Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Seit dem ersten Bürgerdialog im Dezember 2021 hat sich einiges getan. Die Stadt Starnberg informierte beim zweiten Online-Bürgerdialog am Mittwoch, 23. Februar 2022 über den aktuellen Stand des Bewerbungsverfahrens und des Masterplans. In diesem Konzept für die Landesgartenschau 2032 finden sich bereits viele Ideen aus der bisherigen Bürgerbeteiligung wieder.
Erster Bürgermeister Patrick Janik begrüßte zur digitalen Veranstaltung und freute sich, dass mehr als die Hälfte der interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits am ersten Bürgerdialog im Dezember teilgenommen hatten: „Der erste Bürgerdialog hat unseren Ideenspeicher prall gefüllt. Das positive Feedback war und ist ein großartiger Beleg dafür, wie wichtig die aktive Beteiligung unserer Bürgerinnen und Bürger an der Erarbeitung der Starnberger Bewerbung zur Austragung der Landesgartenschau im Jahr 2032 ist.“
Die Projektleiterinnen Sarah Buckel und Sylvie Pfeifer präsentierten die bisherigen Meilensteine des Bewerbungsprozesses und erläuterten das weitere Verfahren. Die Bürgerbeteiligung und -information steht dabei stets im Mittelpunkt: So sind seit Weihnachten Bauzäune mit Informationen rund um die Landesgartenschau im Stadtgebiet zu finden. An drei Markttagen war das Projektteam zudem mit seinem leuchtend roten Infostand auf dem Wochenmarkt persönlich vertreten, informierte über die Bewerbung und sammelte Unterschriften auf der Unterstützerliste. Am 3. und 9. Mai wird das Projektteam mit seinem Infostand dann an den Starnberger Bahnhöfen anzutreffen sein.
Die Vorstellung des Masterplanentwurfs beschrieb anschließend anschaulich, wie vielfältig und qualitätsvoll sich Starnberg in den kommenden zehn Jahren entwickeln könnte. Franz Damm vom beauftragten Büro „Keller Damm Kollegen GmbH Landschaftsarchitekten Stadtplaner“ erläuterte den Gästen den aktuellen Stand der Planungen und zeigte auf, welche Ideen für die jeweiligen Areale angedacht sind. Viele Vorschläge aus dem ersten Bürgerdialog fanden sich bereits in seinen Plänen wieder, weitere wurden in einem sogenannten Ideenspeicher für die spätere vertiefende Planung gesichert.
Seit dem ersten Bürgerdialog im vergangenen Jahr wurde der Masterplan kontinuierlich weiterentwickelt: Dreh- und Angelpunkt der Bewerbung ist die Seepromenade, deren Weiterentwicklung viele Starnbergerinnen und Starnberger sich seit Jahrzehnten wünschen. Mit einem Seeweg etwa – einem Steg vom Seespitz zum Bucentaurpark – soll das Wassererleben gestärkt und neue Perspektiven auf Starnberg und den See geschaffen werden, natürlich unter Berücksichtigung der Belange des Naturschutzes. So sind etwa schwimmende Gärten, moderne Wassertaxis und umfangreiche Pflanzaktionen denkbar. Weitere zentrale Punkte sind die verbesserte Anbindung von See und Innenstadt, attraktive Straßenräume in der Innenstadt und die Weiterentwicklung der Barrierefreiheit im Stadtgebiet. Kulturhistorische Schätze, wie etwa der Landschaftsgarten der Villa Almeida, könnten möglicherweise geöffnet und mit dem Park des Almeida-Bergs verbunden werden. Auch soll der Schlossgraben künftig noch stärker für Sport und Spiel genutzt werden.
Ein verträgliches Miteinander aus Naherholung und Naturschutz soll in den Gebieten am Leutstettener Moos geschaffen werden, neue Aktivitätsräume für sportliche Betätigung auf den Erholungsflächen in Percha. Den möglicherweise schönsten Ausblick und spannendsten Weg dorthin gibt es beim Mausoleum in Söcking. Sinnvoll abgerundet wird das Konzept durch neue Formen der Mobilität und der Integration von Zukunftstechnologien in das Konzept der Landesgartenschau.
Das Interesse und die Begeisterung an der Landesgartenschau waren bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern deutlich zu spüren. Auch wenn bereits viele Ideen in die Bewerbung eingeflossen sind, entwickelten die Bürgerinnen und Bürger in Kleingruppen mit Unterstützung der beauftragten Kommunikations- und Dialogagentur Hendricks & Schwartz und Vertretern von Stadtverwaltung und Politik weitere wertvolle Anregungen, die vom Planungsbüro aufgenommen und ergänzt werden.
Im Nachgang werden die gesammelten Bürger-Ideen wieder in einem Bürgerprotokoll zusammengefasst, das zeitnah auf der Homepage starnberg2032 veröffentlicht wird.
Die finalen Bewerbungsunterlagen wird die Stadt Starnberg bis zur Abgabefrist am 27. Mai 2022 bei der Bayerischen Landesgartenschau GmbH einreichen. Im April wird der Stadtrat über die Bewerbungsunterlagen beraten.
Alle Starnbergerinnen und Starnberger sind weiterhin herzlich dazu aufgerufen, sofern noch nicht geschehen, sich in die Unterstützerliste auf der oben genannten Homepage einzutragen und dem Aufruf ihres Ersten Bürgermeisters Patrick Janik zu folgen „Stehen Sie auf, wecken Sie Ihre Nachbarn und unterstützen Sie uns, die Landesgartenschau im Jahr 2032 nach Starnberg zu holen!“