Museum Ferienprogramm

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Das Museum Starnberger See bietet ein buntes und kreatives Ferienprogramm für alle Kinder ab fünf Jahren an. Im offenen Kreativworkshop im Museumsgarten dürfen Kinder ohne Anmeldung vorbeikommen und gegen ein kleines Materialgeld von 2 Euro basteln. Freitags wird eine Kinderführung durch die neue Sonderausstellung „Im Schein der Sterne“ angeboten. Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich per E-Mail an vermittlung.mss(at)starnberg.de oder telefonisch unter 08151- 447757-0. Mundschutz und Brotzeit müssen mitgebracht werden. Bei schlechtem Wetter entfällt der Kreativworkshop. Informationen hierzu finden Interessierte dann rechtzeitig auf der städtischen Homepage unter „Museum“.


05.08.2021 10-12.30 Uhr
Offene Kreativwerkstatt: Malen mit Wasserfarben
Gemeinsam schauen wir in die Natur und erkennen dort Farben. Mit Wasserfarben und unseren Eindrücken aus der Natur malen wir schöne Bilder.


06.08.2021 15-16 Uhr
Kinderführung zur Sonderausstellung „Im Schein der Sterne“
Was es mit dem Sternbild des „Großen Wagens“ oder den Sternzeichen auf sich hat und warum im Museum ein königliches Schlafzimmer steht, erfahren wir in der Kinderführung zur neuen Son- derausstellung „Im Schein der Sterne“.


12.08.2021 10-12.30 Uhr
Offene Kreativwerkstatt: Frottagen- Workshop
Welche Oberfläche rund ums Museum zu entdecken sind, finden wir in diesem Workshop heraus. Wir entdecken unterschiedliche Materialien und erstellen ein Frottage-Buch.


13.08.2021 15-16 Uhr
Kinderführung zur Sonderausstellung „Im Schein der Sterne“
Was es mit dem Sternbild des „Großen Wagens“ oder den Sternzeichen auf sich hat und warum im Museum ein königliches Schlafzimmer steht, erfahren wir in der Kinderführung zur neuen Sonderausstellung „Im Schein der Sterne“.


19.08.2021 10-12.30 Uhr
Offene Kreativwerkstatt: Portraits malen
Gesichter zu malen ist gar nicht so leicht. Doch in diesem Workshop lernen wir echte Portraits zu malen.

20.08.2021 15-16 Uhr
Kinderführung zur Sonderausstellung „Im Schein der Sterne“
Was es mit dem Sternbild des „Großen Wagens“ oder den Sternzeichen auf sich hat und warum im Museum ein königliches Schlafzimmer steht, erfahren wir in der Kinderführung zur neuen Sonderausstellung „Im Schein der Sterne“.


29.08.2021 10-12.30 Uhr
Offene Kreativwerkstatt: Collagen-Workshop
Aus unterschiedlichen Postern, Flyern, Zeitungen und Papieren können tolle Kunstwerke entstehen. Wir gestalten unsere eigenen Collagen zu einem selbstgewählten Thema. Wer möchte, kann eigene Zeitschriften oder Zeitungen zum Zerschneiden und Kleben mitbringen.


30.08.2021 15-16 Uhr
Kinderführung zur Sonderausstellung „Im Schein der Sterne“
Was es mit dem Sternbild des „Großen Wagens“ oder den Sternzeichen auf sich hat und warum im Museum ein königliches Schlafzimmer steht, erfahren wir in der Kinderführung zur neuen Sonderausstellung „Im Schein der Sterne“.

Überraschung

Für den Urlaub daheim bietet die Stadtbücherei Starnberg ab sofort „Urlaubstüten“ zum Ausleihen an. Der Inhalt: jeweils ein Roman und ein Sachbuch über die Region. Zusätzlich liegt das Heft „Seen & Mehr“ der gwt (Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis Starnberg mbH) für weitere Inspiration zu Ausflügen bei.
Der Inhalt bleibt bis zum Ausleihen der Tüte eine Überraschung. Dadurch entdeckt vielleicht der ein oder andere Leser ein Buch, das er sich am Bibliotheksregal so nicht ausgesucht hätte. Neben der Möglichkeit sich selber zu überraschen, können die Tüten auch im Familien- und Freundeskreis für eine Überraschung sorgen und zu gemeinsamen Ausflügen in die Region einladen.
Für die Ausleihe ist ein Büchereiausweis notwendig, die Titel können, wie gewohnt, für vier Wochen entliehen werden.
Die Aktion ist Teil des Kultursommers Starnberg 2021.
Bei Fragen können Sie sich während der Öffnungszeiten unter Tel: 08151/3049 an das Bücherei- team wenden oder Sie schreiben eine E-Mail an buecherei(at)starnberg.de.

Sommerleseclub 2021

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Am Dienstag, 27. Juli war es wieder soweit! Der beliebte Sommerferien-Leseclub der Stadtbücherei Starnberg startet dieses Jahr bereits zum fünften Mal.
Alle Kinder der 1. bis 6. Klasse können Mitglied im Sommerferien-Leseclub werden.
Die Stadtbücherei stellt 550 ausgewählte Bücher exklusiv Clubmitgliedern zum Ausleihen zur Verfügung.
Alle Kinder, die im Aktionszeitraum vom 27. Juli bis 14. September mindestens drei Bücher lesen, erhalten für ihr Lese-Engagement eine Urkunde und nehmen an einer Verlosung teil. Der Hauptgewinn sind zwei Eintrittskarten von „Sea Life“ München.
Dieses Jahr erhalten die Clubmitglieder erstmals ein Sommer-Journal, das kreativ gestaltet werden kann. Unter allen Teilnehmern werden dazu auch folgende Preise vergeben: den schönsten Leseplatz, den Story-Check, die Kreativ-Pinnwand und einen Gesamtpreis für das schönste Sommer- Journal.
Neu ist in diesem Jahr zusätzlich, dass man auch als Team mit bis zu drei Personen teilnehmen kann. Als Team hat man die Chance auf zwei weitere Preise: Den besten Teamnamen und den besten Team-Steckbrief.


