Stadt mit Bahn einig

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Nach intensiver, knapp zweijähriger Verhandlungszeit haben sich die Stadt Starnberg sowie die DB auf einen außergerichtlichen Vergleich zur Beendigung der anhängigen Schadenersatzklage über 170 Mio. Euro geeinigt, welche die DB im Dezember 2019 eingereicht hat. Die Einigung wurde am 22.12.2022 notariell beurkundet. Der Stadtrat hat dem Vertragsentwurf bereits am 12.12.2022 mit nur einer Gegen- stimme zugestimmt. Über die noch erforderliche Zustimmung des Vorstandes der DB AG soll im Januar 2023 entschieden werden.

Nach knapp zweijähriger Verhandlungszeit konnte somit ein für alle Seiten zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden, mit dem Ziel, den Bahnhof nach aktuellen Erfordernissen, insbesondere im Hinblick auf Barrierefreiheit, umzubauen und die Flächen, die nach dem Umbau von Bahnanlagen frei werden, optimal städtebaulich zu behandeln.
Auch im Hinblick auf die Finanzierung, einer der offensichtlich entscheidenden Punkte der Verhandlungen, konnte ein Weg gefunden werden, der den Parteien eine Einigung ermöglicht hat. Ob dieser Weg tragfähig ist, muss das kommende Jahr zeigen.

Erster Bürgermeister Patrick Janik zeigt sich optimistisch: „Auch, wenn klar ist, dass die jetzt gefundene Einigung mit der DB nur die halbe Miete ist, freue ich mich zunächst mal über diesen wichtigen Schritt. Vor allem bin ich der Ansicht, dass die jetzt gefundene technische Lösung ein Riesengewinn für die Stadt wäre. Ich muss mich an dieser Stelle bei unseren Verhandlungspartnern auf Seiten des DB Konzerns für die zwar hart, aber immer fair und konstruktiv geführten Verhandlungen bedanken. Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen und ich freue mich darauf, dies nun auch endlich unseren Bürgerinnen und Bürgern vorstellen zu können.“

Anfang kommenden Jahres soll es zunächst ein Pressegespräch zu den wesentlichen Vertragsinhalten geben. Diese sollen zudem auch im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgestellt werden.

Siehe auch Offener Brief von SzS

Museum und Bücherei weniger offen

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Auf Grund der angespannten Haushaltslage müssen die Öffnungszeiten in der Stadtbücherei Starnberg und im Museum Starnberger See ab Montag, 09. Januar 2023 reduziert werden.
Die Stadtbücherei schließt dann mittwochs bereits eine Stunde früher um 18 Uhr, donnerstags hat die Bücherei zukünftig nur noch nachmittags zwischen 14 bis 18 Uhr geöffnet. An allen anderen Tagen bleiben die bisher gültigen Öffnungszeiten bestehen.


Das Museum Starnberger See hatte bisher dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Zukünftig hat das Museum dienstags geschlossen. Mittwochs und freitags hat es ab dem 09. Januar von 14 bis 18 Uhr geöffnet, samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr.


Die neuen Öffnungszeiten ab 09. Januar 2023 im Überblick:


Stadtbücherei:
Dienstag und Freitag: 10 bis 18 Uhr Mittwoch und Donnerstag: 14 bis 18 Uhr Samstag: 10 bis 13 Uhr


Museum Starnberger See:
Mittwoch bis Freitag: 14 bis 18 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage: 11 bis 18 Uhr
Sonderöffnungszeiten für Schulklassen und Hochzeiten sind auch weiterhin möglich.

Öffnungszeiten Stadtbücherei

Die Stadtbücherei Starnberg ist vom 27.12 bis 30.12.2022 sowie vom 03.01 bis 05.01.2023 zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet.


An folgenden Tagen ist die Stadtbücherei Starnberg geschlossen:
 Samstag, 24.12.2021 (Weihnachten)
 Samstag, 31.12.2021 (Silvester)
 Freitag, 06.01.2023 (Heilige Drei Könige)
 Samstag, 07.01.2023

Das digitale Angebot der Stadtbücherei Starnberg im Biblioplus-Verbund steht allen Büchereinutzern auch während der Feiertage rund um die Uhr zur Verfügung und versorgt sie mit E-Books, Hörbücher sowie Zeitschriften.
Bei Fragen können sich Interessierte während der Öffnungszeiten unter Tel: 08151/3049 an das Büchereiteam wenden oder eine E-Mail an buecherei(at)starnberg.de schreiben.

Ferienaktionen im Museum

Weihnachtsferienprogramm im Museum Starnberger See

Auch in den Weihnachtsferien bietet das Museum Starnberger See ein vielfältiges Programm.


