See and the City ….. gut gemeint

  1. August 2022
    Der Bürgerverein „Schöner zum See e.V.“ hat sich für den gesamten Bereich von der Undosa-Unterführung bis zum MRC see- und stadtseitig vorgenommen eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Gestaltung zu erreichen.
    Wir wollen die derzeitige Aktion „See and the City“ nicht mit weiterer Kritik überziehen, sondern stellen fest: Mit dem Projekt „See and the City“ sollte wohl eine Verkehrsberuhigung am Bahnhofsvorplatz versucht werden. Eine Verkehrsberuhigung, „Shared space“ oder „Begegnungsverkehr“ (aller Teilnehmer!) ist Voraussetzung für die Aufenthaltsqualität. Sie ist dringend notwendig und auch zentraler Bestandteil aller Vorschläge, die Stadt- und Verkehrsplaner, wie z.B. schon Dipl.-Ing. Andrea Gebhard, Mahl-Gebhard Konzepte (Stadtentwicklungsplan 2009), Dipl.-Ing. Janssen SHP (Verkehrsentwicklungs- plan 2016) und zuletzt („Lebendiges Starnberg“) Dipl.-Ing. Helm Andreas Heigl zusammen mit Stagenda und Dipl.-Ing. Rauscher ausgearbeitet haben. Jede Verkehrsberuhigung scheitert, solange der Durchgangsverkehr, der die Hauptstrasse umgehen will durch die Wittelsbacher und Kaiser-Wilhelm-Strasse ungehindert fahren kann!
    Leider ist dies mit dem Projekt „See and the City“ nicht gelungen. Absperrungen mit Warnbacken signalisieren Baustelle! Die Ausführungen werden dem Anspruch unserer kostbaren Lage am See und der umgebenden Denkmäler nicht gerecht, die Gestaltung ist einer Stadt wie Starnberg unwürdig.
    Das sollte allerdings nicht dazu führen, dass das Ziel der Beruhigung des Bahnhofvorplatzes und letztlich der Innenstadt, wieder aufgegeben wird. Nachdem sich nun der B2- Tunnel verzögert und in den nächsten zehn Jahren nicht damit zu rechnen ist, ist es umso wichtiger, dass Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung jetzt umgesetzt werden. Sehr viele Varianten an Vorschlägen dazu ruhen in den Schubladen im Rathaus. Es würde sich lohnen diese mit den Planern und heute gewählten Stadträten wieder aufzurufen und eine Entscheidung zu wagen!
    Jetzt und nicht erst kurz vor der nächsten Wahl, denn dann verläßt manchen der Mut.
    Die Qualität der Gestaltung des dann verkehrsberuhigten Bahnhofsplatzes wollen wir als Verein konstruktiv begleiten mit Anregungen und konkreten Vorschlägen. Dazu erwarten wir frühzeitig teilnehmen zu können, gehört zu werden und wenn nötig kontrovers mitdiskutieren zu können.