Von-der-Tann-Straße als Fahrradstraße

Auf Grund eines Antrags der UWG-Fraktion hat sich der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität in seiner jüngsten Sitzung mit der Frage beschäftigt, ob die Von-der-Tann-Straße künftig als Fahrradstraße ausgewiesen werden soll. Die Ausschussmitglieder waren einstimmig dafür. Allerdings müssen vor einer Umsetzung noch die Stellungnahmen der behördlichen Fachstellen eingeholt werden.

Vier Punkte sprechen nach Ansicht von Angelika Wahmke (UWG) für die Fahrradstraße: Es gelte dort bereits Tempo 30, die Schüler der Berufsschule radelten bereits auf der Straße, Autos dürften Radlfahrer weiter überholen, wenn sie den Sicherheitsabstand von 1,50 Meter einhalten, und es ergebe sich für Autofahrer nicht mehr als eine Minute Zeitverlust gegenüber den heutigen Fahrbedingungen. „Das ist zumutbar“, so Wahmke. Ihrer Meinung nach bietet sich die Von-der-Tann-Straße geradezu als Fahrradstraße an.

Nach einem Hinweis von Martina Neubauer (Grüne), wonach das vor mehr als zehn Jahren erarbeitete Radwegekonzept für Starnberg diese Verbindung schon beinhaltet habe, bestätigte Bürgermeisterin Eva John, dass im Stadtrat zwischen 2008 und 2014 bereits einmal Einigkeit bestanden habe, Radlern diese Verbindung anzubieten. Von einer „Fahrradstraße“ sei da aber nicht die Rede gewesen. Sie selbst sehe es als problematisch an, dass auch nach Ausweisung der Von-der-Tann-Straße als Fahrradstraße immer noch eine Lücke im damals wie heute geforderten durchgehenden Radweg zwischen dem Bahnhof Nord und der Maisinger Schlucht klaffe: nämlich das Teilstück der Rheinlandstraße, dass an der Post entlang verlaufe. Hier gibt es bisher keine Einigkeit, wie man weiter vorgehen will. Bis zur Ecke Rheinlandstraße/Ferdinand-Maria-Straße ist der Radweg ab dem Bahnhof Nord unter Johns Ägide hergestellt worden. Knackpunkt am fehlenden Teilstück sind wegfallende Parkplätze.

Klaus Huber (WPS) wollte wissen, wie der Rücklauf bei der Befragung der Anlieger der Von-der-Tann-Straße gewesen sei. Die UWG hatte nach eigenen Angaben alle angeschrieben. Wahmke berichtete von nur einer negativen Rückmeldung. Laut Bürgermeisterin gab es zwischen 15 und 20 Befürworter. Katja Fohrmann (CSU) ließ sich versichern, dass sich baulich an der Straße nichts ändern werde, sollte sie Fahrradstraße werden. Laut John ist nur eine neue Beschilderung nötig, und entsprechende Markierungen auf dem Asphalt am Anfang und Ende der Straße. In der Regel solle dort das Fahrrad das Hauptverkehrsmittel sein. Aber man müsse auf jeden Fall noch die Polizei beteiligen, so John. Neubauer mahnte nach der Frage von Huber, ob die autofahrenden Berufsschüler durch die Neuregelung nicht behindert werden: „Es geht nicht um den Komfort von Autofahrern, sondern um die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer.“ „Die dort vorhandenen schmalen Gehwege sprechen sehr für den Schutz der Schwächeren“, unterstützte das die Bürgermeisterin. Sie freute sich über das einstimmige Votum für die Fahrradstraße.

Das Landratsamt hatte es im vergangenen Jahr abgelehnt, dass die Stadt entlang der Hauptstraße Fahrradschutzstreifen anbringt. Ablehnungsgrund: Hohes Verkehrsaufkommen, Wegfall von Parkflächen und die nicht gegebene Kontinuität des Schutzstreifens. Die Von-der-Tann-Straße gehört bisher nicht zum Alltagsroutennetz für Radfahrer des Landkreises. Sie ist aber eine Hauptverbindung zwischen Hanfelder- und Söckinger Straße, die beide Teil des Alltagsroutennetzes sind. Außerdem verläuft sie parallel zur Hauptstraße und bietet wegen geringerer Fahrzeugzahlen und dort gemäßigterem Tempo mehr Sicherheit für Radfahrer.