27.12.2022 bis 01.01.2023: Escape Room
In der Weihnachtszeit verwandelt sich das historische Haus des Museums erneut zu einem Escape Room. Mit spannenden Knobeleien und interessanten Fakten über das Lochmannhaus kommen rätselfreudige Besucherinnen, Besucher und Familien auf ihre Kosten. Ziel ist es, den Störenfried des Lochmannhauses zu entlarven und den Weg aus dem Lochmannhaus zu finden. Um am Escape Room teilzunehmen, lohnt sich eine kurze Anmeldung telefonisch unter 08151/447757-0.

03.01.2023, 11 bis 12 Uhr: Lesevormittag im Museum ab sechs Jahren
Gemeinsam lesen wir spannende Wintergeschichten auf Empfehlung der Stadtbücherei Starnberg und lassen uns in andere Welten entführen. Daraufhin basteln wir und begrüßen das neue Jahr 2023.


06.01.2023, 12 bis 14 Uhr: Schreibwerkstatt ab zehn Jahren
Elfchen, Gedichte, Geschichte – wir lernen in unserer kleinen Schreibwerkstatt unterschiedliche Arten von Texten kennen. Nach einer kleinen Führung durch das Museum erwecken wir ein Objekt in einer selbst gewählten Textform zum Leben. Zur Vorleserunde sind auch die Eltern herzlich eingeladen.

Offener Brief von SzS

Der Vorstand des Bürgervereins „Schöner zum See“ (SzS) um die Vorsitzende Iris Ziebart hat einen offenen Brief an Bürgermeister Patrick Janik und die Stadträte geschrieben. Hintergrund ist die am vergangenen Montag hinter verschlossenen Türen stattgefundene Stadtratssitzung zum Thema Seeanbindung und Bahnklage, in deren Verlauf laut Tagesordnung bereits eine Vereinbarung mit der Bahn abgesegnet worden sein soll:

Offener Brief​​​​​​​​      ​18.12.2022

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,

 

seit Jahren verhandelt die Stadt mit der Deutsche Bahn (DB) über die Konsequenzen des Bahnvertrages von 1987. Wir hatten noch Verständnis, dass diese Verhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf Druck der DB geführt werden mussten. Wir haben aber kein Verständnis mehr dafür, dass das nun verhandelte Ergebnis vor einer Bürgerbeteiligung bereits in nichtöffentlicher Sitzung im Stadtrat am 12.12.2022 entschieden wurde und wir als Bürgerverein auch nicht mitwirken durften.

 

Beschlossen wurde eine „Vergleichs- und Realisierungsvereinbarung mit der DB zum Umbau von Bahnanlagen am Bahnhof Starnberg See“.(s.Tagesordnung)

 

Ist dies das Demokratieverständnis unseres Bürgermeisters und aller Stadträte? Ist dies die allseits versprochene Transparenz? Erst Recht bei einem Thema derartiger Tragweite für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger für die nächsten Jahrzehnte?

Wir fordern eindringlich umgehend bis Ende Januar 2023 die Starnberger Bürgerinnen und Bürger darüber in einer öffentlichen Versammlung zu informieren:

 

1. Wie sieht die Neugestaltung der Bahnanlagen am Bahnhof See aus?

2. Welche Änderungen der Gleisanlagen sind vorgesehen?

3. Welche städtebaulichen Konsequenzen hat dies für die Bahnhöfe See und Nord?

4. In welchem Zeitraum soll das Projekt realisiert werden?

5. Welche finanziellen Konsequenzen hat diese Vereinbarung für die Stadt Starnberg, welchen Beitrag leistet die DB, wieviel muss die Stadt Starnberg bezahlen?

6. Wer bezahlt die Gestaltung der Stadt- und Seepromenade? Wann wird das sein??

 

Es liegt jetzt an Ihnen Bürgerbeteiligung zu leben und nicht eine weitere Politik-Verdrossenheit zu fördern. Denn nur über Information kann die zukünftige Akzeptanz in der Bürgerschaft zu diesem Projekt erzielt werden.

 

Zwei Bohrungen mehr

Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

B 2 Tunnel Starnberg – Weitere Erkundungsbohrungen zur Nacherkundung der Grundwasserverhältnisse im Starnberger Süden

ZWISCHENBILANZ – FORTSETZUNG ab MITTE JANUAR 2023

Wie kommuniziert startete am 14. November 2022 das fünfte Bohrprogramm für den Tunnel Starnberg.

