Im „Starnberger Merkur“ vom 7. Januar 2023 wird von einem Verein pro Tunnel berichtet, der die „B2-Tunnel-Vorteile deutlicher machen“ will. Hier die wichtigsten Klarstellungen.
 Der Tunnel wird vom Bund bezahlt und dient ausschließlich einer schnelleren Durchfahrt durch Starnberg. Den Bund interessieren keine Fahrradwege oder Verkehrsberuhigungen und er zahlt sie auch nicht.
 Nach Behördenangaben bleibt der Verkehr oberirdisch nahezu unverändert. Hauptstraße, Tutzinger-Hof-Platz, Hanfelder Straße und Münchner Straße werden nicht entlastet. Der Tunnel zieht zusätzlichen Verkehr an, der heute noch andere Wege nimmt.
 Zwischen Tunnelausgang an der Leutstettener Straße und der Autobahn wird die teilweise siebenspurige Münchner Straße zu einer unüberwindbaren Rennstrecke Heutige Abbiegeverbote sind erste Vorzeichen.
 Das Tunnelbauwerk greift massiv in das Grundwassersystem ein. Die Fischzucht wird den Tunnelbau nicht überleben, wenn hier nicht genau und sorgfältig geplant und gebaut wird.
 Schon die momentanen Untersuchungsbohrungen für ein paar Tage mit nur armdicken Bohrern erzeugen schon unangenehmen Lärm, Körperschall und spürbare Vibrationen in den Häusern. Wie wird das erst bei der Tunnelbohrmaschine für ein 100 m2 großes Loch während mehrerer Jahre?
 Die Stadt muss allein für eine Berufsfeuerwehr mehr als 5 Millionen Euro jährlich bereitstellen. Mittel für Vereine, Schwimmbad, Kindergärten und Schulen werden gekürzt.
Weil die Probleme mit dem für uns alle wichtigen Grundwasser sehr komplex sind, kann man die Gründlichkeit und Sorgfalt der Untersuchungen durch die Fachbehörden nur sehr begrüßen. Auf diese Behörden aus politischen Gründen Druck auszuüben ist ungeheuerlich, zumal der Druck von Personen ohne jede bautechnische Kompetenz und deutlich nach ihrem Renteneintritt kommt. Druck auf die Planer führt meist zu Pfusch. Soll der schon lebenden nächsten Generation und allen weiteren folgenden Generationen ein viel zu teures, unsinniges Problembauwerk hinterlassen werden? Es ist absolut unverständlich, warum der Tunnel von reaktionären politischen Betonköpfen entgegen aller Sinnhaftigkeit immer noch befürwortet wird. Wir von der Bürgerinitiative wollen den Tunnel auch in Bestform nicht, wer aber will überhaupt noch einen schlecht geplanten Tunnel mit bleibenden Umweltschäden?