Baumschutz-VO hat keine Zukunft

Der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität des Stadtrates hat sich in seiner jüngsten Sitzung gegen die Wiedereinführung der Baumschutzverordnung ausgesprochen (4:9). Das Baumförderprogramm zur Pflege ortsbildprägender Bäume bleibt bestehen (einstimmig). Der Antrag der Grünen, die Baumschutzverordnung zu erneuern, ist damit vom Tisch.

Im Oktober letzten Jahres hatte die Stadtverwaltung zu einer Ortsbesichtigung eingeladen. Auf verschiedenen Grundstücken in Starnberg sollte sichtbar gemacht werden, ob die bis Juli 2015 geltende Verordnung die Beseitigung von Baumbestand verhindern konnte und ob sich in der Zeit seit der Abschaffung der Vorschriften eine andere Situation ergeben hat. Fakt ist, dass ein Baurecht immer noch dem Erhalt von Bäumen vorgeht. Besondere Exemplare können aber mittels Bebauungsplan geschützt werden. Doch nicht jeder noch gültige Bebauungsplan hat früher solche Ziele festgelegt. Die Stadtverwaltung hält dieses Instrument für den Baumschutz für ungeeignet. Im Außenbereich ist eine Baumschutzverordnung ohnehin nicht möglich. Verwiesen wurde auf das erfolgreich 2015 eingeführte Förderprogramm zur Pflege und Vitalisierung alter und ortsbildprägender Bäume. Seit 2016 hätten 69 Bäume davon profitiert. Es seien Zuschüsse zu Pflegemaßnahmen in Höhe von 59784 Euro ausgezahlt worden.

Martina Neubauer (Grüne) erneuerte ihren Antrag in der Sitzung noch einmal. Unterstützung erhielt sie von Angelika Wahmke (UWG), die meinte: „Den Bürgern ist die Sonne wichtiger als den Baum zu erhalten.“ Klaus Huber (WPS) erinnerte stattdessen daran, dass auch bei noch geltender Baumschutzverordnung 92 Prozent der Fällanträge von Bürgern stattgegeben worden sei. Josef Pfister (BMS) wies darauf hin, dass der Stadt auch mit Verordnung die rechtlichen Mittel fehlten, Kahlschläge zu sanktionieren. Außerdem würden wieder die Eigentümer kleiner Grundstücke benachteiligt. „Jetzt hatten wir Jahre ohne Baumschutzverordnung und die Bäume stehen immer noch“, gab er zu Bedenken. Wahmke hielt Sanktionen bei Fällungen mit 25000 Euro für „dringend nötig“. Anton Wiesböck (FDP) hatte den Arbeitsaufwand für die Verwaltung im Blick: „Wir haben in den letzten Jahren ja nicht das große Rasenschneiden erlebt.“ Er fände es traurig, wenn man den Schritt zurück ginge.

Die Mehrheit lehnte den Antrag der Grünen ab, innerhalb von drei Monaten den Entwurf einer neuen Baumschutzverordnung vorzulegen. Alle Stadträte sprachen sich aber für die Fortführung des Baumförderprogramms aus.

Lebensraum für Bienen

Eine Pressemitteilung aus dem Starnberger Rathaus:

„Rund 20 Schülerinnen und Schüler der Starnberger Montessori Schule haben zahlreiche Obstbäumchen, darunter Apfel-, Kirsch-, Zwetschgen-, Mirabellen-, Birnen- und Quittenbäume, auf der städtischen Wiese an der Friedhofstraße in Söcking gepflanzt. Die Grundschüler im Alter zwischen sechs bis zehn Jahren nehmen zurzeit an der „Draußen-Schule“ teil, in der die Themen Umwelt, Natur und Kosmos behandelt werden, und waren ganz begeistert von der Idee, einen neuen Lebensraum für Bienen und Insekten zu schaffen.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Starnberg entstand in kurzer Zeit die Idee, dass die Schüler selbst einmal eine ganze Reihe an Obstbäumchen anpflanzen dürfen und somit ein Stück Zukunft setzen und sich für die Artenvielfalt stark machen. Tatkräftig unterstützt wurden sie von Dorothea Burger (Grünplanungsamt im Rathaus), Albert Thurl (Leiter der Gärtnerei des städtischen Betriebshofes) und weiteren Gärtnern des städtischen Betriebshofes.