Über den Sommerferien-Leseclub:
Im letzten Jahr haben 14.200 Kinder in den Sommerferien fast 108.000 Bücher gelesen. Damit ist der Sommerferien-Leseclub das erfolgreichste Ferienprogramm in Bayern!
Der Sommerferien-Leseclub in Bayern ist eine Initiative des Bayerischen Bibliotheksverbandes e.V. und wird von der Bayerischen Staatsbibliothek / Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen konzipiert.
Bei Fragen können Sie sich während der Öffnungszeiten unter Tel: 08151/3049 an das Bücherei- Team wenden oder Sie schreiben eine E-Mail an buecherei(at)starnberg.de.

Tunnel-Info fällt aus

Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

EILMELDUNG Tunnel Starnberg – Infocenter: Öffnungstermin 29. Juli ENTFÄLLT

 

Wegen Krankheit muss im Rahmen der Wiedereröffnung des Infocenters DER ERSTE TERMIN – DONNERSTAG, 29. JULI – LEIDER AUSFALLEN.

 

Ab Ende Juli 2021 war ursprünglich die Wiedereröffnung des Infocenters Tunnel Starnberg geplant und auch kommuniziert worden.

Der erste Termin – Donnerstag, 29. Juli – muss aus Krankheitsgründen leider abgesagt werden.

Mit Blick auf die vier verbleibenden Öffnungstermine in der zweiten Jahreshälfte 2021 – 26. August, 30. September, 28. Oktober und 25. November – behält das Team Tunnel Starnberg die aktuell teils wieder stärker steigenden Inzidenzzahlen im Auge und wird rechtzeitig informieren, falls es zu pandemieverursachten Terminstreichungen kommen müsste.

Einstimmig für „moosaik“

Mit einem einstimmigen Beschluss hat der Bauausschuss des Stadtrates gestern Abend die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens für den Umbau eines Teils des Starnberger Gewerbegebietes zum Vorzeigeprojekt „moosaik – das verbindende Quartier“ abgesegnet. Statt des ursprünglich beabsichtigten Angebotsbebauungsplans wird jetzt ein vorhabenbezogener Bebauungsplan weiter verfolgt. Die vom Rathaus noch verlangten Nachweise, zum Beispiel dass die neu gegründete „Moosstraße Immobilien GmbH & Co KG“ sowie die „Petersbrunner Straße Immobilien GmbH & Co KG“ Eigentümerinnen der zu beplanenden Flächen sind, es zum Abschluss eines Durchführungsvertrages zwischen den Gesellschaften und der Stadt kommt und die GmbH & Co KGs über die notwendige finanzielle, personelle und organisatorische Leistungsfähigkeit verfügen, dürfte nur noch reine Formsache sein (siehe vorheriger Bericht Moosaik – Beteiligung der Öffentlichkeit). Damit ist der Weg frei zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit, Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange. Grundlage der weiteren Schritte ist die mit der Stadt im jetzigen Verfahrensstand abgestimmte Planung.

Die Verwaltung erhielt vom Bauausschuss genauso einstimmig den Auftrag mit den Vorhabenträgern noch einige Dinge zu verhandeln, zum Beispiel städtebauliche Bindungen hinsichtlich der künftig zugelassenen Wohnungen, Gewerbeeinheiten und mehr. Ziel ist auch eine vertragliche Vereinbarung für einen neuen Standort für Feuerwehr und Rettungsdienst im Rahmen des Projektes. Zur Höhenentwicklung im geplanten neuen Stadtteil sah nur Ludwig Jägerhuber (CSU) noch weiteren Gesprächsbedarf. Wie berichtet könnten am zentralen Platz bis zu zwei achtstöckige Gebäude entstehen. Zu den Rändern des Baugebietes fallen die Höhen dann auf drei bis vier Geschosse ab. Auf Wunsch von Marc Fiedler (FDP) wurde die Staffelung mit 11:1 Stimmen begrüßt.

Die Stadträte, die sich zu Wort meldeten, waren voll des Lobes für das Projekt „moosaik“. So bezeichnete es Jägerhuber als „revolutionierende Planung, bei der die neuen Höhen eine Zäsur bedeuten“. Franz Sengl (Grüne) sprach sich dafür aus, anderen Eigentümern im Gewerbegebiet zu signalisieren, „dass wir ähnliche Planungen auf ihren Flächen begrüßen würden“. Christiane Falk (SPD) sprach von einem „einzigartigen, mutigen und modernen Projekt“. Wenn man nicht immer mehr Fläche versiegeln wolle, müsse man das Bauen in die Höhe – das im Übrigen auch schön sein könne –  erlauben. „Dass ich das in meiner Zeit als Stadtrat noch erleben darf“, freute sich Josef Pfister (BMS) über das in seinen Augen „zukunftsweisende Projekt“. In den letzten 20 Jahren seien nämlich alle Versuche, das Gewerbegebiet zu verbessern, stets an den zahlreichen Einzeleigentümern und ihren Interessen gescheitert. Er mahnte aber auch, es bedürfe noch einiger Anstrengungen des Bauausschusses, zum Beispiel zur Realisierung des sehr wünschenswerten, verbindenden Steges zwischen dem moosaik-Hauptplatz über die B2 hinweg zum Gelände des Landratsamtes gegenüber. Bürgermeister Patrick Janik glaubt, dass es Probleme mit der Urheberrechtskonformität gegen könnte, wenn das Steg-Ende nahe des architektonisch preisgekrönten Landratsamtgebäudes lande. Dem mit viel Holz und Glas niedrig neben der Wassersportsiedlung konzipierten Behördenbau der Architekten „Auer+Weber“ war 1989 der Deutsche Architekturpreis verliehen worden. Unter anderem wegen der „perfekten Synthese aus Natur, moderner Architektur und sich stets verändernden Anforderungen der Gesellschaft“. Es ist nicht ersichtlich, in welchen Punkten ein in der Bauweise angepasster Steg hier zum Problem werden könnte. Eva Pfister (BMS) schlug vor, die fragliche Fläche auf der Südseite der B2, also im Bereich der Parkplätze des Landratsamtes, in das Bebauungsplanverfahren einzubeziehen. Stadtbaumeister Stephan Weinl will allerdings erst später über solche Dinge verhandeln. Für Eva Pfister war auch noch wichtig, dass der Bürgermeister angesichts des personell ausgedünnten Bauamtes der Stadt versicherte, das Projekt „moosaik“ genieße unter den mit Priorität eins ausgestatteten Vorhaben nochmals erste Priorität. Den Wunsch  von Otto Gaßner (UWG), schon sofort in den Beschluss aufzunehmen, dass die Stadt mit der Planung der beiden KGs einverstanden ist, erfüllte der Rathauschef nicht. Weinl hatte zuvor darauf hingewiesen, dass wesentliche Punkte noch offen seien, die sich erst im Laufe des Bauleitplanverfahrens klären würden. Deshalb könne jetzt noch nicht von einer mit der Stadt abgestimmten Planung gesprochen werden. Janik nahm als Kompromiss in den Beschluss auf, abgestimmt sei die Planung nach dem Stand des Verfahrens.

