WPS beantragt Nachtragshaushalt

Angesichts der absehbaren finanziellen Folgen der Coronakrise hat die WPS-Fraktion des Stadtrates jetzt beantragt, für 2020 dringend einen Nachtragshaushalt zu erstellen und die Finanzplanung 2021 bis 2023 zu aktualisieren. Entscheiden muss über den Antrag der neue Stadtrat, denn in diesem Monat ist keine Sitzung des Ratsgremiums mehr geplant.

Hier der Wortlaut des Antrags von Markus Mooser (WPS), der auch Referent für Finanzen und Leiter des Rechnungsprüfungsausschusses  des bisherigen Stadtrates war:

„Die WPS beantragt bei der Ersten Bürgermeisterin/Verwaltung dringend um Erstellung eines Nachtragshaushalts 2020 sowie Aktualisierung der Finanzplanung 2021-2023.

Begründung:

Deutschland und damit auch die Stadt Starnberg steuert wegen der Coronakrise auf schwere wirtschaftlichen Zeiten zu: Volkswirte führender deutscher Finanzorganisationen sagen einen herben Einbruch der Wirtschaftsleistung um rund fünf Prozent für 2020 voraus. Die Bundesregierung will in einem Nachtragshaushalt 156 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Gegenüber der ursprünglichen Haushaltsplanung des Bundes steigen die Ausgaben damit um 36 Prozent. Nimmt man alle geplanten Maßnahmen des Bundes zusammen, geht es laut Finanzminister Olaf Scholz sogar um 750 Milliarden Euro, die zur Abwendung der Krise eingesetz werden sollen.

Die wirtschaftlichen Folgen werden sich auch bei den Kommunen und damit bei der Stadt Starnberg bereits in 2020 massiv auf der Einnahmeseite im Verwaltungshaushalt auswirken. Es ist davon auszugehen, dass die aus den Steuerschätzungen vom Oktober 2019 für 2020 eingeplanten Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 17,5 Millionen Euro, die Einkommensteuerbeteiligung in Höhe von 21,52 Millionen Euro sowie die Umsatzsteuerbeteiligung in Höhe von 2,1 Millionen Euro so nicht eintreffen werden.

In diesem Zuge ist dringend ein Nachtragshaushalt 2020 zu bilden und eine Anpassung der Finanzplanung 2021-2023 vorzunehmen (idealerweise auf Basis erneuter Schätzungen des Arbeitskreises Steuerschätzung). Dabei sind sämtliche Investitionen und Ausgaben der Stadt Starnberg für 2020 und folgende zu überprüfen und anzupassen – mit welchen noch nicht begonnen wurde und welche nicht umlagefinanziert sind.“

Ab sofort nutzbar – die Semmeltaste

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Die Semmeltaste für Kurzparker an den Parkautomaten in der Starnberger Innenstadt und am Tutzinger-Hof-Platz ist ab sofort nutzbar. Die Semmeltaste kann per „Knopfdruck“ am Parkautomaten bedient werden, ist aber auch per Handyparken nutzbar. 

Der Stadtrat ist in der Sitzung im Februar 2020 dem Antrag eines Starnbergers in der Bürgerversammlung vom November 2019 gefolgt und hat sich für die Einrichtung der Semmeltaste ausgesprochen. Bürgerinnen und Bürger können nun für 30 Minuten kostenlos ihr Fahrzeug im Innenstadtbereich parken . „Es ist praktisch, wenn man sich beispielsweise nur kurz ein Rezept beim Arzt oder ein Medikament in der Apotheke abholen möchte oder kurz Besorgungen erledigt. Auf jeden Fall ein Gewinn für die Kunden und somit auch für die Geschäfte in der Starnberger Innenstadt“, so Erste Bürgermeisterin Eva John.

Wenn ein Autofahrer eine längere Parkdauer als 30 Minuten beabsichtigt, muss regulär ab dem Beginn des Parkvorgangs ein gebührenpflichtiges Ticket gezogen werden.

In der Innenstadt gibt es nun folgende Zeitzonen: Bis 30 Minuten gebührenfrei,
bis 60 Minuten 1 Euro,
bis 120 Minuten 2 Euro.

