Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Die Sonne scheint, der See lockt zum Baden, der Sommer hält Einzug in die Stadt, die innere Freude kehrt zurück. Nach einem ziemlich verregneten Frühling und Lockdown-Rückzug kann man endlich so etwas wie einen Aufbruch spüren, der optimistisch stimmt.
„Diese erfrischende und lebendige Energie möchten wir einfangen und auf den Stuhl bringen. Ziel der Aktion ist, dass wir nach dem langen Lockdown und dem damit verbundenen Rückzug wieder ein Wir-Gefühl in der Stadt stärken wollen“, so Erster Bürgermeister Patrick Janik. Daher ruft die Stadt Starnberg Interessierte dazu auf, an einer Kunstaktion mitzuwirken. Im Sommer sollen zahlreiche Stühle für bunte Glücksmomente in der Starnberger Innenstadt sorgen. Die Idee zur Aktion entstand beim Online-Workshop „re-STA-rt“ und wurde in den Dienstagsstammtischen mit den Gewerbereferenten des Stadtrats, Innenstadtakteuren und Mitarbeitern der Stadtverwaltung weitergeführt. Das städtische Kulturbüro hat das Konzept zur Aktion ausgearbeitet und umgesetzt.
„Auf was freuen sich die Bürgerinnen und Bürger in diesem Sommer am meisten?“ ist die zentrale Frage der Mitmachaktion. Kreative Starnbergerinnen und Starnberger, aber auch Vereine und Institutionen können ihren persönlichen Stuhl selbst bemalen und mit ihren eigenen Geschichten, Freuden und Wünschen für einen tollen Sommer ausgestalten.
„Ein Stuhl lädt zum Verweilen ein, spendet Ruhe und gibt uns einen Platz. Mehrere Stühle zusammen symbolisieren Gemeinschaft, Geselligkeit und Kommunikation. Die Aktion soll den Gemeinschaftssinn in der Stadt stärken und auch denjenigen Mut machen, die sich durch den Lockdown vielleicht wenig verbunden gefühlt haben“, erläutert Petra Brüderl vom städtischen Kulturbüro zum Hintergrund.
Die kunstvoll gestalteten Stühle werden Mitte Juli 2021 in einer Ausstellung im Stadtgebiet präsentiert. Teilnehmende werden gebeten bis 30. Juni 2021 ein Foto ihres bemalten Stuhls zusammen mit einer Kurzbeschreibung der zugrunde liegenden Geschichte an kulturbuero(at)starnberg.de zu schicken. Auf diese Weise kann das Kulturbüro die Ausstellung kontaktlos konzipieren und wird mit den Beteiligten individuelle Termine zur Stuhlübergabe vereinbaren. Bei Fragen können sich Interessierte jederzeit an das Kulturbüro wenden.
Die Stühle müssen stabil genug sein, um wirklich darauf sitzen zu können. Die Oberflächen sollten derart beschaffen sein, dass es zu keinen Verletzungen kommt (etwa durch sprödes, faseriges Holz). Die verwendeten Farben sollten witterungsbeständig sein, daher bitte wasserfeste Farben verwenden. Empfehlenswert sind verschiedene Buntlacke oder Sprühfarben, aber auch die Verwendung von Stoffen oder Tape Art ist möglich. Wichtig ist, dass die Farben nicht abfärben.


Die Stühle können entweder figurativ bemalt werden, um eine Geschichte zu erzählen oder auch nur ein Spiel von Farben zeigen, welches die Geschichte symbolisch wiedergibt. So kann z.B. selbst ein gelber Stuhl die Freude über Sonnenstrahlen ausdrücken. Komplettiert wird das Kunstobjekt „Stuhl“ schließlich über einen kurzen Begleittext, in dem der Betrachter Einzelheiten zum „Glücksmoment“ erhält.
Wer nach Inspiration sucht, kann diese in der aktuellen Ausstellung von Renate Hofer im Schlossgarten finden. Bereits mit etwas Farbe lässt sich eine große Wirkung erzielen.