Nach der rund zweistündigen Aktion dankte Dorothea Burger den Schülern für ihren tatkräftigen und engagierten Einsatz: „Ihr könnt nun die Bäume buchstäblich beim Wachsen beobachten und habt einen langfristigen Lebensraum für unsere heimischen Bienen und Insekten geschaffen.“

Eine Überraschung gab es für die Kinder am Ende noch: Sie dürfen ihre Namen auf die Baumstützen der kleinen Obstbäumchen schreiben. So weiß jeder Schüler und jede Schülerin auch noch in ein paar Jahren, welchen Baum sie damals gepflanzt haben. Ein nachhaltiges Projekt für die Zukunft also, nicht nur für die Bienen.“

Ramadama im Mai

Eine Vorankündigung der Stadt Starnberg:

„Das gemeinsame Reinemachen der Stadt Starnberg findet heuer ganze sechs Tage vom 06. bis zum 11. Mai 2019 statt, zwei Tage länger als im letzten Jahr. Dieses Mal wieder durch einen festen Termin für Bürger, die zusammen in einer Gruppe aufräumen möchten, ergänzt. „Das Ramadama wurde durch das überarbeitete Konzept mit neuem Leben erfüllt. Rund 500 Starnbergerinnen und Starnberger in allen Altersklassen beteiligten sich 2018 am gemeinsamen Saubermachen und wir hoffen, dass in diesem Jahr noch mehr Engagierte mitmachen können“, so Erste Bürgermeisterin Eva John.

Der Vorteil von einer sechstägigen Reinemachaktion ist natürlich auch, dass sich die Helferinnen und Helfer selbst ihren für sie optimalen Termin zum Aufräumen aussuchen können. „Auf Wunsch aus der Bürgerschaft bieten wir in diesem Jahr auch wieder einen festen Termin für Einzelpersonen zum gemeinsamen Ramadama an, “ erläutert Erste Bürgermeisterin Eva John. Der Termin am Donnerstag, 09. Mai 2019 (siehe Terminübersicht) ist für Personen gedacht, die keine Gruppe zum Sammeln haben, aber nicht alleine losziehen möchten.

Ramadama gibt es schon seit vielen Jahren in der Stadt. Es geht darum, dass die Teilnehmer in Stadt und Natur ehrenamtlich aufräumen und achtlos weggeworfene Abfälle oder – soweit in diesem Rahmen möglich – „wilde“ Müllablagerungen einsammeln beziehungsweise beseitigen. Da ein solches Engagement nicht selbstverständlich ist und der Einsatz hohe Anerkennung verdient, hilft die Stadt mit. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Betriebshofs sowie Erste Bürgermeisterin Eva John beteiligen sich am Ramadama und vielleicht ist das auch ein Anlass für weitere Starnberger Unternehmen und Organisationen an der Reinemach-Aktion mitzumachen.

Alle Teilnehmer sind natürlich auch zum Abschlusstreffen am Samstag, 11. Mai 2019, um 15.00 Uhr, dieses Mal ins Söckinger Feuerwehrhaus (Riedeselstraße 1) zur Brotzeit eingeladen. Es gibt auch wieder eine Tombola, bei der die Teilnehmer viele tolle Preise gewinnen können.“

B2-Tunnel: Neue Themen im Infocenter

Das Staatliche Bauamt Weilheim teilt mit:

Nach der erfolgreichen Wiedereröffnung des Infocenters Ende Februar 2019 lanciert das Staatliche Bauamt Weilheim ab dem zweiten Quartal neue Themenblöcke wie „Bauphasen“, „Düker“ und „Beweissicherung“.

„Wir haben im Herbst letzten Jahres in unserem Infocenter erstmalig mit gezielt gesetzten Themenblöcken im Bürgerdialog gearbeitet und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Dies setzen wir zu Beginn des zweiten Quartals 2019 fort“, blickt Raphael Zuber, Abteilungsleiter für den Landkreis Starnberg beim Staatlichen Bauamt Weilheim, zurück und nach vorn.