30 Minuten sind am Tutzinger-Hof-Platz gebührenfrei, bis 60 Minuten kostet es dort einen Euro.

Adolf Pöschl wird 80

Heute feiert der ehemalige CSU-Stadtrat aus Söcking, Adolf Pöschl, seinen 80. Geburtstag. Wegen der Coronakrise wohl eher im kleinen familiären Kreis. Insgesamt 24 Jahre lang hatte Pöschl die Fahne von Söcking im Starnberger Stadtrat von 1984 bis 2008 hoch gehalten. Er meldete sich dort eher selten zu Wort, doch wenn es um Söckinger Belange ging, dann setzte er sich ein. Als Referent für Handel, Handwerk und Gewerbe konnte der Begründer des Autohauses an der Hadorfer Straße/Ecke Riedeselstraße die Sorgen und Nöte der Söckinger Betriebe besonders gut nachvollziehen und deren Interessen gegenüber der Allgemeinheit vertreten. Nachgesagt wurde ihm, er entscheide stets  „mit gesundem Menschenverstand“.

Vollsperrung Prinzeneiche

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Baumaßnahme Neubaugebiet „Am Wiesengrund“:

Sperrung der Prinzeneiche zwischen Waldspielplatz und Am Wiesengrund

Im Rahmen der Baumaßnahmen für das Neubaugebiet „Am Wiesengrund“ muss der Abschnitt der Prinzeneiche zwischen Waldspielplatz und Am Wiesengrund ab 01.04.2020 voll gesperrt werden. Die mit den Erschließungsarbeiten beauftragte Baufirma Glass führt den Wasserleitungsbau sowie die Verlegung des Regen- und Schmutzwasserkanals durch und stellt nach Abschluss der Arbeiten die Straße wieder her. Die Arbeiten sind witterungsbedingt. Die Sperre ist für längere Zeit, voraussichtlich bis Ende Juni notwendig.

Eine Umleitung für Fußgänger und Radfahrer erfolgt während der Baumaßnahme über den Prinzenweg .

Für Anwohner ist die Zufahrt zu ihren Grundstücken während der Sperrung weiterhin möglich.

Wir bitten um Verständnis für die leider nicht zu verhindernden Einschränkungen.“

BMS: Hilfe für die Wirtschaft

Die BMS-Fraktion mit Josef Pfister an der Spitze hat den folgenden Antrag für die am Montag erwartete Stadtratssitzung eingebracht:

„Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

wir bitten den Stadtrat darum, in der Sitzung am 30.03.2020 ein Sofort-Hilfspaket für die lokale Wirtschaft zu beschließen. Es soll die bereits bekanntgegebenen Soforthilfen von Bund und Land im Bedarfsfall ergänzen.

Es ist uns wichtig, dass die Starnberger Unternehmen im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben entlastet und deren Liquidität gesichert werden.

Folgende Maßnahmen sollen Teil des städtischen Hilfspakets für die Starnberger Wirtschaft sein:

  1. Die Gewerbesteuerzahlungen für das 2. und 3. Quartal werden auf Antrag zinslos gestundet, sobald der Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen beim Finanzamt gestellt wurde.
  2. Zinslose Stundungen von Herstellungsbeiträgen des städtischen Wasserwerks werden ohne strenge Anforderungen auf Antrag ausgesprochen. Neue Veranlagungen werden im Jahr 2020 nur durchgeführt, wenn Verjährungsfristen eingehalten werden müssen. Aussetzungen oder Herabsetzungen für Wassergebühren sind mit einem formlosen Antrag beim Wasserwerk möglich.
  3. Mieten auf städtische Geschäftsräume von April bis Juni 2020 werden auf Antrag ohne weitere Prüfung zinslos gestundet. Stundungen auf Mietrückstände werden gemäß den gesetzlichen Vorschriften geprüft.
  4. Unabhängig von vertraglichen Regelungen verzichtet die Stadt Starnberg auf Mieten für geplante Veranstaltungen, die nun wegen des Veranstaltungsverbots nicht stattfinden können. Die Stornierungen erfolgen kostenlos. Für Vereine und Verbände, die aufgrund bereits eingegangener Verpflichtungen finanzielle Engpässe haben, soll die Stadtverwaltung geeignete Lösungsvorschläge unterbreiten.
  5. Die Stadt Starnberg verzichtet bis 31. Dezember 2020 auf die aktive Pfändung von Forderungen, die mit einer Fälligkeit nach dem 1. März 2020 entstehen. Für Forderungen vor dem 1. März 2020 werden zinslos Stundungen unbürokratisch gewährt, wenn der Schuldner nachweisen kann, von der Corona-Krise betroffen zu sein.
  6. Laufende Stundungen können befristet herabgesetzt bzw. aufgeschoben werden. Alle Steuern, Beiträge und Gebühren können befristet gestundet werden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellt. Hierbei sollen keine strengen Anforderungen gestellt werden.

