Freitagssession in der Musikschule

Die Hausband der Musikschule Starnberg (Bence Barla-Szabó / guitar, Ludwig Stoll / bass, Martin Hrabě de Angelis / drums) lädt ein zur ersten traditionellen Freitags-Session des laufenden Jahres. Fortgeschrittene Schüler sowie junge Musiker aus der Region, u. a. Cathi van Douwe, Anna Wüstinger, Konrad Kastenmeier, Thorsten Schilling gestalten den Abend mit Songs aus den Stilrichtungen Jazz, Folk und Rock.

Leitung: Bence Barla-Szabó
Genießen Sie Bewährtes, Neues und Ungewöhnliches in lockerer Atmosphäre. Der Eintritt ist frei!

Freitag, 15. Februar 2019, 19:30 Uhr
Orlandosaal
Städtische Musikschule Starnberg, Mühlbergstr. 4 82319 Starnberg

VERANSTALTER
Städtische Musikschule Starnberg

Bäume werden gefällt

Das Staatliche Bauamt Weilheim teilt mit:

„Tunnel Starnberg – Erforderliche Baumfällungen im Bereich der B2 zwischen Uhdestraße und Perchastraße am 12.02.2019 ab 20 Uhr

Im Zuge der Baumaßnahme Zulaufstrecke Nord werden am 12.02.2019 durch die beauftragte Baufirma einige Bäume im Baufeld der B2 zwischen Uhdestraße und Perchastraße gefällt. Diese Maßnahme ist baulich erforderlich und mit den entsprechenden Behörden abgestimmt.

Die Baumfällungen beginnen am Dienstag den 12.02.2019 abends ab 20 Uhr und werden als Nachtbaustelle durchgeführt. In Abstimmung mit Polizei, Landratsamt und der Stadt Starnberg wird in diesem Bereich eine Spur stadtauswärts in Richtung München gesperrt. Nach Abschluss der Arbeiten kann die Spur für den morgendlichen Berufsverkehr wieder freigegeben werden.“

Gastronomie im Bürgerpark bestätigt

Nicht nur eine Besucherin der Bürgerversammlung hatte beantragt, die im Bürgerpark am Nepomukweg geplante Gastronomie zu verkleinern, sondern in der vorletzten Bauausschusssitzung des Stadtrates auch Patrick Janik (UWG). Auf der Tagesordnung stand bereits der Satzungsbeschluss für den entsprechenden Bebauungsplan. Er wäre damit rechtskräftig geworden, was Vorraussetzung für die Baugenehmigung für den geplanten Kiosk ist. Die Größe der Gastronomie hatte bisher in den politischen Diskussionen keine Rolle gespielt. Viel mehr war es immer um die Frage gegangen, ob Parkplätze geschaffen werden müssen, was die Mehrheit des Rates mit Verweis auf ausreichend Stellplätze in der näheren Umgebung abgelehnt hatte. Nur um sicher zu stellen, dass es wirklich nur einen Parkplatz für den Wirt der Gastronomie geben wird, musste wie berichtet dieses Bebauungsplanverfahren durchlaufen werden, was eine Verzögerung des Baus, mit dem auch eine Toilettenanlage für den Park geschaffen wird, um mindestens ein Jahr bedeutete. Hier ließ das Landratsamt nicht mit sich reden. Anträge von DPF-Stadträtin Angelika Kammerl, mehr Parkplätze zu planen, hatten keine Mehrheit bekommen. Mit knapper Mehrheit (7:5) sprach sich der Bauausschuss am Ende der Debatte dafür aus, in Reaktion auf den Antrag aus der Bürgerversammlung die Zahl der erlaubten Sitzplätze im Inneren der Gastronomie von 37 auf 32, und die Sitzplätze im Außenbereich von 124 auf 80 zu reduzieren. Der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan fiel auf dieser Grundlage ebenfalls mit 7:5 Stimmen. Das ließ die Gegner des Vorhabens aber nicht ruhen. Sie haben deshalb einen Antrag auf Nachprüfung des Beschlusses durch den Stadtrat gestellt, der jetzt am Montagabend behandelt wurde. Dabei wurde jedoch der vom Bauausschuss gefasste Beschluss, den Bebauungsplan mit den reduzierten Sitzplätzen zur Satzung zu erklären, von einer Mehrheit bestätigt und der Pächter kann nun auf die Genehmigung seines Bauantrags hoffen.