Ebenso einstimmig empfahl der Ausschuss dem Stadtrat, für das Projekt „moosaik“ den Flächennutzungsplan so zu ändern, dass der Bebauungsplan sich daraus entwickeln lässt.

Moosaik – Beteiligung der Öffentlichkeit

Als „Paukenschlag“ für Starnberg hatte die damalige Bürgermeisterin Eva John das Projekt „moosaik – das verbindende Quartier“, das in den nächsten Jahren einen beträchtlichen Teil des heutigen, eher unansehnlichen Gewerbegebietes in ein städtebauliches Vorzeigequartier verwandeln wird, Ende 2019 bei der ersten Präsentation der Pläne bezeichnet. Nach laufenden Gesprächen zwischen dem Rathaus und den beteiligten Flächen-Eigentümern ab April 2015 war eine Planung herausgekommen, „die begeistert“. Beitrag der Stadt werde sein, so versprach es John, „das Projekt gern und zügig auf seinem Weg zu begleiten. Das ist bisher geschehen und wurde ab Mai 2020 auch von John’s Amtsnachfolger Patrick Janik so fortgeführt.  Ergebnisse stellten die Vertreter der Investoren-Familien Houdek und Baasel heute Vormittag der Presse vor. Heute Abend soll der Bauausschuss des Stadtrates den Startschuss in das notwendige Verfahren zur Änderung von Bebauungs- und Flächennutzungsplan geben, mit dem 80000 Quadratmeter Geschossfläche möglich werden könnten. Die Ziele dafür hatte der Ausschuss bereits im Dezember 2020 festgelegt (siehe Moosaik – wichtiger Schritt geglückt). Erster Schritt ist nun die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, sprich der Bürger sowie der Träger öffentlicher Belange.

Rudolf Houdek umriss noch einmal die Aufgabe, die es zu schultern gilt, wenn „moosaik“ Wirklichkeit werden soll. Harte Arbeit liege bereits hinter den beteiligten Planern und den sie begleitenden Experten, die sich mit einem hochkarätig zusammengesetzten Beirat eingebracht hätten. In Zukunft solle der Bereich zwischen dem Rand zum Leutstettener Moos im Norden und der Moos- sowie der Münchner Straße (B2) bis auf Höhe der abbruchreifen Fleischfabrik Houdek kein reines Gewerbegebiet wie heute mehr sein, sondern auf den insgesamt 35000 Quadratmetern Raum für Wohnen, inklusive Seniorenwohnen und Pflege, Arbeiten und Leben bieten. Wie berichtet ist auch ein neuer Standort für Feuerwehr und Rettungsdienst in dem Quartier Wunsch der Stadt. „Wir sind uns der verantwortungsvollen Aufgabe bewusst“, versicherte Rudolf Houdek und nannte die Bereiche Städtebau, Wegeführung, Nutzungen, Gestaltung, Grün und Anbindung des Quartiers an das Leutstettener Moos, bei dem es sich um eine höchst geschützte FFH-Fläche handelt. Sein Cousin Robert Houdek berichtete, man habe die letzten 18 Monate „richtig angepackt“. Durch die Diskussionen und den Rat der Experten sei das Projekt „wesentlich besser geworden“. Während man zu Beginn mit einer Interessensgemeinschaft mehrerer Grundeigentümer angetreten sei, würden nun alle Interessen in der „Moosstraße Immobilien GmbH & Co KG“ gebündelt. Die dafür notwendigen notariellen Verträge seien inzwischen abgeschlossen, so dass man in der Lage sei, das vorbildliche, auf den Schultern ganz vieler Menschen entwickelte Quartier auch wirklich durchzuführen.

Flächen und Engagement eingebracht haben auch der Laserphysiker Carl Baasel und seine Tochter Susy. Der 80Jährige Baasel erinnerte sich an die Anfänge des Starnberger Gewerbegebietes: „Es wuchs wie Kraut und Rüben, weil es am Moos viel Platz gab. Gebaut wurde nach dem freien Spiel der Kräfte.“ Ihm, der jahrelang seine Firma an der Petersbrunner Straße hatte, habe die Gestaltung „nie  so richtig zugesagt“. Auch seien ihm die bisherigen Bebauungsplanvorgaben zu restriktiv erschienen: „Man durfte keine Kindertagesstätte bauen, nicht hoch bauen und nicht wohnen.“ So sei für ihn die Idee des „moosaik“ eine Erlösung gewesen. Er bedankte sich bei den ursprünglichen Eigentümer-Familien, auch der Familie Hauser, die über ihren Schatten gesprungen seien um das neue Stadtquartier zu ermöglichen. Susy Baasel legt nach eigenen Worten als Architektin lange schon den Fokus auf soziale Fragen: „Welche Funktion muss Architektur übernehmen, wie kann man ein Gebiet mit Leben füllen?“ Ihr und dem federführenden Büro „Kehrbaum Architekten“ seien die folgenden Dinge besonders wichtig: Gebaut werden solle mit viel Holz und Grün Ressourcen schonend, Gebäude müssten für verschiedene Nutzungen offen sein, sich ansiedelnde Betriebe Ressourcen schonen, Grünflächen wirklich durchgängig sein und hohe Aufenthaltsqualität bieten. Die Oberfläche im Quartier solle autofrei werden, Wohnen, Arbeiten und sonstiges Leben miteinander vereinbar machen und zudem die 15-Minuten-Stadt, also eine Stadt der kurzen Wege bieten. Der Einsatz des Expertenbeirates habe zu einer „Schärfung des Projektes“ geführt, lobte sie.