 

Wir bitten darum, diesen Antrag von der Verwaltung vorprüfen zu lassen und dem Stadtrat in der Sitzung am 30.03.2020 zur Beratung vorzulegen.

Ebenso bitten wir die Verwaltung darauf hinzuwirken, dass die durch die Corona-Krise eintretenden Einnahmeausfälle und Mehrausgaben der Stadt in angemessener Weise durch den Landkreis (Kreisumlage) und den Freistaat Bayern (Zuweisungen, Zuschüsse u.ä.) kompensiert werden.

Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank

Josef Pfister
BMS  Fraktionsvorsitzender“

Keine Satzung

Der Stadtrat hat sich mit 20:6 Stimmen gegen den Erlass einer Zweckentfremdungssatzung entschieden. Mit dem Thema musste er sich befassen, weil in der Bürgerversammlung im Herbst letzten Jahres ein Büger den Erlass einer solchen Satzung beantragt und dafür eine Mehrheit errungen hatte. Seine Absicht war, der Zweckentfremdung von Wohnraum einen Riegel vorzuschieben.

„Nach dem Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum (Zweckentfremdungsgesetz – ZwEWG) können Gemeinden für Gebiete, in denen die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet ist, durch Satzung für eine Dauer von höchstens fünf Jahren bestimmen, dass Wohnraum nur mit ihrer Genehmigung überwiegend anderen als Wohnzwecken zugeführt werden darf, wenn sie dem Wohnraummangel nicht auf andere Weise mit zumutbaren Mitteln und in angemessener Zeit abhelfen können“, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Ein Indiz für einen Wohnraummangel stelle die Aufnahme in der Mieterschutzverordnung dar, wie es für die Stadt Starnberg zutreffe. Zweckentfremdung liege vor, wenn eine Wohnung zu mehr als der Hälfte für gewerbliche oder berufliche Zwecke verwendet wird, baulich so verändert wurde, dass sie nicht mehr Wohnzwecken dienen kann, mehr als acht Wochen im Kalenderjahr an Touristen oder andere Nutzer vermietet wird, länger als drei Monate leer steht oder beseitigt wird. Hat eine Kommune eine Zweckentfremdungssatzung, müssen sich Eigentümer solche „Zweckentfremdungen“ genehmigen lassen. Wer das nicht tut, hat mit Bußgeld von bis zu 500000 Euro  für diese Ordnungswidrigkeit zu rechnen.

Vor dem Hintergrund, dass in Starnberg nur 19 Anbieter von Ferienwohnungen gelistet sind und ein Suchlauf auf der Internetplattform von Airbnb etwa 70 Treffer ergeben hatte, beurteilten die Fraktionen die Notwendigkeit der Einführung einer solchen Satzung unterschiedlich. Während Tim Weidner (SPD) ein trauriges Beispiel anführte, was für die Verabschiedung einer Satzung spreche – das verfallende Haus des Freistaates, in dem lange Jahre der Vorsteher des Finanzamtes gewohnt hatte – , lehnte Thomas Beigel (CSU) einen solchen Eingriff strikt ab: „Wir schaffen mit einer solchen Satzung keinen Wohnraum. Die führt nicht dazu, dass Bauherren investieren. Ich möchte auch die Eigentümer nicht gängeln, wenn sie Raum aus privaten Gründen leer stehen lassen. Die Kontrolle ist zudem sehr schwierig. Außerdem sehe ich die Vermietung von Ferienwohnungen nicht als negativen Punkt. Der Eigentümer hat Mieteinnahmen, fördert den Tourismus und sorgt für Steuereinnahmen. Ich gehe da nicht mit.“ Beigels Fraktionskollege Stefan Frey war der Ansicht, das alles könne man durch das Baurecht in den Griff bekommen. Außerdem glaube er nicht an einen Leerstand von Wohnungen im großen Stil in Starnberg.

