Zum Ende des Jahres 2020 hat Stefan W. Zeil (FDP) folgendes Resümee seiner Aktivitäten gezogen:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Liebe Unterstützer*innen der Petition DACH UND AUFZUG FÜR DEUTSCHLANDS “SCHÖNSTEN” SEEBAHNHOF!,

zum Ende des Jahres 2020 ist es an der Zeit Bilanz zu ziehen. Als ich im Januar dieses Jahres unsere Petition DACH UND AUFZUG FÜR DEUTSCHLANDS “SCHÖNSTEN” SEEBAHNHOF! gestartet habe, war mir zwar bewusst, dass der Zustand unseres Seebahnhofs ein Problem ist, dass es aber so viele Menschen bewegt, war das Schlüsselerlebnis für mich, dieses Thema immer wieder voranzutreiben.

Dabei war für mich immer klar, dass ich dies auch ganz unabhängig von meiner Kandidatur für den Starnberger Stadtrat tun würde. Mancher Politiker versuchte dieses überparteiliche Anliegen, zum Beispiel als nicht hilfreich einzuordnen, ein deutliches Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind und nicht nachlassen dürfen. So freue ich mich über die vielen Zuschriften und die Unterstützung aus der Bürgerschaft, aus dem Inklusionsbeirat, von Unternehmern, ebenso wie aus dem Stadtrat, aus dem Kreistag, dem Landtag und dem Deutschen Bundestag.

Vor allem freue ich mich aber über jede der mittlerweile über 555 Unterschriften, denn dieses Engagement zeigt, dass wir gemeinsam etwas in der Sache erreichen können. Auch wird die Petition von Mitgliedern und Wählern von parteifreien Gruppierungen, CSU, Bündnis 90/ Die Grünen und FDP unterstützt.

Positive Rückmeldungen

Eine kleine Auswahl der Rückmeldungen:

– Ein UWG Stadtrat schreibt: „Ich kann Ihnen zusichern, dass ich mich mit vollen Kräften für die Ziele Ihrer Petition einsetzen werde.“

– Eine CSU Stadträtin schreibt: „vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Engagement in dieser Sache. Es ist natürlich auch ein großes Anliegen der CSU, in dieser Sache Fortschritte zu erzielen und wir werden uns hierfür weiterhin mit Nachdruck einsetzen.“

– Eine Grünen – Abgeordnete teilt mit, dass sie „selbstverständlich für Barrierefreiheit und Dächer am Starnberger Bahnhof“ ist
– Ein WPS – Stadtrat schreibt: „vielen Dank für Ihre Nachricht. Nur zur Info, Ihre Petition habe ich damals unterzeichnet.”

– Der Landrat schreibt: „vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Engagement.“

– Der Bürgermeister erklärt gegenüber dem Merkur: „Es würde sich also lohnen, vorher den einen oder anderen Euro in ein Dach zu investieren.”

Am 15. Juli 2020 wurde die Petition offiziell an den 1. Bürgermeister übergeben.

Mit Schreiben vom 21. August 2020 hat der Konzernbevollmächtigte der Bahn für den Freistaat Bayern, Klaus- Dieter Josel, mitgeteilt, “dass bis zur Klärung des […] juristischen Sachverhaltes kein barrierefreier Ausbau sowie weitere bauliche Maßnahmen erfolgen können.”

Antrag Bürgerversammlung – Fortschritt im Stadtrat

Gemeinsam mit neun weiteren Mitpetenten haben wir einen Antrag zur diesjährigen Bürgerversammlung mit dem Titel “UN- Behindertenrechtskonvention auch in Starnberg umsetzen – Barrierefreiheit für unseren Seebahnhof” gestellt. Wichtig ist, dass die Stadtverwaltung alle Optionen mit der Bahn prüft und insbesondere Fördermöglichkeiten z.B. für Aufzüge abrufen kann.

Der Starnberger Stadtrat ist in seiner November-Sitzung nun unserer Forderung gefolgt und hat endlich Vertreter für die seit Juli 2019 ruhenden Verhandlungen mit der Bahn benannt. Wir werden diesen Prozess weiter konstruktiv begleiten.

Zeit, danke zu sagen

Mein Dank gilt allen Unterstützer*innen der Petition. Ein besonderer Dank gilt dem Verein „Schöner zum See“ mit seinem ersten Vorsitzenden Maximilian Ardelt und seinem zweiten Vorsitzenden Dr. Günter Krawitz, der die Petition auch offiziell unterstützt. Ein weiterer Dank gilt Kathi und Rainer Hange für die unermüdliche Unterstützung bei der Sammlung weiterer Unterschriften. Insbesondere danke ich auch der langjährigen Starnberger Stadträtin und 3. Bürgermeisterin Iris Ziebart für ihre Unterstützung. Namentlich möchte ich auch den Abgeordneten des Deutschen Bundestages Dr. Thomas Sattelberger, Sandra Bubendorfer-Licht und Daniel Föst danken. Sie haben mit ihren Briefen an die Deutsche Bahn und der Anfrage an die Bundesregierung weiteres Licht ins Dunkel gebracht. Die Auswertung der Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage werden wir im kommenden Jahr präsentieren.

Besonders möchte ich an dieser Stelle der Presse danken. Mit über 30 Artikeln und Beiträgen haben Starnberger Merkur, Starnberg SZ, Kreisbote und Frau Barbara Irlbauer maßgeblich dazu beigetragen, das Thema noch stärker in die Öffentlichkeit zu tragen und voranzubringen. Die Beiträge haben es mitunter sogar auf die erste Seite geschafft.

Ausblick

Wir haben dieses Jahr trotz der Pandemie zwei größere Veranstaltungen durchführen können (8.3.2020 und 3.10.2020). Wir haben eine Reihe von Gesprächen unter anderem mit der Stadt und der Bahn führen können. Diskussionen konnten unter anderen am Seebahnhof, auf Spielplätzen und auf Facebook geführt werden. Damit konnte das Thema „kurzfristige Lösung“ am Seebahnhof so verankert werden, dass ich sehr positiv gestimmt bin, dass es nun – jenseits der langfristigen juristischen Themen – bald zu greifbaren Ergebnissen zwischen Stadt und Bahn bezüglich Dach und Aufzug kommen kann und wir Bürgerinnen und Bürger nicht weitere Jahre im Regen stehen müssen.

Natürlich werden wir diesen Prozess weiterhin konstruktiv und an geeigneter Stelle mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen begleiten. Damit auch der Druck hier nicht nachlässt, bitte ich Sie vorsorglich den 5. Mai 2021 um 17:00 Uhr ihren Kalendern zu notieren. Hierzu werden wir zu gegebener Zeit noch weitere Details mitteilen.

Der bayerische Verfassungsminister hat schon im Frühjahr gesagt: “Demokratie hat keine Pause”. Insofern finde ich es wichtig, auch dieses Thema in Zeiten, in denen das öffentliche Leben stark eingeschränkt ist, mit aller Kraft weiter voranzutreiben. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2021. Bleiben Sie gesund.