Zwischenbilanz:

Die Aktivitäten an den Bohrstellen 1, 2, 3, 4, 6 und 7 werden bis Weihnachten abgearbeitet sein.  

Aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen kommt es zu Verzögerungen im Ablauf des 5. Erkundungsprogrammes.

Die Arbeiten an den Bohrstellen 5, 8, 9, 10, 11, und 12 – werden auf den Zeitraum vom 16. Januar bis zum 3. Februar 2023 verschoben.

Zwei neue Bohrstellen

Im neuen Jahr wird ergänzend an zwei neuen Stellen gebohrt. Konkret ist dies an einer weiteren Stelle auf dem Areal der Zentralen Baulogistik sowie an der Kreuzung Jahnstraße/Waldstraße. Diese Bohrstellen führen die Nummern 13 und 14. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Bohrstellen auf 14.

Unmittelbar betroffene Bürgerinnen und Bürger erhielten vom Staatlichen Bauamt Weilheim im Vorfeld per Posteinwurf eine auf die jeweilige Betroffenheit bezugnehmende aktualisierte Anwohnerinformation. Konkret sind dies die Anwohnerinnen und Anwohner

  • der Emslanderstraße 23 – 45 (Bohrstelle 11)
  • der Weilheimer Straße 15 c, d, e und f (Bohrstelle 9)
  • der Jahnstraße 8 / des Heimstättenweges 10 sowie des Montessori-Kinderhauses (Bohrstelle 8)
  • am Kreuzungsbereich der Jahnstraße mit der Waldstraße (Bohrstelle 14)  

Das Team Tunnel Starnberg bedankt sich bei der Starnberger Bevölkerung für das bisher entgegengebrachte Verständnis und bittet für den weiteren Verlauf der Arbeiten im Rahmen des 5. Erkundungsprogrammes um selbiges.

Ausblick

Untersuchung des Grundwasserleiters im Anschluss

Nach bzw. während der beschriebenen Bohrungen, die mit dem Einrichten von Grundwassermessstellen enden, schließen sich Pumpversuche an. Pro Grundwassermessstelle werden diese im Schnitt ca. 3 – 5 Tage dauern. Dadurch wird zeitlich begrenzt ein konstanter Absenktrichter um die betroffene Grundwassermessstelle geschaffen. Nach Ende dieser Pumpversuche wird sich an den betroffenen Stellen der natürliche Grundwasserspiegel wieder auf das vorherige Niveau einstellen.

Aus den begleitenden Messungen zur entnommenen Wassermenge und Absenktiefe lassen sich wichtige Kennwerte wie Durchlässigkeit und Ergiebigkeit des für den künftigen Tunnel relevanten Grundwasserleiters, in Fachkreisen „Aquifer“ genannt, ermitteln.

Eine Infografik zum Gesamtplan der Bohrstellen kann über die Homepage des Staatlichen Bauamtes eingesehen werden.

Marionettentheater 2022

Das Starnberger Marionettentheater zeigt die abenteuerliche Seegeschichte „Ammerprinz und Würmseekönig“


Am kommenden Samstag, 17. Dezember 2022 findet um 15:00 Uhr die erste Aufführung der aktuellen Inszenierung „Ammerprinz und Würmseekönig“ des Starnberger Marionettentheaters statt. In gewohnter Manier trifft man hier auf einen beherzt agierenden Kasperl Larifari, der allerlei Späße
auf der Bühne treibt und nebenbei noch die Welt rettet – zumindest aus seiner Sicht. Kasperl ist der typische „Held zweiter Klasse“: er möchte zwar einerseits ein Held sein, die Tapferkeit schwindet aber sofort, wenn es allzu gefährlich wird. Gut, dass ihn sein Gefährte, Nordlicht Jan, begleitet und dafür sorgt, dass neben der Rettung der Welt auch dem Kasperl nichts passiert. Aber was ist eigentlich geschehen?


In einer fernen Zeit… als es noch keine Eisenbahn, keine Autos und keine Computer gab, da ereignet sich am Würmsee – so hieß der Starnberger See früher – ein schier unglaubliches Drama. Der See verliert plötzlich sein Wasser und droht nahezu auszutrocknen. Die Bevölkerung ist ratlos, denn der See hat scheinbar ein Loch! Also macht sich der mutige Kasperl Larifari gemeinsam mit
Jan auf den Weg, um als Taucher den Ob ihre Mission erfolgreich sein wird?


Das Stück „Ammerprinz und Würmseekönig“ stammt aus der Feder von Margit Hofstetter. Es wurde bereits 2002 geschrieben und durch das Starnberger Marionettentheater uraufgeführt. Das Stück ist für junges und älteres Publikum sowie für Kinder ab 6 Jahren geeignet.