Digitale Bibliothek temporär kostenfrei

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Stadtbücherei: Anmeldung zur Nutzung der digitalen Bibliothek mit vorübergehend ausgesetzter Jahresgebühr

Solange die Schließung der Stadtbücherei Starnberg zur Coronavirus-Vorsorge anhält, ist eine Nutzung der digitalen Bibliothek, der sogenannten Onleihe, weiterhin möglich. Das dort verfügbare Medienangebot wird gerade kräftig verstärkt. Bürgerinnen und Bürger, die aktuell noch keinen Büchereiausweis besitzen, können sich momentan unkompliziert per E-Mail anmelden. Bitte schicken Sie uns dazu ein Foto Ihres Personalausweises, da zur Anmeldung der Name, das Geburtsdatum sowie die Adressdaten benötigt werden. Die regulär anfallende Jahresgebühr in Höhe von 12 Euro wird für neu angemeldete Leserinnen und Leser ausgesetzt bis zum 19.04.2020, somit ist vorübergehend eine kostenlose Nutzung der Onleihe möglich.

Wenn Sie die Stadtbücherei nach dem 19.04.2020 weiter nutzen möchten, können Sie Ihren Büchereiausweis einfach abholen und nach Begleichung der Jahresgebühr nicht nur digitale Medien ausleihen, sondern auch Bücher, CDs und DVDs aus der Stadtbücherei direkt mitnehmen. Wenn Sie nach der Wiederöffnung die Bücherei nicht weiter nutzen möchten, verfällt Ihr Zugang zur digitalen Bibliothek. Eine Anleitung zur Nutzung der Onleihe erhalten Sie zusammen mit Ihren Zugangsdaten per E-Mail.

Digital über die Webseite der Stadtbücherei ist auch ein Zugang zum Brockhaus verfügbar. Darin enthalten sind eine Enzyklopädie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – nicht nur zur Vorbereitung für Referate und zur Vertiefung von Schulstoff geeignet!

Bei Fragen ist die Stadtbücherei Starnberg per E-Mail unter buecherei(at)starnberg.de erreichbar, sowie telefonisch dienstags und donnerstags von 11 bis 14 Uhr.

Zur digitalen Literaturversorgung bieten momentan einige Anbieter einen kostenfreien Zugang zu ihren Angeboten an, z.B. Onilo, ein Angebot von digitalen Bilderbuchkinos, die Bilderbuch-App Polylino oder die Lern-App StudySmarter. Generell kostenlos sind die digital zur Verfügung gestellten Vorlesebücher von „Einfach Vorlesen“ und die Hörbücher für Kinder von „Ohrka-Riesig für Kinder!“ Eine ausführliche Liste finden Sie über die Homepage der Stadt unter „Kultur-Freizeit“, „Stadtbücherei- Aktuelles“.

Appell an Hausverwaltungen

Die Diplomphysikerin und Account Managerin YanMei Wang appelliert an alle Hausverwaltungen, wegen des Corona-Virus zusätzliche Reinigungsmaßnahmen durchzuführen. YanMai Wang lebt in Starnberg und hat bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 für die WPS für den Stadtrat kandidiert. Ihrer Bitte, diesen Appell weiter zu geben, kommt das Blog gerne nach.

