Eine Mitteilung aus dem Rathaus: „Der Betrieb des Hotels Bayerischer Hof und der Griechischen Taverne muss ab sofort eingestellt werden, da das denkmalgeschützte Gebäude erhebliche Mängel aufweist. Auf Grund des schlechten Zustandes der Gebäudesubstanz bestanden bei der Starnberger Stadtverwaltung schon lange Bedenken, ob eine weitere Nutzung des Gebäudes durch das Hotel Bayerischer Hof und die Griechischen Taverne noch vertretbar ist. Im Dezember 2020 fanden im Auftrag der Stadtverwaltung Sicherheitsbegehungen durch die Kreisbaubehörde und einen Tragwerksplaner statt. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Statik des Gebäudes und insbesondere der Dachstuhl sowie die Haustechnik mit Elektroverkabelung so große Mängel aufweisen, dass akuter Handlungsbedarf besteht und die Gefährdungslage für Leib und Leben erheblich ist. „Auf Grund des schlechten Zustands des Gebäudes hat das städtische Bauamt bereits in der Vergangenheit Maßnahmen unternommen, um den Betrieb des Hotels und des Restaurants weiter aufrecht zu erhalten. Vom eigentlichen Ausmaß der Mängel wurden aber auch wir nach der letzten Begehung durch das Landratsamt und den Statiker überrascht, wir hätten nicht erwartet, dass die Mängel am Gebäude so drastisch und massiv sind“, erläutert Erster Bürgermeister Patrick Janik und fügt hinzu: „Wir bedauern es außerordentlich diesen Schritt gehen zu müssen, insbesondere im Hinblick auf die Pächter. Angesichts der vorliegenden Fakten bleibt uns jedoch keine andere Wahl.“ Der Starnberger Stadtrat wurde bereits in nichtöffentlicher Sitzung am 14. Dezember 2020 darüber informiert, dass der Betrieb des Bayerischen Hofes und der Griechischen Taverne eingestellt werden muss. Die Stadtverwaltung hat nach dem gefassten Beschluss durch den Starnberger Stadtrat einen Gesprächstermin mit den Gebäude-Pächtern vereinbart. Dieses Gespräch fand am heutigen Montag, 21. Dezember 2020 gemeinsam mit dem Landratsamt Starnberg statt. Beide Pächter haben zugesagt, dass sie bis auf weiteres den Betrieb des Hotels und des Restaurants einstellen werden. Sie wurden bereits im Vorfeld durch die Stadtverwaltung über die Gefahrenlage informiert. Die Stadtverwaltung wird sich nun mit großem Nachdruck kurzfristig Gedanken machen, wie es mit dem denkmalgeschützten Gebäude weitergeht. Das Thema wird so bald als möglich dem Starnberger Stadtrat im neuen Jahr vorgelegt und gemeinsam evaluiert. Bis dahin muss das Gebäude stillgelegt und gesichert werden.“