Weitere Vorstellungen folgen im Januar:
Fr, 06.01. um 15:00 Uhr
Sa, 07.01. | So, 08.01. | Sa, 14.01. | So, 15.01.
Sa, 21.01. | So, 22.01. | Sa, 28.01. | So, 29.01.
jeweils samstags um 15:00 Uhr und sonntags um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr

Veranstaltungsort: Theatersaal „Alte Oberschule“, (VHS Gebäude, 1. OG), Bahnhofsplatz 14, 82319 Starnberg
Kartenpreis: Erwachsene 10,-€ // Kinder 5,-€


Schlossberghallenverwaltung
Tel.: 08151 772-170 oder -159
E-Mail: schlossberghalle(at)starnberg.de


Kartenvorverkauf
Tourist Information Starnberg
Hauptstr. 1, 82319 Starnberg
Tel.: 08151 90600
E-Mail: touristinfo(at)starnbergammersee.de

Verkauf nur mit Termin möglich

Zum Hintergrund:
Das Starnberger Marionettentheater ist eine der ältesten kulturellen Einrichtungen der Stadt Starnberg. Seit mittlerweile 36 Jahren bespielen ehrenamtliche Mitglieder die kleine Bühne im Theatersaal „Alte Oberschule“ und begeistern damit ein junges und junggebliebenes Publikum.
Zu verdanken ist die jährliche Darbietung zum einen Arnulf Gnam, der der Stadt Starnberg seine Marionetten-Sammlung vermachte, zum anderen Egon Blädel, der 1986 das erste Ensemble des Starnberger Marionettentheaters gründete.

FDP verlangt Antworten

Mit einer Pressemitteilung hat der Starnberger FDP-Ortsverband Stellung genommen zur Reaktion von Bürgermeister Patrick Janik auf den ihm von den Liberalen vorgelegten Fragenkatalog. Wie berichtet ging es dabei um Fragen von Bürgern rund um das Projekt B2-Tunnel (siehe Kein B2 Tunnel vor 2032).

Hier der Wortlaut der Pressemitteilung:

Bürgermeister vertagt Antworten auf Bürgerfragen und schadet der Akzeptanz für den Tunnel

 

Am 15. November 2022 hat die FDP Stadträtin Anke Henniger beim Bürgermeister fristgemäß einen Antrag eingereicht. Die Stadtverwaltung hat diesen Antrag in folgenden Beschlussvorschlag umgewandelt:

„Der Stadtrat beauftragt die Verwaltung, alle Antworten zu Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zum B2 Tunnel, die keine datenschutz – oder wettbewerbsrechtlichen Belange berühren, zu veröffentlichen.“

Bei Aufruf des Tagesordnungspunktes am 30.11.2022 (gegen 23 Uhr) erklärte der Bürgermeister überraschend, dass er die Vertagung beantragen werde. Er meinte u.a., er habe, die von der FDP gesammelten Bürgerfragen erst kurzfristig erhalten. Trotzdem lobte er sogar einige Fragen, also musste er vom Fragenkatalog Kenntnis genommen haben, und meinte dann sinngemäß, er würde nur gewisse Fragen zulassen wollen (zumal die Verwaltung nicht belastet werden dürfe).

Hierzu erklären die FDP-Vorsitzenden Anke Henniger und Stefan W. Zeil:

Anlässlich der FDP Ortsversammlung am 13.11.2021 lobte der 1. Bürgermeister die sehr konstruktive, überparteiliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der FDP. Auf der FDP Mitgliederversammlung am 24. Mai 2022 erkläre der Herr Bürgermeister öffentlich, dass er weiter auf die FDP zukommen werde. Am 25.07.2022 schickten die neugewählten FDP Ortsvorsitzenden daher ein Gesprächsangebot an den ersten Bürgermeister. Der Bürgermeister hat im Jahr 2022 allerdings alle anvisierten Termine mit der FDP abgesagt. Schriftliche Anfragen zu konkreten Themen hat er nicht beantwortet. Es wurde zuletzt ein Besprechungstermin für den 12. Januar 2023 angeboten.

Die Vertagung des Antrags der FDP zu Bürgerfragen durch den Bürgermeister sieht die FDP vor diesem Hintergrund kritisch. Zumal der Bürgermeister zu Beginn der Stadtratssitzung bereits die langjährige FDP Stadträtin und 3. Bürgermeistern Iris Ziebart, die als Bürgerin eine Frage zu einem Grundstück stellte, abkanzelte. Der unabhängig vom Antrag der Stadträtin Henniger vorgelegte Fragenkatalog ist ein Beispiel für Fragen der Bürger, aber keineswegs abschließend.