„Liebe Mitarbeiter der Hausverwalter,

ich möchte dringend vorschlagen, dass bei den Routine Hausreinigung bitte zusätzlich folgende Maßnahmen durchzuführen, um die Verdammung des Corona Virus effektiv zu gewährleisten:
Neben der Standard Reinigung, bitte zusätzlich mit Desinfektions Mitteln (es geht auch mit starken Reinigung Mitteln) alles öffentlichen, gemeinsam Kontakt Punkte (anfassen Punkte) einmal kurz putzen!
Das beinhaltet:
-Alle inneren und äußeren Griffe von Hauseingang Tür/Garage Durchgang Tür/Keller Raum Tür, Wasch Raum Tür/Fahrrad Raum Tür/Müll Raum Tür;
-Aufzugsschalter Bereich (von draußen und von innen)
-Treppengeländer von UG bis zur OG.
Schön wäre es diese Desinfektionputzen 2-3 mal pro Woche durchzuführen.
Die Lage ist ernst!!.. Es wird auch etwas Zeit/Monate dauern… Ich denke es ist notwendig so schnell wie möglich etwas sinnvolles Maßnahmen durchzuführen, statt nur Hoffnung haben…
Es ist nicht nur zum Schutz aller Haus Einwohner, sondern auch für die Mitarbeiter des Hausverwalters. Und ferner die Familien Angehörigen der STA… Stellen Sie sich vor, wenn sich jemand unbewusst schon infiziert und der Virus im ganzen Haus verteilt wird und so weiter… Es geht um Menschenleben! Es geht auch um etwas dazu beizutragen damit wir die Lage bald besser in den Griff bekommen!
Außerdem werde ich diesen Vorschlag an STA Stadtrat weitergeben. Damit diese Maßnahme in ganz STA umgesetzt wird. Schön wäre es, wenn Sie bitte diese Maßnahme in Ihrem ganzen Verantwortung Bereich in STA umsetzen, bzw. anderen Hausverwalter der in Starnberg ist auch dazu zu motivieren.
Wir bitten um die Unterstützung von dem Hausverwalter für diese Anforderungen.
Herzlichen Dank und ich wünsche allen gute Gesundheit!
Viele Grüße,
YanMei Wang“

IHK berät

Coronavirus: IHK bietet Beratung und Services im Internet und am Telefon

Veranstaltungen, Prüfungen und Sprechstunden vorerst bis 24. April abgesagt

München –Zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus baut die IHK für München und Oberbayern ihr Beratungs- und Serviceangebot im Internet und per Telefon stark aus. Dagegen muss die IHK alle Veranstaltungen und Prüfungen absagen und den Publikumsverkehr stark einschränken, um die vom Freistaat verordneten Infektionsschutzmaßnahmen umzusetzen und Mitarbeitern, Gästen und Kunden den bestmöglichen Schutz ihrer Gesundheit zu gewähren. Es ergeben sich folgende Änderungen:

  • Krisenberatung:

 

  •   Einen umfangreichen Ratgeber für Unternehmen und Arbeitgeber
  • bietet die IHK unter https://www.ihk-muenchen.de/corona/. Dort finden sich unter anderem Informationen zu staatlichen Soforthilfen, Kreditabsicherung, Steuerstundung, Kurzarbeit, betriebliche Präventionsmaßnahmen oder Managementempfehlungen.
  •   Die Corona-Hotline der IHK ist unter 089-5116-0 erreichbar.
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  • Beratung für Existenzgründer:
    Die Experten der IHK beraten Existenzgründer sowohl im Münchner Existenzgründerbüro MEB als auch in den Landkreisen nur noch telefonisch. Alle Gründungswilligen, die bereits einen Termin vereinbart haben, werden kontaktiert.
  •  
  •  Außenwirtschaft:  Unternehmen wird grundsätzlich empfohlen, Ursprungszeugnisse und
    • andere Außenwirtschaftsdokumente, beispielsweise Handelsrechnungen, online zu beantragen. Die IHK bewilligt die Dokumente in der Regel umgehend. Anschließend können sie im Unternehmen mit IHK-Siegel ausgedruckt und sofort weiterverwendet werden. Digital eingereichte Anträge werden weiterhin wie gewohnt bearbeitet. Link für Online-Anträge: https://euz.ihk.de/euzweb
    •   Anträge auf Ausstellung von Carnets ATA / CPD sollen bevorzugt über den Postweg eingereicht werden.
    •   Kunden, die dennoch die IHK während der Service-Zeiten persönlich aufsuchen möchten, werden gebeten, etwas mehr Zeit als gewohnt einzuplanen. Außerdem gelten im Wartebereich besondere Hygienemaßnahmen und Zutrittsbeschränkungen.