Iris Ziebart (FDP) hatte im Bauausschuss die Hoffnung geäußert, dass der Kiosk mit den WCs nun in 2019 gebaut werden könne. Kammerl betonte damals aber erneut ihre „Bauchschmerzen“ und wollte die Außenplätze „komplett weglassen“. Für Janik war die vom Rathaus angebotene Reduzierung der Sitzplätze „weit entfernt von dem was ich da wollte“. „Es ist mir erst vor kurzem gekommen, was wir da planen“, sagte er. Die Toilettenanlage sei wichtig, auch dass man sich als Parkbesucher mal einen Kaffee holen könne. Aber die geplante Gastronomie nehme dem Bürgerpark einen wesentlichen Teil von dem, was ihn so beliebt mache. Dem Satzungsbeschluss könne er deshalb nicht zustimmen.

Ludwig Jägerhuber (CSU) erinnerte stattdessen an den schon längeren Verfahrensverlauf und an den Bewerber für den Betrieb des Kiosks, der diesen selbst bauen und betreiben will, aber hinsichtlich Grund und Boden Pächter der Stadt sein wird. „Nach eineinhalb Jahren mussten wir wegen der Forderung des Landratsamtes noch einen Bebauungsplan aufstellen (siehe auch “Amtsschimmel schreit”). Ich weiß, dass der Bürgerpark nicht von allen Fraktionen begrüßt worden ist, aber der Stadtrat hat die Freischankfläche genehmigt. Dem Kompromiss könnte man doch jetzt näher treten.“ Zur Erläuterung: Insbesondere die UWG wollte die Fläche des Bürgerparks in der Vergangenheit und auch heute noch für Zwecke der Seeanbindung verkaufen. Jägerhuber verwies auf die am Seebahnhof auf der Promenade geschaffene Freischankfläche am dortigen Kiosk und meinte: „Die Leute dürsten ja buchstäblich nach einem solchen Angebot.“ Man sei sich doch einig gewesen, dass der Park nicht mit dem Auto anfahrbar sein soll, und die Stadt habe es im Griff das Parken in der Umgebung zu verbieten. „Der Park soll doch leben und zum Verweilen einladen“, so Jägerhuber. Sein Fraktionskollege Gerd Weger dachte indes nur an eventuellen Lärm, der die Wohnbebauung am Nepomukweg belästigen könnte. Wenn ein Kiosk schon sein müsse, dann nur zur Tageszeit, verlangte er. Bürgermeisterin Eva John mahnte an dieser Stelle: „Sie sollten mal darüber nachdenken, wie Sie eigene Projekte der Stadt befördern? Sie sind Eigentümer und Verpächter der Fläche.“ Für Annette von Czettritz (Grüne) ist klar, dass es keine Stellplätze geben soll. Wenn das gewährleistet sei, erübrige sich die Frage nach den Sitzplätzen der Gastronomie, sagte sie. Jägerhuber meldete sich noch einmal zu Wort: „Wir reden hier über 20 Tische á vier Personen. Und das ist Euch zu viel?“ Er erinnerte Janik daran, dass der in gleicher Sitzung einer dichtesten Bebauung des Grundstücks am Seilerweg für die künftige Fachoberschule des Landkreises zugestimmt hatte. „Diese Diskussion kann ich nicht mehr nachvollziehen“, schüttelte der CSU-Stadtrat den Kopf.

Der Antrag von Janik, ein ganz neues Bebauungsplanverfahren anzufangen, wurde mit 5:7 Stimmen abgelehnt. Gewollt hatten den neuerlichen Verfahrensstart Janik, Weger, Christiane Falk (SPD), Kammerl und Angeklika Wahmke (UWG). Für die Reduzierung der Sitzplätze sowie für den Satzungsbeschluss stimmten aber sieben der insgesamt 13 Ausschussmitglieder, somit die Mehrheit.

Im Stadtrat ging es nun in eine neue Runde, denn Vertreter von UWG, Grünen und DPF hatten die Nachprüfung des obigen Beschlusses durch den Stadtrat gefordert. Wahmke begründete dies damit, dass der Bauausschuss ihrer Ansicht nach erst spät die Pläne für das Gebäude der Gastronomie gesehen und zuvor immer gedacht habe, es werde ein kleiner Kiosk gebaut. John erinnerte dagegen an die zahlreichen Beratungen, unter anderem an die letzte im Bauausschuss, bei der auf Grund eines Antrags einer Nachbarin des Parks in der letztjährigen Bürgerversammlung die Anzahl der Sitzplätze bereits um ein Drittel reduziert worden sei (siehe oben). Auch handele es sich nicht um ein großes Gebäude. Inklusive der notwendigen Lagerflächen und der öffentlichen Toilettenanlage gehe es um eine erdgeschossig überbaute Grundfläche von 168 Quadratmeter. Der Gastraum innen werde nur 42 Quadratmeter Fläche beanspruchen.