Die Vorsitzenden der FDP Starnberg laden daher den ersten Bürgermeister zur Aussprache am 12. Januar 2023 (ab 19:00 Uhr) in das kommunalpolitische Forum der FDP Starnberg ein.

Ergänzend dürfen die FDP Ortsvorsitzenden darauf hinweisen, dass sich der amtierende FDP Vorstand ganz bewusst nicht in eine Richtung bezüglich des B2 Tunnels positioniert hat. Der Vorstand hat jeweils einstimmig beschlossen (1.) Fragen der Bürger zu sammeln und (2.) zuständige Stellen um deren Beantwortung zu ersuchen. Dabei spielt es aus Sicht der Freien Demokraten auch keine Rolle, welche Position ein Einzelner zu dem Tunnel Projekt einnimmt. Alle Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch darauf, dass ihre Fragen ernst genommen und von den verantwortlichen Stellen beantwortet werden.

Dem Verhalten des 1. Bürgermeisters entspricht leider nicht dem von ihm vor und nach seiner Wahl versprochenen „neuen Stil“ in der Stadtpolitikzumal er selbst eingeräumt hat, dass eine Reihe von Fragen durchaus berechtigt seien. Soweit der 1. Bürgermeistersder Auffassung ist, einzelne Fragen seien doch bereits beantwortet, wäre es der Verwaltung ja ein leichtes gewesen, hierzu in der Sitzungsvorlage präzise auszuführen. Der Hinweis auf eine angebliche Überlastung der Verwaltung ist angesichts der Bedeutung des Themas fadenscheinig. Mit dieser Art und Weise des Umgangs wird auch ehrenamtliches Engagement derjenigen erschwert, die sich zum Wohle unserer Stadt engagieren wollen. 

Die Verschiebung der Antworten auf Fragen der Bürger auf unbestimmte Zeit ist kein Beweis von Bürgernähe. Wer so handelt, betreibt die gleiche Geheimniskrämerei wie bei der Zweiten Stammstrecke in München und trägt in keiner Weise zur Akzeptanz eines solchen Jahrhundertprojekts wie dem Tunnel in der Bürgerschaft bei.

Die FDP Starnberg wird weiterhin sachlich Fragen aller Bürgerinnen und Bürger aufgreifen und die zuständigen Stellen um Antworten ersuchen. Der Antrag der FDP wird aufrechterhalten und sollte zeitnah behandelt werden.

Die FDP Starnberg würde sich über einen umfassenden Austausch mit dem 1. Bürgermeister am 12.01.2023 sehr freuen.

Ziebart fragt nach Priorität

Die ehemalige FDP-Stadträtin Iris Ziebart hat in der Sondersitzung des Stadtrates zum Thema Tunnel zu Beginn unter der Rubrik „Bürger fragen“ nachgehakt, warum der Am Wiesengrund seit langem geplante Geschosswohnungsbau sowie Eigentumswohnungen für nicht so betuchte Starnberger schon seit langem auf Eis liegt, sie dagegen in der Zeitung lesen konnte, dass die Flächen der ehemaligen Gärtnerei im Park des Almeida-Anwesens mit noblen Villen für zahlungskräftige Immobilieninteressenten bebaut werden dürfen. Und das schon ziemlich bald. Denn der Bauausschuss hat diese Woche gegen die Stimmen von BMS und WPS trotz überlasteter Bauverwaltung im Rathaus die Aufstellung eines Bebauungsplanes im vereinfachten Verfahren beschlossen. Verwunderlich auch deshalb, weil die Stadt die Gärtnerei-Flächen erst in diesem Jahr mit hohen Kreditmitteln erworben hatte und der Grünzug bisher kein Bauland war. In der lokalen Presse war spekuliert worden, die Stadt könne mit diesem Vorgehen für ihre klammen Kassen bis zu zweistellige Millionenbeträge erlösen. Bürgermeister Patrick Janik versuchte Ziebart abzukanzeln. Sie müsse als langjährige Stadträtin doch den Unterschied zwischen einem rechtskräfigen Bebauungsplan wie am Wiesengrund und einem fehlenden Bebauungsplan wie im Bereich Almeida-Anwesen unterscheiden können. Was dies mit ihrer Frage nach den Prioritäten des Rathauses zu tun habe, machte Ziebart, die selbst erfahrene Architektin ist, ratlos. Welchem der beiden Projekte er nun Priorität einräumt, beantwortete Janik nicht.