Architekt Klaus Kehrbaum erläuterte die Abkehr von der früher maßgeblichen „Charta von Athen“, die Quartiere getrennt nach Nutzungen propagiert habe, verbunden durch Verkehrswege. Heute gelte es dagegen, Nutzungen zu stapeln und Verkehr so weit es geht zu vermeiden. Für ihn sei der Expertenbeirat, bestehend aus den Professoren für Städtebau, Architektur und Landschaftsarchitektur, Franz Pesch, Markus Allmann sowie Susanne Burger, dem Experten für Nachhaltigkeit und Gebäudetechnik Thomas Auer, für den Bereich Verkehr und Mobilität Klaus Bogenberger und für Landschaftsarchitektur und Ökologie Michael Schober, „ein Geschenk“ gewesen. Dank ihnen traue man sich jetzt unter anderem, im Zentrum des Quartiers auf einen belebten Platz eine städtebauliche Dominante in Form eines achtstöckingen Gebäudes zu setzen – „vielleicht mit Aussichtsplattform oder Gastronomie auf dem Dach“. Die öffentlich gemachten Planungen hätten bereits zu zahlreichen Anfragen von Starnbergern, aber auch nationalen und internationalen möglichen künftigen Nutzern geführt. Deshalb sei es, so Kehrbaum, auch möglich „schon ganz bald“ mit dem 1. Bauabschnitt zu beginnen. Geplanter Fertigstellungstermin 2025. Für ihn ist auch begrüßenswert, andere Architekten auf dem Projektgebiet tätig werden zu lassen. Das garantiere den Investoren höchste Qualität. Funktions- und Parkdeck würden in ein erstes und zweites Untergeschoss verlegt, wobei Kehrbaum schon ankündigte, sich nicht an den Starnberger Stellplatzschlüssen halten zu wollen, denn es solle ein „ganz ausgeklügeltes Mobilitätskonzept“ geben, das das Auto eher überflüssig mache. Ziel ist ebenfalls ein energieautarkes, klimaneutrales Quartier. Das Landschaftsarchitekturbüro „TOPOTEK1“ arbeitet an „Moosgärten (Feuchtbereiche), Plänen mit Klimabäumen gegen drohende Überhitzung, einem Birkenhain und Dachbegrünungen“. Der Steg, der 2019 bei der ersten Vorstellung so viel positive Resonanz erzeugt hatte, ist laut Kehrbaum „noch in der Diskussion, muss aber noch einige Hürden nehmen, weil er südlich der B2 auf fremden Grund landet“. Zur Erläuterung: Ursprungsidee war, ganz im Sinne des Namensteils „verbindendes Quartier“ einen Steg für Fußgänger und Radfahrer vom Hauptplatz des moosaik über die verkehrsreiche Münchner Straße (B2) hinüber auf den Geh- und Radweg entlang des Landratsamtes münden zu lassen, somit das neue Quartier gut an Stadt und See anzubinden. Dafür müsste der Landkreis  Fläche zur Verfügung stellen, was bisher dem Vernehmen nach von der Behörde nicht gern gesehen wird. Aber der Steg würde für die Öffentlichkeit und die Bürger gerade nach der Verschlechterung ihrer Querungsmöglichkeiten über die B2 durch den bereits erfolgten Umbau des Nordzulaufs zum geplanten B2- Tunnel eine enorme Verbesserung bedeuten. Eigentlich eine Aufforderung an die Starnberger Stadträte, sich ganz besonders für diesen Steg und seiner Realisierung einzusetzen. Kehrbaum hofft, dass die Änderung des Bebauungsplanes in eineinhalb Jahren Planungsreife erlangt hat, damit mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden kann (Abbruch der Altgebäude ab 2022). Nach früherer Aussage von Rudolf Houdek soll dies der Bereich am Rand des Mooses sein, wo heute noch ein leerstehendes Hochhaus und andere mehr oder weniger ungenutzte Gebäude stehen. In drei bis fünf Jahren hoffe man, dass das gesamte neue Stadtquartier zur Verfügung stehe. Eigentumswohnungen solle es übrigens kaum geben. Die Investoren wollen vermieten. Der Anteil der neu geschaffenen Wohnungen könnte bis zu 50 Prozent des Gebietes ausmachen. Kosten wollte Kehrbaum nicht nennen. Das verbiete sich schon wegen dem bekanntermaßen schwierigen Starnberger Untergrund. Man wisse bereits, dass von Kies bis Seeton und Schlick alles angetroffen werde, weshalb spezielle Tiefbaumaßnahmen nötig würden.

Bürgermeister Janik sieht im Projekt „moosaik“ ein „Viertel mit Entwicklungsmöglichkeiten“. Für einen Bürgermeister sei es ein „dankbares Projekt“, denn er habe es mit professionellen Partnern zu tun. Erfreulich nannte Janik auch die einhellige Unterstützung aller politischen Fraktionen im Stadtrat. Den Schritt heute Abend im Bauausschuss  bezeichnete er als „Baustein der Starnberger Wirtschaftspolitik“. Er wollte sich aber vorerst nicht auf einen festen Zeitplan für das Bauleitplanverfahren festlegen.

Der Öffentlichkeit werden die Investoren umfangreiche Möglichkeiten zur Information und Teilhabe anbieten. Anfang August 2021 erscheint das „moosaik-Journal“, das Fakten und Hintergründe der Planung darstellt sowie über den Baufortschritt informiert. Unter dem Projektnamen „moosaik“ ist zudem eine Webseite geplant, mit deren Hilfe sich Interessierte einen digitalen Infobrief per E-Mail bestellen können. Infos über Social Media werden alles ergänzen. Auch auf der Homepage der Stadt Starnberg werden im Rahmen der frühzeitigen Bürger- und Trägerbeteiligung alle Pläne, die das Rathaus sechs Wochen lang öffentlich auslegen wird, einsehbar sein.