Michael Mignoli (BLS) rief den Kollegen in Erinnerung, dass der Stadtrat vor zwei Jahren mit dem Pächter, der auf eigene Rechnung bauen  und die Gastronomie betreiben will, einen Pachtvertrag geschlossen habe. Da sei die Größe bekannt gewesen. „Ich glaube nicht, dass wir jetzt sagen können: Lieber Pächter, jetzt wird’s doch nichts.“ So könne man mit Unternehmern nicht umgehen, mahnte Mignoli und fragte: „Wer betreibt denn sonst die Toiletten im Winter?“ Befürchtungen, es entstehe ein Partylokal wie das Undosa zerstreute er und wies ebenfalls darauf hin, dass die Anzahl der Sitzplätze bereits reduziert worden ist. Kammerl wollte das aber so nicht akzeptieren. Sie schlug vielmehr vor, nur noch 40 Plätze außen festzusetzen. Das unterstützte Franz Sengl (Grüne) mit dem Argument, in Starnberg gebe es genug Gastronomie und der Bürgerpark solle ein Ort der Ruhe sein. John warnte, wenn drastische Veränderungen vorgenommen würden, bedeute dies ein ganz neues Bauleitverfahren. Ziebart forderte, der Rat solle im Sinne der Bürger, die den Park sehr gut angenommen hätten, bei den einmal gefassten Beschlüssen bleiben. Weger unkte: „Der Gastwirt macht sicher auch seine Feste.“ Mignoli probierte es noch einmal: „Ich appelliere, keinen Rückschritt mehr zu machen. Dann investiert keiner mehr in Starnberg.“ Josef Pfister (BMS) hatte nachgerechnet: „Das ist schon die 17. Sitzung zum Thema.“ Man habe doch schon reduziert und wolle nun mit der Nachprüfung nochmals von vorn anfangen. Jeder solle mal in den Spiegel schauen und sich fragen, wie die Starnberger da noch Vertrauen in die Stadt haben könnten. Stefan Frey (CSU) wollte zwar das unternehmerische Interesse berücksichtigen, aber nicht so viele Besucher anlocken und schlug als Kompromiss 60 Plätze außen und 32 innen vor. Markus Mooser (WPS) wandte sich dagegen, Ängste zu schüren, denn die Bewirtschaftung außen müsse laut Vertrag ohnehin um 22 Uhr schließen. Gerade die UWG-Mitglieder erinnerte er an deren frühere Forderungen, auf der Fläche des Bürgerparks einen „riesigen Hotelbau“ zu etablieren. Die Besucher des Parks sollten sich wohlfühlen. Wenn man mit Lärm argumentiere, könne man auch gleich den Kinderspielplatz und die Schifffahrt dort verbieten. „Geben Sie sich einen Ruck und machen Sie mit den schon beschlossenen Zahlen Nägel mit Köpfen. Damit honorieren Sie gegenüber dem Wirt die schon vorgenommene Reduzierung“, bat Mooser. Anton Wiesböck (FDP) fragte die Bürgermeisterin, ob man damit rechnen müsse, dass der Wirt wegen Vertragsbruch gegen die Stadt vorgehen werde.