 

  •  Prüfungen:  Alle IHK-Prüfungen in der Aus- und Fortbildung sind in München und
    • Oberbayern bis zum 24.April 2020 abgesagt. Betroffen sind mehr als
    • Zehntausend Prüflinge.
    •   Außerdem finden alle Sach- und Fachkundeprüfungen sowie
    • Unterrichtungen bis zum 24.April 2020 nicht statt.
  •  Veranstaltungen:  Bis auf weiteres finden keine Veranstaltungen in den Räumlichkeiten
    • der IHK statt.
    •   Die IHK-Berufsbildungsmessen jobfit! in Ingolstadt am 9.Mai 2020 und
    • in Rosenheim am 16. Mai 2020 finden nicht statt.

 

  •  IHK-Akademie:
    Alle Standorte der IHK-Akademie München und Oberbayern bleiben bis einschließlich 19.April 2020 geschlossen. Alle Veranstaltungen und Lehrgänge sind abgesagt.

 

  •  Öffentliche Kantinen:
    Die öffentliche Kantine im Münchner IHK-Stammhaus in der Max-Joseph- Straße (Börsencafé) und das Bistro auf dem IHK-Campus in der Orleansstraße sind für externe Gäste bis auf weiteres geschlossen.

 

„Gerade in dieser schweren und belastenden Zeit haben Unternehmer und Geschäftsleute viele Sorgen und damit verbundene Fragen. Als IHK konzentrieren wir unsere persönliche Beratung am Telefon und informieren auf unserer Homepage mit einem umfangreichen Corona-Dossier, unter anderem über alle Unterstützungsleistungen, Förderungen, Kredite, Arbeits- und Reiserechtrecht und die aktuellen staatlichen Vorgaben. Wir aktualisieren die Informationen permanent nach Nachrichtenlage“, sagt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. Der IHK-Chef weist daraufhin, dass die Zahl der Anrufe zuletzt drastisch angestiegen sei. „Wir stocken das Personal auf, um Unternehmen, Auszubildenden und alle weiteren Anrufer möglichst schnell und mit der gewohnten Expertise zur Seite stehen zu können“, erklärt Gößl.

Die IHK ist bei Fragen unter folgender Telefonnummer erreichbar: 089 – 5116-0

Zahlreiche Anträge und Anmeldungen lassen sich außerdem über die Homepage der IHK unter „Services“ erledigen.

Sicherheit abgestellter Fahrräder

Die von der UWG beantragte Videoüberwachung der Fahrradabstellanlage nördlich des Bahnhofs Nord war vom Ferienausschuss des Stadtrates im vergangenen Juli abgelehnt worden, weil diese als rechtlich unzulässig eingestuft werden müsse (siehe Vorerst keine Videoüberwachung). Der Ausschuss bat die Verwaltung, alternative Präventivmaßnahmen gegen Vandalismus aufzuzeigen, was jetzt geschah.

Erörtert wurde eine Präventionsarbeit durch die städtischen Streetworker, die am Bahnhof Nord auch Jugendliche ansprechen können. Hier liege aber der Schwerpunkt nicht auf der Bekämpfung von Vandalismus, heißt es in der Beschlussvorlage des Rathauses. In Frage komme jedoch eine stärkere Ausleuchtung des Platzes während der Nachtstunden. „Wir können versuchen, mit helleren Leuchtmitteln  und eventuell mehr Leuchten ein besseres Ergebnis zu erzielen“, sagte Bürgermeisterin Eva John. Auch solle die Abstellanlage künftig in kürzeren Abständen entrümpelt werden, sprich von herrenlosen Fahrrädern – oder was von ihnen noch übrig ist – befreit werden. Franz Sengl (Grüne) schlug die Installation von Bewegungsmeldern vor und forderte insgesamt sicherere Fahrradaufbewahrungsmöglichkeiten, wie man sie zum Beispiel in Kopenhagen habe. Beide Vorschläge wird die Verwaltung nun prüfen.