 

 

 

Lesen Sie auch den Bericht des Blogs „Lokales aus Starnberg“, der nach der ersten Präsentation von „moosaik“ erschienen war:

Gewerbegebiet Nord – Ein Stück Zukunft (13.1.20)

Es tut sich etwas sehr Positives in Starnberg. Statt des durch jahrzehntelangen Stillstand im Gewerbegebiet Nord entstandenen eher unerfreulichen Anblicks der alten Produktionshallen der Firma Houdek und der benachbarten „vereinigten Hüttenwerke“ soll, wenn alle Beteiligten weiter an einem Strang ziehen, bis 2028 ein völlig neues, nachhaltig entwickeltes Quartier mit Angeboten an Arbeitsplätzen, Firmenstandorten, Wohnraum, Freizeiteinrichtungen und voraussichtlich sogar einer neuen Bleibe für Feuerwehr und Rotes Kreuz entstehen. „Das neue Jahr beginnt mit einem Paukenschlag“, formulierte es Bürgermeisterin Eva John heute vormittag bei der ersten Präsentation der Familie Houdek für die Öffentlichkeit. Dem Stadtrat waren die Ideen bereits im November in nicht öffentlicher Sitzung vorgestellt worden. Die Reaktionen der Fraktionen sind durchwegs positiv ausgefallen. Große Freude auch bei Christoph Winkelkötter, dem Chef der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusförderung des Landkreises.

Initiatoren des Projektes, das den Namen „moosaik – das verbindende Quartier“ trägt, sind die beiden Cousins Rudolf und Robert Houdek, die Enkel des legendären, 2008 verstorbenen Firmengründers auf Starnberger Boden und Mäzäns für den Fußballverein Bayern München, Rudolf Houdek und dessen Bruder Robert. Die gleichnamigen Enkel führen seit 2004 die „Rudolf und Robert Houdek GmbH“ mit Sitz an der Moosstraße 8 in Starnberg als Geschäftsführer. Herausragendes Markenprodukt, mit dem schon der Großvater und sein Cousin 1926 bei den Firmenanfängen in Böhmen Erfolg hatten, ist die heißgeräucherte Salami mit dem bekannten Namen „Kabanos“. Dazu kamen andere Wurstspezialitäten. Nach dem Zweiten Weltkrieg landeten die damaligen Houdeks als Flüchtlinge in Starnberg und bauten hier schnell, ausgehend von ihrer Metzgerei, eine eigene Ladenkette im Starnberger Umland auf. Die Firma brauchte Platz, und so entstand ab 1962 der Produktionsstandort an der Moosstraße im heutigen Gewerbegebiet. Als in den 90er Jahren Investitionsentscheidungen zu treffen waren, wogen die Firmeninhaber ab. Bessere Bedingungen als in Starnberg wurden ihnen in Arzberg in Nordbayern angeboten. „Eine Erweiterung am hiesigen Standort schien damals von der Stadt Starnberg nicht so gewünscht“, sagte Rudolf Houdek heute. Die Produktion ging also nach Norden, aber die Muttergesellschaft mit Verwaltung und Vertrieb blieb in Starnberg, was auch so bleiben soll. Insgesamt macht die GmbH pro Jahr 125 Millionen Euro Umsatz und beschäftigt 480 Mitarbeiter. Sie gehört zu den Top 20 ihrer Branche in Deutschland. Mit Blick auf die Zukunft wollen Rudolf und Robert Houdek nun aber für sich und ihre Familien ein zweites Standbein entwickeln, das „moosaik“. Der neue GmbH-Firmensitz, möglichst konzentriert auf der Fläche des schon lange leer stehenden Wohnheims für damalige Mitarbeiter sowie der beiden Alu-Garagen nördlich der Petersbrunner Straße, sollte, wenn es nach ihren Wünschen geht, bereits in sechs Jahren fertig sein. Dann feiert die Firma Houdek nämlich ihr 100jähriges Bestehen. Dem fast