„Im April stehen die Bauphasen für das Jahr 2019 im Mittelpunkt. Nutzen und Funktionsweise von Dükern und warum sie für den Tunnel Starnberg von so großer Bedeutung sind, stehen im Mai auf dem Programm. Den Monat Juni wollen wir dem Thema Beweissicherung, das bisher in unserem Infocenter schon breiten Raum eingenommen hat und topaktuell ist, widmen“, skizziert Projektleiter Herwig Ludwig die Themenschwerpunkte der kommenden Monate.

Mit Wiedereinrichtung der Bauphasen im Nordzulauf zum künftigen Tunnel Starnberg ergeben sich in diesem Jahr wieder einige Szenarien in der Verkehrsumlegung. Im ersten Themenblock hierzu wird das Staatliche Bauamt im Infocenter seine Planungen erläutern. Dem Thema Beweissicherung wird auf Basis der bisherigen intensiven Nachfragen aus 2018 im Jahr 2019 ein besonderer Platz eingeräumt, denn „hierzu wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin die Möglichkeit zum direkten Dialog anbieten. Dem Staatlichen Bauamt Weilheim liegt sehr daran, dass es für jeden Betroffenen verständlich ist, was wir unter Beweissicherung verstehen und wie das Prozedere dazu ablaufen wird“, erläutert Zuber.

Das Tunnel-Team vom Staatlichen Bauamt Weilheim weist darauf hin, dass das Infocenter Tunnel Starnberg sowohl in der Karwoche am Donnerstag, 18. April 2019 von 16 bis 18 Uhr als auch eine Woche später am 25. April 2019 geöffnet ist.“

Hadorf: Frey’s Deal ohne Mehrheit

Keine Unterstützung hat CSU-Stadtrat Stefan Frey im Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität dafür bekommen, dem Landrat ein verlockendes Angebot in Sachen Verkehrsberuhigung in Hadorf zu machen. Wie berichtet wünschen sich die Hadorfer Bürger eine Tonnagebeschränkung für durchfahrende Lkw auf höchstens zwölf Tonnen und die Anordnung von Tempo 30, um mehr Schulwegsicherheit zu erreichen. Auch nach der Inbetriebnahme der neuen Westumfahrung herrsche reger Verkehr klagten sie mehrfach in einer Anwohnerversammlung und schoben dies unter anderem auf die Tatsache, dass die Verbindung Perchting-Hadorf weiter Kreisstraße geblieben ist (siehe Auch Hadorf Thema im Ausschuss für Mobilität). Bürgermeisterin Eva John berichtete im Ausschuss, ihr seien 100 Unterschriften überreicht worden, die für das Erreichen der beiden Ziele geleistet worden seien. „Gefühlt ist das das ganze Dorf, das da unterschrieben hat“, sagte sie. Zuständig für die Umsetzung sei jedoch das Landratsamt, so lange es sich um eine Kreisstraße handele. Der langjährige CSU-Kreisrat Helmut Wagner aus Hadorf habe beim Landrat bereits einen Antrag auf Abstufung der Straße zur Gemeindestraße gestellt. Folge wäre, dass die Stadt Starnberg die verkehrsrechtlichen Anordnungen treffen könnte. John bat die Stadträte des Ausschusses um Unterstützung für die Hadorfer. Von den Fachstellen bisher vorgebrachte Gründe für die Ablehung der beiden Maßnahmen seien für die Bürger „sehr schwer verständlich“.

Frey sagte, er teile die Anliegen der Hadorfer und habe das auch dem Landrat deutlich gemacht. Aus dem Gespräch habe er mitgenommen, dass die Stadt es dem Landkreis erleichtere, wenn sie signalisiere, sie werde die Straße wie sie ist übernehmen. Üblich ist bei Abstufungen von Straßen allerdings, dass sich bisheriger und neuer Baulastträger darauf einigen, welche Maßnahmen baulicher Art nötig wären, damit der neu zuständige Verantwortliche die Straße in einwandfreiem Zustand übernehmen kann. Statt Durchführung der erforderlichen Baumaßnahmen kann auch die Zahlung eines Ausgleichsbetrages vereinbart werden. „Keine weiteren Hürden aufbauen, die Straße ohne Wenn und Aber übernehmen“, riet Frey. John hielt ihm entgegen, es könne nicht die Aufgabe der Stadt sein, eine Kreisstraße unbesehen zu übernehmen. Das sehe auch das Gesetz nicht so vor. Im Übrigen befinde sich die Stadt „nicht im Krieg“ mit dem Landkreis. Frey stellte seinen Antrag trotzdem.

