Im Januar hatte der Vorstand des Bürgervereins „Schöner zum See“ (SzS) an die Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Kerstin Schreyer (MdL) geschrieben und um ihre Unterstützung für die Anliegen des Vereins im Zusammenhang mit der Seeanbindung in Starnberg gebeten. Lesen Sie hierzu nochmals SzS schreibt der Ministerin. Bei der aktuellen Mitgliederversammlung des Vereins hat Schriftführer Michael Schildbach die Antwort der Ministerin von Ende Februar dieses Jahres zusammengefasst. Schreyer ist durchaus bereit, die Stadt Starnberg bei der Verbesserung der Verhältnisse am Seebahnhof zu unterstützen. Vorausgesetzt der Streit mit der Deutschen Bahn (DB) ist beigelegt.

Sie begrüßt den SzS-Vorschlag, den Starnberger Bahnhof wie bereits sechs Mal in Bayern gelungen, als Kandidaten für den Titel „Bahnhof des Jahres“ ins Auge zu fassen. Schließlich sei die Immobilien „inbestritten malerisch gelegen“. Ausgezeichnet wurden von der Allianz pro Schiene in Bayern bisher die Bahnhöfe Oberstorf (2006), Landsberg am Lech (2007),  Aschaffenburg (2012), Murnau (2013), Bayrisch-Eisenstein (2017) und Altötting (2020). Angesichts der aktuellen Situation wäre sie, Schreyer, aber froh, wenn es zeitnahe Perspektiven für den Starnberger Bahnhof gäbe. Der Freistaat sei mit dem Zustand und der fehlenden Barrierefreiheit nicht zufrieden, heißt es in ihrer Antwort. Die von der Bahn eingereichte 170-Millionen-Klage gegen die Stadt (siehe Seeanbindung Neustart) müsse jedoch erst vom Tisch, und Bahn und Stadt neu in konstruktive Gespräche einsteigen. „Dann werden wir uns gerne auch über mögliche Hilfestellungen durch den Freistaat, gegebenenfalls auch im Rahmen der Städtebauförderung konkret Gedanken machen. In erster Linie sehe ich aber den Bund gefordert, denn letztlich ist dieser gemäß Grundgesetz für die DB-eigene Schieneninfrastruktur verantwortlich und zudem Eigentümer der DB“, schreibt die Ministerin.

Sie versichert, dass ihr Haus „die Causa Bahnhof Starnberg See mit hohem Interesse verfolgt und sowohl mit der Kommune als auch mit der DB in engem Kontakt“ stehe. Es müsse eine Umsetzung kommen, von der die Menschen profitieren, nicht nur die Starnberger, sondern auch Landkreisbürger und Touristen.