wie ein ganz neues Stadtviertel anmutenden Projekt auf dem Gelände der alten Produktions- und Verwaltungsgebäude auf der Südseite sowie auf dessen Nachbarflächen, räumt man noch zwei weitere Jahre Bauzeit ein. Das sollte 2028 bezogen werden können.
Ein schwieriger Weg sei es bis heute gewesen, resümierte Rudolf Houdek. Die Firmengrundstücke waren in der Hand ihrer Väter und sollten nach dem Umzug der Produktion nach Arzberg an einen Investor verkauft werden. Das habe ihm und seinem Cousin Robert Kopfzerbrechen und schlaflose Nächte beschert, bis sie sich „mutig“ entschlossen hätten, in letzter Minute in den schon fertigen Kaufvertrag einzusteigen. Danach gab es viele Anfragen von Interessenten für die Flächen, deren Einzelhandelsprojekte jedoch nicht auf die Zustimmung der politischen Gremien der Stadt Starnberg stießen. Wer sich erinnert: Damals arbeitete der Stadtrat nach der erfolgreichen Verabschiedung des Rahmenplans für die Stadt an einem „Campus Starnberg Plan“ zur Entwicklung des Gewerbegebietes, hin zu einem hochwertigen Hightech-Standort. Einzelhandel war da nicht erwünscht. Die Pläne waren schön, hatten nur den Schönheitsfehler, dass sie nicht auf die Zustimmung der Grundstückseigentümer stießen und somit nur in äußerst bescheidenem Umfang überhaupt realisiert wurden. Am Ende der Petersbrunner Straße blieb alles wie es war. Der Ausdruck des Volksmunds „Vereinigte Hüttenwerke“ spricht für sich. Dort haben sich zahlreiche kleinere Firmen angesiedelt, denen im geplanten neuen Quartier wieder Flächen angeboten werden sollen. „Uns wurde klar, das wir ohne unsere Nachbarn nichts entwickeln würden können“, so Rudolf Houdek. Gewonnen haben sie inzwischen Carl Ferdinand Baasel, Harald Wimmer, Josef und Peter Kirchmayr sowie Monika und Peter Hauser. Mit ihnen schlossen sie sich zur „Interessengemeinschaft der Grundstückseigentümer“ zusammen und machten sich auf die Suche nach Bauprofis und sonstigen Experten, die helfen können, die Idee für das Projekt, das die Umgebung der Moosstraße aufwertet, das Gebiet mit dem See verbindet, Unternehmen attraktive Standorte und den Menschen Arbeitsplätze, bezahlbare Wohnungen, öffentliche Einrichtungen und ein vielfältiges Freizeitangebot bietet, zu realisieren. Die sind inzwischen gefunden: Die Scherbaum Unternehmensgruppe, Bernd Schwarz Projektentwicklung, die Kommunikationsberaterin Alexandra Goldfuss und für Kommunikation & Konzepte „textbau.media“. Architekt soll Klaus Kehrbaum aus München sein.
Robert Houdek war es wichtig, darauf hinzuweisen, dass er und sein Cousin nicht nur ein Studium absolvieren mussten, sondern von ihnen auch der erfolgreiche Abschluss einer Metzgerlehre verlangt worden war, bevor sie ins Geschäft einsteigen durften. Ihre grundlegende Erfahrung deshalb: „Wichtig waren immer die Leute – die Firma besteht nur aus Menschen.“ Motivierte Mitarbeiter bekomme man jedoch nur, wenn man mit besonderem Charme punkten könne, besonders in einem Ballungsraum wie rund um München. Deshalb solle „moosaik“ eben auch Wohnungsangebote und Möglichkeiten der Kinderbetreuung sowie für die Einnahme eines Mittagstisches integrieren. So muss im ersten Schritt nun der Bebauungsplan geändert werden, der diese Nutzungen nicht ohne weiteres zulässt. Eingedenk der Tatsache, dass Houdek der erste Betrieb gewesen sei, der Bio-Produkte auf den Wurstmarkt gebracht und auf Regionalität geschaut habe, der in Arzberg ein Energieeffizienzprogramm auflegte, sprich: an die folgenden Generationen denke, sollen für das neue Quartier nur energiesparende Baukonzepte, Energieeffizienz, naturbelassene, ökologisch vertretbare Baumaterialien und langlebige Innenaustattungen in Betracht kommen. Eine entscheidende Rolle müsse der Baustoff Holz spielen. Teil der Planung sei auch ein hochwertiges Freiraumkonzept. „Wir wollen und stehen für Qualität“, versicherte Robert

Houdek. Ihr Projekt solle Impulse geben für die Entwicklung des Umfeldes. Er und sein Cousin hätten sich zudem Gedanken gemacht über Verbindungen vom neuen Quartier zum See. Erste Visualisierungen ihrer Ideen zeigen eine Brücke, die die Bundesstraße 2 überspannt und so Gelegenheit gibt, vom heutigen Gewerbegebiet zu Fuß oder per Rad den See zu erreichen. Richtig festgelegt sei aber noch nichts. Politik und Bürgerschaft würden einbezogen und sollten ständig über den Stand der Planungen informiert werden. Am 23. Januar 2020 erfolge die Präsentation im Bauausschuss des Stadtrates, bis 2022 hoffe man einen Bebauungsplan als Grundlage für den Baubeginn zu haben, um dann 2028 ferig zu werden. „So unser idealtypischer Pfad“, schloss Robert Houdek. Bürgermeisterin Eva John fand, die Familie sei „sehr, sehr mutig – und Mut muss belohnt werden“. Houdeks hätten nicht nur für sich gedacht, sondern die Nachbarschaft eingebunden und überzeugt, die besonderen Potenziale des Gewerbegebietes zu schätzen. Entstanden sei durch laufende Gespräche zwischen Rathaus und Eigentümern ab April 2015 eine Planung „die begeistert – wirklich absolut schön, was hier entstehen kann. Das wird ein städtebaulich hochwertiger Standort“. Der Stadtrat habe bei der Vorstellung im November schon seine Zustimmung erkennen lassen, auch zu dem Mix an Nutzungen, so dass im 35000 Quadratmeter umfassenden Quartier viele Aufgaben erfüllt werden könnten. John bedankte sich dafür, dass die Eigentümer hohe Verantwortung zeigen. Diese wollen die Grundstück übrigens in eigener Hand behalten. Das Projekt zeuge von großem Unternehmergeist und von Heimatverbundenheit. Beitrag der Stadt werde sein, es gern und zügig auf seinem Weg zu begleiten. Der erste Meilenstein sei bereits erledigt – der Aus- und Umbau der Petersbrunner Straße. „Auftakt für eine ganz besondere Quartiersentwicklung“, freute sich John.

 

 

 

Terminverschiebung

Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

B 2 – Nordzulauf Tunnel Starnberg: WETTERBEDINGTE ZWEITÄGIGE VERSCHIEBUNG des Starts der neuen Verkehrsphase: NEUER BEGINN der „2 + 1-Lösung“ JETZT am 21. JULI

 

Neue provisorische Verkehrsführung auf der B 2 Münchner Straße zwischen Perchastraße und Uhdestraße: AUFGRUND DER WETTERPROGNOSEN ERFOLGT EINE VERSCHIEBUNG UM ZWEI TAGE NACH HINTEN. Für die stadtauswärts fahrenden Verkehrsteilnehmer bleiben wie gewohnt zwei Fahrstreifen bestehen. Von der BAB 952 kommend stadteinwärts NEU AB MITTWOCH, 21. JULI für voraussichtlich vier Wochen nur ein Fahrstreifen zwischen Perchastraße und Uhdestraße. Einfahren in Uhdestraße von der B 2 aus allen Richtungen nicht möglich. Umfahrung via Perchastraße.

 

Wie bereits angekündigt steht mit der „2 + 1-Lösung“ der Beginn einer neuen Verkehrsphase in Starnberg unmittelbar bevor.

Nach jetzigem Stand besteht laut Wetterprognosen bis einschließlich kommenden Montag nur eine geringe Chance für die fachgerechte Ausführung der gelben Markierungsarbeiten, da unter schlechten Wetterbedingungen nicht gearbeitet werden kann.