Josef Pfister (BMS) empfahl der Verwaltung, nicht locker zu lassen. Es sei an der Zeit, die Hadorfer Bürger vom Verkehr zu entlasten. Pfister fragte, warum Polizei  und Landratsamt im Pöckinger Ortsteil Maising sehr wohl Tempo 30 erlaube, es in Hadorf aber nicht zulassen wollten. Bevor man sich beim Landratsamt „anbiedere“ sollten zunächst die rechtlichen Möglichkeiten und ein eventuell vorhandenes Verständnis ausgelotet werden. Für den BMS-Stadtrat ist es schon fast symptomatisch: „Das ist nicht der erste Fall, wo der Stadt etwas rundweg abgelehnt wird.“

Katja Fohrmann (CSU), die selbst mit ihrer Famlie in Hadorf wohnt, betonte noch einmal, dass die Sache jedem Hadorfer am Herzen liege. Die hohen Geschwindigkeiten, die die von der Stadt aufgestellten Smiley-Anlagen gemessen hätten, seien im Bereich aufgenommen worden, wo Kinder an der Bushaltestelle warteten. „Die Gefahrenlage ist erkannt. Ich finde es unverständlich, dass Polizei und Landratsamt das nicht einsehen“, so Fohrmann. Franz Heidinger (BLS) würde es schon reichen, wenn die Beschränkungen nur tagsüber verfügt würden. Anton Wiesböck (FDP) erinnerte an die 30-Tonner, die durch Hadorf hindurch regelmäßig zur Kompostieranlage führen. Vor diesem Hintergrund warne er davor, die Straße ohne vorherige Sanierung zu übernehmen, denn die Seitenränder seien alle abgefahren.

Martina Neubauer (Grüne) sah in Frey’s Ansinnen eine „unzulässige Vermischung“ und sprach sich für den vom Rathaus vorgeschlagenen Weg aus, weiterhin beim Landratsamt auf die Beschränkungen hinzuwirken. Auf einer Abstimmung über seinen Antrag bestand Frey nun nicht mehr. Der Ausschuss beschloss einstimmig, weiter auf die Kreisbehörde einzuwirken und zusätzlich die Abstufung der bisherigen Kreisstraße zu verfolgen. Wie John inzwischen mitgeteilt hat, hat sie Landrat Karl Roth in einem persönlichen Schreiben um Unterstützung gebeten. „Es wäre super, wenn er für die berechtigten Interessen der Hadorfer ein offenes Ohr hätte und dem Antrag zustimmt“, so John.

Serverumzug im Rathaus

Eine Mitteilung aus dem Starnberger Rathaus:

 

„Arbeiten an den Datenleitungen: Rathaus vom 15. bis 19. April telefonisch nicht erreichbar

Wegen Arbeiten an den Datenleitungen ist das Starnberger Rathaus vom 15. April bis zum 19. April telefonisch nicht erreichbar. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in dieser Zeit aber nach wie vor über E-Mail und persönlich im Rathaus für die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen.
Vom 6. Mai bis zum 17. Mai kann es zu längeren Wartezeiten im Einwohnermeldeamt und im Standesamt kommen, da Internet und Telefon nicht durchgehend zur Verfügung stehen.

Die Stadt Starnberg bittet um Verständnis für die nicht zu vermeidenden Einschränkungen und dankt den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Geduld.“

Verkehrszählung geplant

Unmittelbar nach Eröffnung der Westumfahrung im Dezember letzten Jahres hatte CSU-Stadtrat Stefan Frey den Antrag gestellt, auf der neuen Umfahrung, der Weilheimer-, Haupt- und Münchner- sowie Hanfelder- und Söckinger Straße Verkehrszählungen durchzuführen. Er wollte damit die Zahlen aus dem Planfeststellungsverfahren für die Westumfahrung überprüft, aber auch Grundlagen für eventuell weitere verkehrslenkende Maßnahmen ermittelt wissen. Der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität des Stadtrates beschloss jetzt einstimmig, im ersten Schritt Angebote einzuholen.

