Straße neu und übersichtlich zu ordnen und besonders auch auf die Belange von Fußgängern und Radfahrern einzugehen. Die Stadt Starnberg hat zwischen der Gautinger- und Münchner Straße einen durchgängig breiten kombinierten Geh- und Radweg baulich hergestellt, der zudem barrierefrei ausgebaut wurde. Für die geänderte Verkehrsführung wurde im Jahr 2020 die Kreuzung an der Gautinger Straße umgebaut. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Starnberg und dem Staatlichen Bauamt hat sehr gut funktioniert. Mit der Fertigstellung des Durchstichs zur Münchner Straße in Regie des Staatlichen Bauamtes Weilheim wurde eine maßgebliche Komponente für die nördliche Zulaufstrecke des Tunnels fertiggestellt. Ich danke dem Staatlichen Bauamt Weilheim, dem städtischen Bauamt und den beteiligten Baufirmen herzlich für die gute und reibungslose Zusammenarbeit. Mein Dank geht besonders auch an die Anlieger und Gewerbetreibenden, die während der Baumaßnahme und den verschiedenen Bauphasen mit geänderter Verkehrsführung viel Geduld bewiesen haben“, erläutert Erster Bürgermeister Patrick Janik.
Landrat Stefan Frey betont: „Der Starnberger Tunnel ist ein Thema, das die Menschen in der Stadt Starnberg seit vielen Jahren umtreibt. Ich bin froh, dass wir jetzt endlich die ersten konkreten Schritte sehen und dass diese gar nicht so kleine Baumaßnahme relativ unaufgeregt über die Bühne gegangen ist. Das macht mich zuversichtlich, was die künftigen Baustellen in Bezug auf die Tunnelarbeiten angeht. Besonders freut es mich, dass es uns gemeinsam, in vielen Abstimmungsgesprächen gelungen ist, die Gelegenheit zu nutzen, die Verkehrssituation im Bereich vor dem Landratsamt für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Durch getrennte Spuren zwischen Radfahrern und Fußgängern in den Kreuzungsbereichen, rote Aufstellflächen, Blinklichter sowie die Querungsinsel mit Ampel auf Höhe des Landratsamtes wird die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger erhöht. Bodenleitsysteme und weitere Maßnahmen gehen in besonderem Maße auf die Bedürfnisse von Menschen mit verschiedenen Einschränkungen ein.“
„Unser besonderer Dank gilt den Grundstückseigentümern für ihre Zusammenarbeit und ihr Verständnis“, ergänzt Zuber. „Die Abstimmung des Bauablaufes sowie die Fertigstellung des Knotenpunkts Gautinger Straße hat mit der Stadt Starnberg in der Schlussphase nun sehr gut geklappt. Ab Mittwochnachmittag, 16. Dezember 2020 kann auch deswegen der Verkehr hier fließen“, bestätigt Zuber das positive Verhältnis zum Rathaus.
Ein Blick auf die Kosten: der Bund hat für die B 2 zwischen Petersbrunner und Moosstraße 3,5 Mio. Euro verausgabt. Für die Petersbrunner Straße bis zur Kreuzung an der Gautinger Straße zahlt der Bund ca. 1,5 Mio Euro. Das gesamte Kostenvolumen für letzteren Abschnitt beläuft sich auf 3,5 Mio. Euro. Die Stadt Starnberg, das Staatliche Bauamt Weilheim, das Wasserwerk Starnberg und der Abwasserverband Starnberger See arbeiteten hier eng zusammen. Die Förderung durch den Freistaat Bayern nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) beläuft sich auf 760.000 Euro. Dieser Betrag fließt an die Stadt Starnberg.