Es erfolgt daher eine zweitägige Verschiebung des Starts der oben beschriebenen Verkehrsphase wie folgt: die Baustelleneinrichtung wird jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit von Dienstagabend, 20. Juli auf Mittwochfrüh, 21. Juli 2021 ausgeführt werden. Somit beginnt die bereits angekündigte Spurwegnahme stadteinwärts von Dienstag, den 20. Juli ab ca. 20:00 Uhr auf Mittwoch, den 21. Juli 2021.

 

Aufgrund der turbulenten Wetterlagen kann sich der Zeitplan zur Ausführung der anstehenden Arbeiten in den kommenden Wochen und Monaten erneut verändern. Darüber wird das Staatliche Bauamt Weilheim rechtzeitig informieren.

(Siehe auch Fahrstreifen werden reduziert)

Tunnel: Infocenter öffnet wieder

Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

In zweiter Jahreshälfte durchgehend jeden letzten Donnerstag im Monat für zwei Stunden wieder geöffnet. Start ist am 29. Juli von 16:00 – 18:00 Uhr.

Vermehrte Bürgeranfragen in jüngster Zeit in Verbindung mit stark gesunkenen Inzidenzwerten in Stadt und Landkreis Starnberg ermutigen das Team Tunnel Starnberg zur Wiedereröffnung des Infocenters in der Münchner Straße/Ecke Strandbadstraße beim Landratsamt.

„Wir freuen uns, der Bevölkerung fünf Öffnungstermine in der zweiten Jahreshälfte 2021 anbieten zu können“, zeigt sich Raphael Zuber, Abteilungsleiter Bergmännischer Tunnelbau beim Staatlichen Bauamt Weilheim und verantwortlich für den Tunnel Starnberg, erfreut. „Wir starten am 29. Juli von 16:00 bis 18:00 Uhr. Weitere Öffnungstermine sind der 26. August, der 30. September, der 28. Oktober und der 25. November – jeweils für zwei Stunden von 16:00 – 18:00 Uhr“, führt Zuber weiter aus.

Das Team Tunnel Starnberg wird die gängigen Hygieneregeln sowie die Vorschriften vorgesetzter Behörden dabei umsetzen und freut sich auf rege Nutzung dieses bewährten Instruments der direkten Bürgerkommunikation.

Kultursommer 2021

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Die Durststrecke war lang für das Publikum und vor allem für die Kulturschaffenden. Jetzt dürfen Musikerinnen und Künstlerinnen endlich wieder loslegen. Die Stadt Starnberg schafft dafür diesen Sommer die passenden Voraussetzungen.
Zahlreiche Städte planen aktuell unter dem bundesweiten Motto „Kultursommer“ Freilichtveranstaltungen, um gemeinsam ein Zeichen für einen kulturellen Neustart zu signalisieren.
So auch die Stadt Starnberg. Der „Kultursommer Starnberg“ will Künstlerinnen und Kulturschaffende eine Bühne geben und ihnen zu mehr Sichtbarkeit verhelfen. Am 8. Juli 2021 startet der Starnberger Kultursommer 2021 mit einem vielfältigen und bunten Programm. Es warten stimmungsvolle Open-Air-Veranstaltungen auf die Besucherinnen, darunter Konzerte, Lesungen, Kinderprogramme, Ausstellungen und Schauspielabende.

Inhaltlich punktet der „Kultursommer Starnberg“ mit einer guten Mischung aus regionalen und überregionalen Konzertformaten, originellen Spielorten und bewusst klein gehaltenen Aufführungsformaten. Gerade dieses Konzept bietet Künstler*innen und Publikum trotz Corona-Einschränkungen ein besonderes Nähe-Erlebnis, das alle lange vermisst haben.

Hierfür wurden neue Spielstätten in Starnberg geschaffen, um den Besucherinnen und Besuchern einen sicheren Veranstaltungsbesuch zu ermöglichen. Neben dem Schlossgarten und dem Garten im Museum Starnberger See, werden auch am Gelände des Münchner Ruder- und Segelvereins Veranstaltungen stattfinden. Seeblick inklusive!
Die ausgewählten Spielorte unter freiem Himmel schaffen eine besondere Atmosphäre und ermöglichen es dem Publikum, Kultur mit allen Sinnen zu erleben und zu spüren.


Doppelter Kulturgenuss
Jedes erworbene Ticket für eine Veranstaltung des Starnberger Kultursommers ist gültig als Ein- trittskarte für eine Person ins Museum Starnberger See in den Monaten Juli und August. Ein wun- derbarer Anlass die aktuelle Ausstellung „Im Schein der Sterne“ zu besuchen.


Ticketverkauf
Die Karten können entweder online über die Veranstaltungsseite der Stadt Starnberg oder im Museum Starnberger See erworben werden.

Der Vorverkauf beginnt jeweils drei Tage vor der Veranstaltung. Bei Schlechtwetterprognose für den geplanten Veranstaltungstag wird automatisch der Ersatztermin zum Verkauf gestellt. Es gibt keine Abendkasse, die Tickets können jedoch bis zum Einlassbeginn online als Direkt-Ticket erworben werden. Der Ticketverkauf erfolgt personalisiert und mit fest zugeschriebenen Sitzplätzen bzw. Sitzgruppen (in Einzel-, Doppel- oder Viererplätzen). Die Tickets sind nicht übertragbar.
Kauftickets zu den Konzerten werden über Faire Tickets abgewickelt und können online oder im Museum Starnberger See mit verschiedenen Zahlungsmethoden gekauft werden. Die Tickets werden digital mit einer QR-Code-Kennung ausgestellt und ermöglichen eine kontaktlose Einlassabwicklung via Scan.
Registrierungstickets (bei Veranstaltungen mit freiem Eintritt) werden über den Anbieter pretix angeboten. Besucherinnen müssen für jeden Veranstaltungsbesuch eine Sitzplatzreservierung vornehmen und bekommen ebenfalls einen QR-Code, der beim Einlass eingelesen wird. Pretix-Registrierungen können ebenfalls im Museum Starnberger See ausgestellt werden. Bei beiden Ticketvarianten werden konform zu den Corona-Bestimmungen die Kontaktdaten erhoben. Gemäß den Datenschutzrichtlinien werden diese Daten von den beauftragten Dienstleistern Faire Tickets und pretix nach Ablauf der Frist automatisch gelöscht.