Zwar hat die Stadt an allen genannten Straßen die sogenannten „Smileys“ stehen, die neben der Geschwindigkeitsmessung auch die Zahl der vorbeifahrenden Fahrzeuge zählt, nicht jedoch unterscheidet, ob gerade ein Lkw oder Pkw vorbei gefahren ist. Frey geht es aber besonders um Aussagen zur Entwicklung des Lkw-Verkehrs, weshalb er auf Verkehrszählungen bestand. Klaus Huber (WPS) wollte noch weiter gehen und eine Verkehrserhebung beauftragen, bei der die Fahrer nach Herkunft und Ziel ihrer Fahrt befragt werden, erhielt aber keine Unterstützung dafür. Das Staatliche Bauamt Weilheim wird seine nächste Verkehrsmessung laut Bürgermeisterin Eva John voraussichtlich erst 2020 durchführen. So lange wollte Frey nicht warten. Huber plädierte dafür, frühestens in einem halben Jahr Messungen durch die Stadt in Auftrag zu geben, denn erst dann könne damit gerechnet werden, dass Landkarten und Navigationsgeräte die neue Westumfahrung berücksichtigt hätten. Voraussichtlich wird ohnehin nicht vorher gemessen, da der Auftrag erst ausgeschrieben und dann vergeben werden muss.

Veranstaltungen 2019

Die strengeren Regelungen im vergangenen Jahr zeigten offenbar Erfolg. Bei Veranstaltungen des Undosa, bei dem auch die Seepromenade mit in Anspruch genommen worden und deshalb die Stadt Starnberg für die Festlegung von Auflagen zuständig war, erbrachten weniger Beschwerden von Anliegern als es noch in Vorjahren der Fall gewesen ist. Zudem ist die Stadt seit einem Urteil des Verwaltungsgerichtes München in weitaus weniger Fällen die zuständige Adresse für Beschwerden, denn das Gericht hat bestimmt, dass Veranstaltungen, die sich lediglich im Bereich der Gaststätte Undosa und ihren Außenanlagen durch geführt werden, in den Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes Starnberg fallen. Dieses erteilte auch die Gaststättenerlaubnis. Die Stadt ist nur noch dann gefragt, wenn auch auf Teilen der Seepromenade gefeiert werden soll. In 2019 sind von den Undosa-Verantwortlichen fünf erlaubnispflichtige Veranstaltungen angemeldet. Dazu gehört das Afrika-Karibik-Festival vom 6. bis 10. Juni 2019 und eine Starnberger Oldtimer Ausfahrt am 21. September. Genauso die „Isle of Summer“ (27. April), die Opening Night (1. Mai) und die Karibische Nacht (10. August).

Auf Nachfrage von Michael Mignoli (BLS) bekräftigte Bürgermeisterin Eva John, dass den Veranstaltern auferlegt werde, eine geordnete Müllentsorgung zu garantieren und Lärmgrenzen einzuhalten. In diesem Jahr wird es auf dem Kirchplatz wieder die beliebte Französische Woche geben (27. Mai bis 2. Juni). Hierzu regte Gerd Weger (CSU) an, das Ausschankende auf 22 Uhr vorzuverlegen, damit der Kirchplatz um 23 Uhr – jetzt vorgegebenes offizielles Ende – auch wirklich geleert sei. Das wurde aber von keiner anderen Fraktion unterstützt. Auch hatte Weger Bedenken wegen der am 25. Mai geplanten Veranstaltung auf der Seepromenade „Djungle of the Planet“, zu der die Veranstalter bis zu 3500 Besucher erwarten. Laut Rathausverwaltung verteilen sich die Besucher über den ganzen Tag. Für die Oldtimer Ausstellung mahnte Weger, die Zelte dürften nicht in den Grünanlagen aufgebaut werden. Das wird jedoch nicht anders gehen, da vorhandene Wege und Straßen als Rettungswege freigehalten werden müssen. Für die Beseitigung eventueller Schäden an den Grünflächen mussten Verantstalter auch bisher schon aufkommen.

