Heimat, das ist nicht nur gestern, das ist nicht nur vergangen und verstaubt, sondern auch Hier und Jetzt. Ganz in diesem Sinne haben vier Kuratorinnen insgesamt zwölf Künstlerinnen und Künstler aus der erweiterten Region eingeladen zu einer besonderen Ausstellungsreihe. Präsentationsort und Gegenstand der Auseinandersetzung ist das älteste Museumsmöbel des Museum Starnberger See – eine Vitrine, die zur Gründung des Museums angefertigt wurde. Sie trägt bis heute noch ein Schild in verschnörkelter Schrift: „Schaukasten 4“. Diesen Namen trägt auch das Projekt, für das monatlich wechselnd, jeweils Werke einer Künstlerin oder eines Künstlers in das wunderbare alte Möbelstück einziehen. Im August wird das Werk „Die zweite Umkehrung“ von der Starnberger Künstlerin Ina Kohlschovsky im „Schaukasten 4“ zu sehen sein.


Über die Künstlerin:
Ina Kohlschovsky in Starnberg geboren und aufgewachsen, studierte in München Grafik und Malerei. Sie arbeitete nach ihrem Studium vorerst als Art Direktorin in einer Agentur für CI, widmete sich jedoch auch während dieser Zeit immer wieder der Malerei. Nach 9 Jahren entschied sie sich beruflich hauptsächlich zu malen. Als Künstlerin erhielt sie einige namhafte Kunstpreise wie z. B. der Stadt Starnberg, der Kulturstiftung Karlsruhe und Esslingen und jüngst den ersten Revierkunstpreis.
In ihrer realistischen Malerei transportiert sie oft Themen, die bewegen, zum Nachdenken zwingen und Fragen aufwerfen. Aktuell entwickelte sie, angelehnt an die Fotoausstellung Wörsching, eine neue Werkreihe, die ihre Heimat in den Mittelpunkt rückt. Auch hier stellt sich die Frage: Was
tun wir Menschen? Können wir noch umkehren?


Die Auswahl für diesen „Schaukasten“ traf Annette Kienzle.
Die Eröffnung findet am Donnerstag, 04. August 2022 um 18 Uhr im Museum Starnberger See in Anwesenheit der Künstlerin statt.