Ticketermäßigungen: Das ermäßigte Ticket gilt für Schüler, Studenten, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Menschen mit Beeinträchtigung gegen Vorlage des entsprechenden Nachweises. Darüber hinaus greift das „Kurzarbeiterticket“ zur finanziellen Entlastung für Personen, die sich in Kurzarbeit befanden/befinden (Verkauf erfolgt auf Vertrauensbasis). Corona Bestimmungen für den Konzertbesuch An allen Spielorten erfolgt der Einlass kontaktlos mittels QR-Code-Scan am ausgeschilderten Haupteingang. Es gelten im Innen- wie Außenbereich die aktuell gültigen Hygiene- und Abstands- bestimmungen. Auf dem gesamten Gelände gilt im Innen- wie auch Außenbereich die AHA-Regel: 1,5 Meter Abstand, Hygiene und Maske. Die FFP-2-Maske darf am Sitzplatz abgenommen werden. Die Sitzplätze sind dabei so angeordnet, dass die nötigen Abstände eingehalten werden. Die durch den Ticketverkauf registrierten Kontaktdaten dienen der Nachverfolgung der Infektionsketten und dürfen zu diesem Zweck an das Gesundheitsamt weitergegeben werden. Wichtiger Hinweis für Besucherinnen der Konzerte im Schlossgarten: Bitte beachten Sie, dass sich für diesen Spielort die sanitären Anlagen in der Schlossberghalle befinden und der direkte Weg zwischen der Veranstaltungsstätte und der Schlossberghalle nicht barrierefrei ist.

Ersatztermine bei schlechtem Wetter
Bei schlechtem Wetter finden die Veranstaltungen zu den angegebenen Ersatzterminen statt. Die Veranstaltung wird 72 Stunden vor dem geplanten Konzert je nach Wetterprognose zugesagt oder auf den angegebenen Ersatztermin verschoben. Sollte der zweite Termin wetterbedingt ebenfalls abgesagt werden müssen, entfällt die Veranstaltung. Die gekauften Tickets werden in diesem Fall zurückerstattet.

Fahrstreifen werden reduziert

Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

B 2 Nordzulauf Tunnel Starnberg – neue Verkehrsphase vom 19.07. bis 13.08.: „2 + 1“-Lösung zw. Perchastr. und Uhdestr.: 2 Fahrstreifen stadtauswärts, 1 Fahrstreifen von BAB 952 kommend stadteinwärts

 

Neue provisorische Verkehrsführung auf der B 2 Münchner Straße zwischen Perchastraße und Uhdestraße: Für die stadtauswärts fahrenden Verkehrsteilnehmer bleiben wie gewohnt zwei Fahrstreifen bestehen. Von der BAB 952 kommend stadteinwärts für vier Wochen nur ein Fahrstreifen zwischen Perchastraße und Uhdestraße. Einfahren in Uhdestraße von der B 2 aus allen Richtungen nicht möglich. Umfahrung via Perchastraße.

 

In der Nacht von Sonntag, den 18. Juli auf Montag, den 19. Juli 2021 erfolgt die Baustelleneinrichtung für die neue Verkehrsphase am künftigen Nordzulauf des Tunnels. Die konkrete Maßnahme ab Montag, den 19. Juli lässt sich wie folgt beschreiben:

Auf der B 2 Münchner Straße zwischen Perchastraße und Uhdestraße bleiben für die stadtauswärts fahrenden Verkehrsteilnehmer wie gewohnt zwei Fahrstreifen bestehen. Von der BAB 952 kommend stadteinwärts wird für vier Wochen ein Fahrstreifen zwischen Perchastraße und Uhdestraße auf einer Strecke von ca. 150 m weggenommen. Es bleibt somit stadteinwärts ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Das Einfahren in die Uhdestraße von der B 2 aus allen Richtungen ist nicht möglich:

Von der Autobahn kommend kann bis mindestens 13. August 2021 – bedingt durch die neue Verkehrsphase – nicht mehr links in die Uhdestraße eingebogen werden. Die Umfahrung erfolgt über die Perchastraße. Bei Fahrtrichtung stadtauswärts auf der B 2 Münchner Straße und von der Gautinger Straße kommend kann ebenfalls nicht in die Uhdestraße eingefahren werden. Für die betroffenen Anlieger der Uhdestraße wird ein Ausfahren von der Uhdestraße in die B 2 in jede Fahrrichtung möglich sein.

„2 + 1“-Lösung

Eine „2 + 1“- Lösung ist aus Gründen der Arbeitssicherheit für die vor Ort arbeitenden Bauarbeiter zwingend erforderlich, da für die anstehenden Arbeiten in bestimmte Grundstücke kaum eingegriffen werden kann, die fortlaufenden örtlichen Tankstellenbetriebe zu berücksichtigen sind und das Baufeld in diesem Bereich räumlich extrem eingeschränkt ist.

Hintergrund für die baulichen Eingriffe ist, dass das Bauteam Mitte Juli von der Nordseite der B 2 mit seinen Aktivitäten auf die Südseite der B 2 wechseln wird. Die Bauarbeiten werden sich von der B 2 aus auch ca. 20 m in den Einmündungsbereich auf die östliche Seite der Uhdestraße hinein erstrecken, weshalb die Linksabbiegung auf der B 2 nicht aufrechterhalten werden kann.

Zur Ausführung stehen an:

Erneuerung des Gehwegs auf südlicher Seite der B 2 und ca. 20 m auf der östlichen Seite der Uhdestraße im Kreuzungsbereich zur B 2. Erneuerung der Straßenentwässerung, Verlegung von Leerrohren sowie Spartenneu- und Umverlegungen. Im Vorfeld werden betroffene Anlieger direkt informiert.

Fußgänger werden auf die Nordseite der B 2 umgeleitet. Sie haben folgende zwei Querungsmöglichkeiten: eine beim Landratsamt (MAHAG) und eine vor der Gautinger und Uhdestraße.