Markus Mooser (WPS) dankte der Verwaltung, dass diese sich darum bemühe, mit jedem Veranstalter Kompromisse zu finden, die dessen Belange und die der Anwohner und Stadt in Einklang bringen. „Schön, dass wir nicht alles zusperren sondern uns aufeinander zubewegen“, sagte Mooser.

Allein gegen die Stimme von Weger wurde die Verwaltung vom Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates beauftragt, notwendige Regelungen zur Beseitigung und Abwehr von Gefahren für die Öffentliche Sicherheit und Ordnung in die Genehmigungen für die angemeldeten Veranstaltungen aufzunehmen.

Hier noch ein paar weitere Verantstaltungstermine:

Marktsonntag (2. Juni)

Streetfood Festival (14. bis 16. Juni sowie vom 11. bis 13. Oktober) am Kirchplatz

Strandgutmarkt (20. bis 23. Juni) an der Seepromenade

Pfälzer Weinfest (4. bis 7. Juli) am Kirchplatz, oder – noch in der Prüfung: Im Bürgerpark

Stadtfest (13. Juli) am Kirchplatz und in der Innenstadt

Drachenbootrennen (28. Juli) an der Seepromenade

Fünf Seen Filmfestival (4. bis 11. September)

Starnberg bewegt  und Marktsonntag (15. September)

Christkindlmarkt (5. bis 8. Dezember) am Kirchplatz

Glückwunsch an Katharina Hange

Ihr 75. Wiegenfest feierte gestern Katharina Hange. Ohne sie hätte der Ortsverband der FDP in Starnberg seine Seele verloren, hat sie doch fast jedes Mitglied selbst geworben und fühlte sich fortan für dessen Wohl und Wehe mit verantwortlich. Es ist ihre besondere Herzlichkeit und Offenheit, die bis heute Veranstaltungen des Ortsverbandes prägen, auch wenn sie ihre jahrzehntelang treu versorgten Ämter inzwischen abgegeben hat. „Lokales-aus-Starnberg“ gratuliert zu Geburtstag.

Die „Kathi“, wie sie von langjährigen Mitgliedern genannt wird, hat immer gute Laune, unterhält sich gern mit den Leuten und weiß deshalb meist etwas, was andere noch nicht wissen. Ideale Voraussetzungen, wenn eine politische Partei wie die FDP für eine Wahl wieder einmal Kandidaten suchen und überzeugen muss. Wen Katharina Hange am Info-Stand in die Finger bekommt, der wird von ihr motiviert, sich fortan für die liberalen Ziele nicht nur zu interessieren, sondern sich möglichst auch dafür einzusetzen. Die Jubilarin hatte nie selbst so rechtes Interesse daran, ein Mandat im Starnberger Stadt- oder Kreistag zu übernehmen. Verweigern gab es für sie aber auch nicht, weshalb sie sich stets auf hintere Plätze der Kandidatenlisten setzen ließ. Die Rechnung ist aufgegangen. Sie konnte im Hintergrund wirken.

Hange ist gebürtige Ungarin und lebt seit 1952 in Landkreis Starnberg. Zur FDP kam sie 1970 über ihr Engagement im „Aktionskreis Zweiter Kindergarten in Starnberg“. Bis 2015 war sie Schatzmeisterin des Ortsverbandes, insgesamt 40 Jahre lang. Aber das ist nicht ihr einziges Engagement. Im letzten Sommer zeichnete der Münchner Ruder- und Segelverein „Bayern“ von 1919 e.V. sie für 40 Jahre Mitgliedschaft mit der Ehrennadel aus. Beim MRSV hält sie nach wie vor Trainingsstunden für die Frauen-Rudergruppe. Der Kinderschutzbund und der Verein „Seestern“ können ebenfalls seit vielen Jahren auf ihre Unterstützung rechnen. Unterstützung hat auch Ehemann Rainer Hange bei seinem vielfältigen Engagement für Starnberg und die FDP, denn selten sieht man den einen ohne den anderen Partner. So steht Katharina Hange sicher mit Fug und Recht ein Anteil an der demnächst an Ehemann Rainer zu verleihenden Bürgermedaille der Stadt Starnberg zu.