Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Deutsche Bahn vor kurzem Stahlstützen auf den Bahnsteigen des Seebahnhofs Starnberg eingebaut. Wer glaubte, es könnten nun doch –  zumindest provisorisch – Dächer oder Abdeckungen auf die alte Dachkonstruktion mit den denkmalgeschützten Gußeisen-Säulen kommen, damit die Fahrgäste in diesem Winter nicht mehr in Schnee und Regen auf den Zug warten müssen, wird enttäuscht sein. Auf Nachfrage des Blog „Lokales-aus-Starnberg“ teilte ein Bahnsprecher mit:

 

„Die aktuell durchgeführten Maßnahmen dienen der Verkehrssicherung. Die vorhandene Dachkonstruktion muss mit zusätzlichen Stahlstützen / Verstärkungen gesichert werden. Weitere Maßnahmen sind aktuell nicht geplant.“

 

Am Montag hatte die ehemalige FDP-Stadträtin Iris Ziebart unter der Rubrik „Bürger fragen“ auf die neu eingebauten Stahlstützen – jeweils rechts und links jeder denkmalgeschützten Säule, die sich wie jedermann sehen kann, in einem erbarmungswürdigen Zustand befinden – hingewiesen und nachgefragt, welchen Hintergrund diese Maßnahme habe und was geplant sei, beziehungsweise, wer die Kosten getragen habe. Bürgermeister und Stadtbauamt mussten die Antwort jedoch schuldig bleiben. Sie waren zu dem Zeitpunkt noch nicht über die Veränderungen informiert. (Lesen Sie auch Zeil und Co stellen Antrag und Seebahnhof: Spenden sammeln für Testfeld)