John bemühte daraufhin noch einmal die Historie: „Bedenken Sie, wir haben die Bewirtschaftung und Gastronomie vor drei Jahren öffentlich ausgeschrieben. Die Kosten und die Finanzierung des Gebäudes war Ihnen bekannt und beides ist vom Stadtrat abgesegnet worden. Darauf darf sich ein Pächter berufen.“ Das Bebauungsplanverfahren sei nur deshalb durchgeführt worden, weil das Landratsamt dem Pächter die Baugenehmigung nicht erteilt habe, mit der Begründung, dass es am Park keine Parkplätze gebe. Es war aber ausdrücklicher Wille des Rates, den Park nur fußläufig und per Rad zugänglich zu machen, weshalb man dieses Ziel mit dem Bebauungsplan rechtlich habe sichern müssen. Der habe inzwischen sämtliche Verfahrensschritte durchlaufen und könne zur Satzung erklärt werden. „Wenn Sie jetzt weiter Abweichungen über die schon vorgenommenen Kürzungen hinaus wollen, dann fangen wir wieder von vorn an und werden so keine Gastronomie bekommen. Die Frage ist, wie oft Sie das noch ausreizen wollen?“ Sie könne den Stadträten ein Verhalten wie auf dem Bazar nicht empfehlen, das sei keine sachgerechte Abwägung sondern Willkür. Denn 50 Besucher machten auch nicht mehr Lärm als 80. John stellte daraufhin erneut den Satzungsbeschluss zur Abstimmung und erhielt dafür eine Mehrheit von 15:11 Stimmen. Dagegen ausgesprochen haben sich Weger und Frey (beide CSU), Falk und Tim Weidner (SPD), Martina Neubauer, Sengl und von Czettritz (Grüne), Winfried Wobbe und Wahmke (UWG) sowie Kammerl und Klaus Rieskamp (DPF).

Auszubildende bekommt Stelle

In diesem Fall hat Bürgermeisterin Eva John einmal einen Nachprüfungsantrag gestellt. Dem Stadtrat legte sie in der jüngsten Sitzung die ablehnende Entscheidung des Hauptausschusses vom 14. Januar 2019 zur Überprüfung vor. Der Ausschuss hatte es wie berichtet mit Mehrheit abgelehnt, eine Ganztagsstelle für eine junge Veranstaltungskauffrau zu schaffen, die heuer im Rathaus ihre Ausbildung beendet und dabei herausragend gute Leistungen gezeigt hat (siehe auch John fassungslos). Der Stadtrat sprach sich nun – nach einer eingeschobenen nicht öffentlichen Beratung – für die Einrichtung dieser Stelle und Übernahme in den diesjährigen Stellenplan aus. Allein Angelika Kammerl (DPF) stimmte dagegen. Christiane Falk, die im Hauptausschuss ebenfalls dagegen gestimmt hatte, nahm nicht an der Abstimmung teil. Sie verbrachte die Zeit der öffentlichen und nicht öffentlichen Beratung vor der Tür des Sitzungssaales. Eine Begründung dafür gab niemand ab.

John hatte zu Beginn den dienstlichen Bedarf an der Einstellung der Veranstaltungskauffrau begründet, die im Rathaus den Bereich Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing unterstützen soll. Ihr Hinweis: Auch der Personalrat unterstütze die Übernahme nach Ende der Ausbildung ab 1. September 2019. Martina Neubauer (Grüne), im Ausschuss Wortführerin gegen die Schaffung der Stelle, begründete ihre Haltung nochmals: Man müsse trennen. Das eine sei die Übernahme einer kompetenten Auszubildenden. Das andere sei aber problematisch, nämlich eine Stelle extra zu schaffen. Sie unterstellte erneut, dass die neuen Aufgaben nur entstanden seien, weil die Bürgermeisterin im Rathaus eine Umorganisation vorgenommen habe, die eine neue Hierarchie benötige, was noch rechtlich zu überprüfen sei. Dem widersprach John deutlich. „Ich kann diese neue Stelle nicht bewilligen“, so Neubauer. Dagegen erinnerte Klaus Huber (WPS) daran, dass die Auszubildende ihren Einstellungsanspruch zumindest für das erste Jahr einklagen könne. Er fragte, welche Signalwirkung eine Entscheidung wie die von Neubauer für die Stadt als Arbeitgeber habe, aber auch an künftige Auszubildende. Darüber hinaus ergebe sich ein Schaden für die Stadt, wenn man aus rein formellen Gründen so talentierte Leute vor die Tür setze. Huber appellierte an das soziale Gewissen von Neubauer: „Was geben wir für ein Signal an junge Leute, noch dazu wenn sie so qualifiziert und engagiert sind?“ Es sei das Falsche, diese Chance laufen zu lassen. Huber beantragte namentliche Abstimmung, was die Mehrheit später aber mit 5:17 Stimmen ablehnte.

Auf Antrag von Stefan Frey (CSU) wurde die aus seiner Sicht „eher emotionale Diskussion“ abgebrochen, damit der Rat hinter verschlossenen Türen über diesen Punkt des Stellenplans sprechen könne.  Das unterstützte die Mehrheit mit 15:10 Stimmen. Zuhörer und Pressevertreter mussten den Sitzungssaal für gut 20 Minuten verlassen. Danach fand nur noch die Abstimmung ohne jegliche weitere Diskussion mit oben beschriebenem Ergebnis statt. Auch Falk kam zurück.

 

Turnier Eistockschützen

Starnberger Eiszauber: Spaßturnier für Eisstock-Schützen
Gemeinsame Aktionen von Seniorentreff, Stadt Starnberg und ESV 96 Starnberg

Wie in den vergangenen Jahren findet im Rahmen des Starnberger Eiszaubers wieder ein Eisstockschützen-Turnier für Seniorinnen und Senioren statt, an dem sowohl Anfänger als auch ambitionierte Eisstock-Schützen teilnehmen können.

Zu diesem Turnier können sich nur Einzelpersonen (ab 60) und keine kompletten Mannschaften anmelden. Aus den Anmeldungen werden dann Mannschaften à 4 Personen ausgelost, die gegeneinander antreten.

Scheuen Sie sich also nicht, sich anzumelden, auch wenn Sie vielleicht erst wenig oder auch noch keine Erfahrung im Umgang mit dem Eisstock haben. Das Losglück kann Sie in die Siegermannschaft bringen. Vielleicht finden Sie ja Spaß an dieser Sportart und treffen auf Gleichgesinnte, mit denen Sie dieser Aktivität nachgehen können.

Termin :
Mittwoch, 06. Februar 2019, 10.00 -13.00 Uhr

Ort: Kirchplatz in Starnberg

Anmeldungen bei:

Standortförderung der Stadt Starnberg Tel.: 08151/772-133 oder anja.seemeyer@starnberg.de
(Bitte geben Sie bei der Anmeldung mit an, ob Sie Ihren eigenen Eisstock mitbringen.)

Anmeldeschluss:

Dienstag, 05. Februar 2019 Teilnehmerzahl: max. 36 Pers.

„Delphin“ sichtbarer machen

Professor Günter Steck, Stifter der Kulturstiftung Starnberg, und von Beginn an am Schicksal des früheren Heimatmuseums, des heutigen Museums Starnberger See interessiert, hat sich mit einer Bitte an Bürgermeisterin Eva John und den Freundeskreis des Museums gewandt, die schon 2011 sein Anliegen war: Das königliche Ruderboot „Delphin“ im großen Fenster des Museums sichtbarer zu machen. John sagte auf Anfrage, die Angelegenheit müsse mit dem demnächst die Arbeit aufnehmenden neuen Museumsleiter besprochen werden.

Das historische Boot war vermutlich 1834 oder 1835 als neues Leibschiff für König Ludwig I. gebaut worden. Der König hatte sich als Bugfigur den Delphin des Bildhauers Anselm Sickinger ausgesucht. Auch König Max II. schätzte es. Er nutzte das Schiff oft für Fahrten zur Roseninsel. Nach seinem Tod wurde es aber ruhig um das Ruderboot. 1949 tauchte es nochmals auf, als es der Trachtenverein geschmückt beim Oktoberfestumzug mitführte. Danach fristete es sein Dasein in Hütten und Stadeln. Die damalige Vorsitzende der Frauenunion, Hannelore Hartmann, rückte es in den 90er Jahren wieder ins Licht der Öffentlichkeit. Sie sammelte mit ihren Mitstreiterinnen Spenden und setzte sich im Stadtrat dafür ein, eine „würdige“ Unterkunft zu schaffen. Wie John in einer Pressemitteilung anlässlich der Auszeichnung des professionell restaurierten Exponats im vergangenen Jahr als „Heimatschatz“ sagte, hat Hartmann so den Stein für den Erweiterungsbaus am Museum ins Rollen gebracht. Das Bayerische Heimat- und das Kunstministerium hatten den Delphin 2018 als „regionaltypisches Kleinod“ der nicht staatlichen Museen ausgezeichnet.

Steck äußert seine Bitte nicht zum ersten Mal. Im März 2011 erinnerte er die Starnberger und den Stadtrat in einer Nacht- und Nebelaktion an das ursprünglich gegebene Versprechen, dass der Delphin durch das große Schaufenster im Erweiterungsbau an der Possenhofener Straße für jedermann sichtbar sein sollte. Hintergrund des Versprechens waren die heftigen Diskussionen um die Gestaltung der Außenfassade des Baus, die für viele so gar nicht zur Optik des historischen Lochmann-Hauses, der Keimzelle des Heimatmuseums zu passen schien. Mit der Aussicht, die graue Fassade aus Metallschuppen durch den Blick auf das wertvolle Exponat aufzuwerten, sollten die Kritiker versöhnt werden. Tatsächlich kam es aber anders. Fachleute rieten der Stadt, so wenig Licht wie nur möglich auf das Ruderboot fallen zu lassen, weshalb es hinter Rollos verborgen wurde. Steck wollte das so nicht akzeptieren und versuchte seinen Denkanstoß. Er hängte Nesselstoff, bemalt mit einem Acryl-Bild des Delphin vor dem Fenster auf. „Ich hatte Angst, die Bedenken wachsen, wenn ich vorher frage“, sagte er damals. Also verständigte er das Rathaus erst nach seiner Aktion, die er mit der Sorge  um sinkende Besucherzahlen begründete. Tatsächlich hing sein Transparent dann aber nur wenige Stunden.

Der damalige Bauausschuss beschloss am gleichen Tag unter Altbürgermeister Ferdinand Pfaffinger nur ein paar Mini-Maßnahmen zur Verbesserung des Erscheinungsbildes des 2008 entstandenen modernen Teils des Museums. Für die von FDP-Stadträtin Iris Ziebart beantragten Maßnahmen nach dem Motto „Wenn wir ein kulturelles Highlight wollen, dann müssen wir klotzen und nicht kleckern“ reduzierten die Ausschussmitglieder einstimmig auf das Aufstellen von drei Fahnenmasten, die Versetzung eines Stromkastens, das Aufstellen von zwei kleinen Schaukästen an der Seepromenade und den Bau von Fahrradständern. Ziebart wollte eigenlich viel mehr. Sie erinnerte an die Baukosten der Erweiterung mit 3 Millionen Euro und die jährlichen Unterhaltskosten von über 200000 Euro. Gegenargument: Die Stadt habe kein Geld. Man müsse auf das nächste Haushaltsjahr hoffen.

Nun, acht Jahre später, ist die Situation des Museums Starnberger See eher positiv, was die Besucherzahlen angeht. In den nächsten Monaten wird ein neuer Museumsleiter seine Arbeit aufnehmen. Das nimmt Steck zum Anlass, nochmals einen Vorstoß dafür zu machen, dass der Delphin, eigentlich das Hauptexponat des Museums, sichtbarer wird. „Das Erscheinungsbild des Museums sollte durch das Bild des Delphins im großen Fenster an der Possenhofener Straße verbessert werden. Selbstverständlich sind entsprechende Fachleute für die Ausführung zu beauftragen. Mein damaliges Acrybild auf Nesselstoff im März 2011 diente nur der Veranschaulichung meiner Bitte“, hat Steck an John und den Freundeskreis geschrieben, die er um Unterstützung bittet.

Ausstellung im Kulturbahnhof

Mit „Sein und Schein“ wird am Mittwoch, 30.1.2019 in das neue „nah-fern“ Ausstellungsjahr gestartet, und das Percussion Quartett INDEX 4 wird diesen Auftakt gebührend begleiten. Für das erste Halbjahr 2019 haben die drei Kuratorinnen Katharina Kreye, Ulrike Prusseit und Ursula Steglich-Schaupp vier Ausstellungen vorbereitet.

Eigens für die erste Ausstellung „Sein und Schein“ hat die Herrschinger Künstlerin Ela Bauer ein aktuelles gesellschaftsrelevantes Thema bearbeitet. In der raumhohen Installation UBI CARITAS geht es um unsere sogenannten „christlich- abendländischen“ Werte. Begriffe wie Barmherzigkeit oder Aufrichtigkeit stellt die Künstlerin einer Sammlung von kirchlichen Devotionalien gegenüber.

Hintergrund der künstlerischen Arbeit von Ela Bauer ist die Flüchtlingsarbeit, in der sie sich seit 2015 ehrenamtlich engagiert. Ihr Credo: Kunst soll neben dem sinnlichen Erleben auch provozieren. Sie darf kämpferisch sein und zu Diskussionen anregen.

Das ist auch der Ansatz von Inge Kurtz und Jürgen Geers. Die beiden Künstler und Hörspielautoren, die in der Nähe von Burghausen leben, haben nie aufgehört, Fragen zu stellen und zuzuhören. Über fünf Jahre lang haben sie mehr als hundert Zeitzeugen interviewt und aus diesen ganz individuellen Lebensgeschichten ein Hörbuch entstehen lassen, wie es berührender und lebendiger nicht sein könnte.

„… dass Sie nun gar nicht mehr von Ihrer Vergangenheit reden können, ohne sich Fragen ausgesetzt zu sehen, die Sie nicht beantworten können, das ist für alte Leute schlimm. Und so sitzen wir auf unseren Erinnerungen wie auf nicht abgeholten Gepäckstücken.“

Ihre O-Ton-Collage „Unter dem Gras darüber“ ist ein preisgekröntes, breit angelegtes Panorama deutscher Geschichte, das man jetzt in der Schalterhalle an vier Hörstationen erleben kann.

Veranstalter: Stadt Starnberg in Zusammenarbeit mit den Kuratorinnen Katharina Kreye, Ulrike Prusseit, Ursula Steglich-Schaupp

SCHALTERHALLE, Bahnhof Starnberg am See
Bahnhofsplatz 5, 82319 Starnberg, Do/Fr 16 -18, Sa/So 14 -18 Uhr

Die Vernissage findet am Mittwoch, 30.1.2019, um 19 Uhr statt. Die Finissage ist am Sonntag, 24.2.2019, um 16 Uhr

Bebauungsplan wird aufgegeben

Zunächst war das Gebiet zwischen Mühlbergstraße, Dr.-Paulus-Weg und Mathildenstraße Teil des größeren zu bearbeitenden Bebauungsplanes für den gesamten Mühlberg (siehe vorheriger Artikel), dann wurde dieser Teil wegen der darin enthaltenen besonderen Schwierigkeiten ausgegliedert in einen eigenen Bebauungsplan. Seit 2011 beschäftigt sich der Bauausschuss des Stadtrates und das Stadtbauamt mit dieser Bauleitplanung ohne wirklich voran gekommen zu sein. Mal sollte die Planung fortgeführt, mal aufgehoben, mal mit zusätzlichen Bauräumen versehen mal ohne diese behandelt werden. Zuletzt hatte der Ausschuss dem Stadtbauamt im Oktober 2018 den Auftrag erteilt, den Bebauungsplan ohne zusätzliches Baurecht auf dem darin enthaltenen großen Villengrundstück- die Villa steht zudem unter Denkmalschutz und das Denkmalamt lehnt jegliche weitere Bebauung im zugehörigen Park ab –  zu erlauben (siehe Doch kein neues Baurecht?). In der jüngsten Bauausschusssitzung legte das Stadtbauamt nun die Einwendungen vor, die im Rahmen einer öffentlichen Auslegung des Planes eingegangen waren und machte Abwägungsvorschläge.

Der Villeneigentümer hatte sich gegen die Versagung eines zusätzlichen Baurechts im Park durch seinen Rechtsanwalt gewehrt, unter anderem mit dem Argument, die Stadt erlasse eine unzulässige Verhinderungsplanung. Ludwig Jägerhuber (CSU) lehnte es ab, „so streng“ mit dem Eigentümer umzugehen, wie es das Denkmalamt will, nämlich auch den Abriss der inzwischen zusammen errichteten Anlagen – Swimmungpool und  Gartenhaus – im Park zu verlangen. Würde ein Bebauungsplan erlassen, wäre dies zwingend, bliebe es wie bisher bei der Beurteilung von Neubauvorhaben nach den Gesichtspunkten der umgebenden Bebauung (Paragraph 34 Baugesetz) wären diese Nebenanlagen jedes für sich gesehen „genehmigungsfrei“. Stadtbaumeister Stephan Weinl versuchte abzuwiegeln: „Es ist selten so, dass etwas komplett beseitigt werden muss. Markus Mooser (WPS) sprach von einer „absoluten Härte“ für den Villeneigentümer, zumal in der Umgebung auf anderen Grundstücken auch Pools entstanden seien. Franz Heidinger (BLS) sprach von „Kleinkrämerei“. Der Eigentümer wolle doch nur seinen Garten schön machen. Bürgermeisterin Eva John gestand zu, dass ein Bebauungsplan die Voraussetzung schaffe, den Abriss zu verlangen. Diese Entscheidung einem Gericht zu überlassen, dagegen sprach sich Jägerhuber aus. Mooser führte noch einmal an, dieses Villengrundstück sei das größte Grundstück in dem Umgriff der Bauleitplanung, erhalte aber das geringste Baurecht. „Denen ein Zusatz-Baurecht zu verwehren, obwohl in der Nachbarschaft ein solches vollzogen worden ist, das erschließt sich mir nicht“, kritisierte Mooser.

Die Abstimmung über die einzelnen Abwägungsvorschläge der Verwaltung fiel so aus, dass lediglich zwei kleinere Angelegenheiten von den Stadträten befürwortet, alle anderen aber abgelehnt wurden. Fazit der Bürgermeisterin: „So kann dieser Bebauungsplan nicht zur Rechtskraft kommen.“ Sie schlug vor, sich in der nächsten Sitzung noch einmal damit zu befassen, wenn alle mit Blick auf die zahlreichen schon stattgefundenen Beratungen noch einmal in sich gegangen seien. Hier stellte Jägerhuber den entscheidenden Antrag, der seinem im Oktober 2018 verlangten Vorgehen völlig entgegenstand: „Das Verfahren für den Bebauungsplan soll eingestellt werden. Wir kommen nicht weiter.“ Für diesen Antrag gab es eine Mehrheit von 8:4 Stimmen. Mooser gab noch zu Protokoll: „Die WPS stellt fest, die Entscheidung für dieses Gebiet hier heißt nicht, dass in dem weiteren Gebiet (Mühlberg) ein Bebauungsplan keinen Sinn macht.“

FDP: Auf Ahlendorf folgt Fiedler

Beim Starnberger FDP-Ortsverband hat es einen Wechsel gegeben. Heike Barall-Quiring, Ortsvorsitzende, verabschiedete schweren Herzens Mandy Ahlendorf, die ihr Amt im Vorstand aufgeben musste, weil sie aus Starnberg weggezogen ist. Für sie ist Marc Fiedler neu in das Gremium gewählt worden. Im Rahmen der außerordentlichen Mitgliederversammlung hielt der Vizepräsident des Bayerischen Landtags und FDP-Urgestein, Wolfgang Heubisch, einen Vortrag über Risiken und Chancen für Bayern im Jahr 2019.

Die bisherige stellvertretende Vorsitzende Ahlendorf hatte der Öffentlichkeitsarbeit des Ortsverbandes der Liberalen in den letzten Jahren eine neue Qualität gegeben. Insofern ließen Barall-Quiring und die anderen Vorstandsmitglieder sie nur ungern ziehen. Auch bei der Organisation von Veranstaltungen werde sie in Zukunft fehlen, sagte die Vorsitzende der örtlichen FDP. Aber man habe wieder einen Glücksgriff tun können. Der 1977 geborene Kaufmann Marc Fiedler bringe 13 Jahre Erfahrung in Politik aus dem Stadtverband München der Liberalen mit, in dem er stellvertretender Vorsitzender gewesen sei. Er ist Starnberger und will nach eigenen Aussagen die städtische Entwicklung mit vorantreiben. Besondere Herzensangelegenheit ist ihm der Breitbandausbau in Starnberg, denn einen schnellen digitalen Informationsaustausch hält er für unverzichtbar für jedes Unternehmen. Einsetzen möchte sich „der Neue“ auch für die Anerkennung des Ehrenamtes. Seine Forderung: Arbeitgeber müssten solche Rahmenbedingungen vorfinden, dass eine Freistellung der Feuerwehr-Einsatzkräfte  im Ernstfall leicht möglich sei.

Auch Heubisch sprach sich in seinem Vortrag für massive Investitionen in die Infrastruktur Bayerns aus und warb dafür, dass jungen Menschen sich die bestmögliche Ausbildung suchen sollten. Barall-Quiring kündigte an, im kommenden Europawahlkampf und im Wahlkampf für die Kommunalwahl 2020 weiter konstruktiv zu arbeiten und mit den Bürgern zentrale Themen der Zukuft zu diskutieren, damit  auch vor Ort Lösungen gefunden werden. Weitere Veranstaltungen seien geplant, so die Ortsvorsitzende.

Kindergärten: Einschreibung naht

Der gemeinsame Einschreibungstermin für das Kindergartenjahr 2019/2020 naht. Deshalb teilt das Referat für Öffentlichkeitsarbeit im Starnberger Rathaus Folgendes mit:

„Folgende Starnberger Kindertagesstätten stellen ihre Teams und Konzepte bei „Tagen der offenen Tür“ vor:

 

  • Kath. Kindertagesstätte St. