Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Welches Ziel verbindet Starnberg mit der Bewerbung für die Landesgartenschau 2032? Wo sollen sich die Areale befinden und welche Projekte sollen bis zur angestrebten Landesgartenschau umgesetzt werden? Entscheidende Fragen, auf die die Starnbergerinnen und Starnberger beim Online-Bürgerdialog am Mittwoch, 8. Dezember 2021, Antworten von der Stadt bekamen und gleichzeitig eigene Antworten gaben. So informierte die Stadt während der zweistündigen digitalen Veranstaltung über den aktuellen Stand des Bewerbungsverfahrens und lud dann die insgesamt über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, spontan Ideen zu entwickeln. Der erste Bürgerworkshop für die Bewerbung zur Landesgartenschau zeigte: Die Bürgerinnen und Bürger sprudeln vor Ideen und lassen sich von der Landesgartenschau begeistern.
Erster Bürgermeister Patrick Janik begrüßte die interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Bürgerbeteiligung ist die tragende Säule von Starnbergs Bewerbung um eine Landesgartenschau. Denn als Bürgerinnen und Bürger nehmen Sie bei der Planung und Umsetzung der Landesgartenschau eine aktive Rolle ein und Sie alle sind im Veranstaltungsjahr Gastgeber für unsere Stadt. Sie sind unsere kreativen Vor-Ort-Experten. Dieses Potenzial möchten wir für die Bewerbung nutzen. So schaffen wir gemeinsam ein starkes WIR-Gefühl im Wettbewerb für unsere Landesgartenschau 2032.“
Danach stellten die städtischen Projektleiterinnen für die Landesgartenschau-Bewerbung, Sarah Buckel und Sylvie Pfeifer, Stadtbaumeister Stephan Weinl sowie Franz Damm vom beauftragten Büro „Keller Damm Kollegen Landschaftsarchitekten Stadtplaner GmbH“ das Bewerbungsverfahren und die städtebaulichen Visionen vor. Dabei wurde deutlich: Die Stadt Starnberg wird durch einen Zuschlag für die Bayerische Landesgartenschau 2032 die große Chance erhalten, ihr Stadtentwicklungspotenzial voll zu entfalten – und das nachhaltig. Konkret werden in ganz Starnberg neue schöne, grüne Orte und Freiräume entstehen, die miteinander in Verbindung stehen. Hier werden sich auch nach der Landesgartenschau die Starnbergerinnen und Starnberger gerne treffen, sich entspannen und miteinander im Gespräch sein.
Das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger bei der Veranstaltung war deutlich spürbar. Dies spiegelte sich in der Vielzahl der Anregungen und Ideen wider, die gemeinsam in den drei Arbeitsgruppen zu den Themen „Der Mehrwert einer Landesgartenschau“, „Seepromenade und Innenstadt“ und „Die weiteren Areale der Landesgartenschau“ erarbeitet wurden.
Das Herzstück der Bewerbung ist die Seepromenade, das Bahnhofs-Areal und die Innenstadt. Das sahen auch die Bürgerinnen und Bürger so: An dieser Arbeitsgruppe beteiligten sich über die Hälfte der Interessierten. Der Wunsch nach einer Verbindung zwischen See und Innenstadt ist groß, aber auch ein besserer Zugang zum See, weniger Betonflächen, eine natürliche Gestaltung des Seeufers und mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer wurden angeregt. Insgesamt ist es den Bürgern wichtig, dass eine bessere Aufenthaltsqualität und mehr Begegnungsräume geschaffen werden.


„Verbindungen wagen und Verbindungen schaffen“
Bei den „weiteren Arealen der Landesgartenschau“ stehen mehrere Bereiche in Starnberg und den Ortsteilen im Fokus: das Mausoleum in Söcking mit der Max-Josefs-Höhe, der Almeidaberg, die Mooswiesen, Erholungsflächen in Percha sowie der Schlossberg mit Schlossgarten. Dabei wurde besonders Starnbergs Alleinstellungsmerkmal für die Bewerbung deutlich: Die Vielfalt der Standorte stellt eine Herausforderung dar, eröffnet aber auch eine große Chance für die Stadt. Es gilt, „Verbindungen zu wagen und Verbindungen zu schaffen“. Den Starnbergerinnen und Starnbergern ist die Verknüpfung, die bessere Erreichbarkeit der Orte und das Thema Barrierefreiheit ein großes Anliegen. Manche Verbindungen sollten aber auch mit Bedacht gewählt werden, vor allem bei den Mooswiesen sind sich Planer und Bürger einig, dass Naturschutz und naturnahe Erholung stets im Mittelpunkt der weiteren Entwicklung des FFH-Gebietes stehen werden.
Auch in der Gruppe „Mehrwert einer Landesgartenschau“ wurden intensiv Ideen entwickelt. Die Bürgerschaft möchte aus der Vielfalt der Standorte einen Vorteil für die Bewerbung ziehen und „miteinander verknüpfte und pulsierende Lebensadern schaffen“. Dabei kamen ein Rundweg, barrierefreie Zugänge und ein schnelles und unkompliziertes Nahverkehrsnetz ins Gespräch. Ein Satz brachte den Mehrwert für die Stadt und die Bevölkerung besonders auf den Punkt: „In Starnberg schlummern viele Schätze – die wollen wir gemeinsam an die Oberfläche heben.“
Die Freude der Starnbergerinnen und Starnberger, sich einzubringen, wird die Stadt für die Bewerbung der Landesgartenschau weiterhin nutzen. Die gesammelten Bürger-Ideen werden in einem umfänglichen Bürgerprotokoll festgehalten, das voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres auf der Homepage „starnberg2032“ zu finden sein wird und direkt in die Bewerbung miteinfließt.
Die Stadtverwaltung und das beauftragte Büro „Keller Damm Kollegen Landschaftsarchitekten Stadtplaner GmbH“ sind mit Hochdruck dabei, ein Bewerbungskonzept zu erstellen. Die finalen Bewerbungsunterlagen wird die Stadt Starnberg bis zur Abgabefrist am 27. Mai 2022 bei der Bayerischen Landesgartenschau GmbH einreichen. Bis dahin werden am 13. Dezember 2021 erste Arbeitsergebnisse im Stadtrat vorgestellt.
Zudem wird noch ein zweiter Bürgerworkshop Ende Februar 2022 stattfinden, bei dem die Anregungen und die Ideen der Bürgerinnen und Bürger konkretisiert und in den weiteren Bewerbungsprozess integriert werden. Außerdem sind Infostände am 22. Januar, 27. Januar und 5. Februar 2022 auf dem Starnberger Wochenmarkt geplant. Dabei haben die Bürgerinnen und Bürger auch die Möglichkeit, sich in eine Unterstützerliste für die Gartenschau einzutragen. Die Unterstützerliste sowie aktuelle Informationen zum Bewerbungsprozess sind auch digital unter
der oben genannten Homepage eingestellt.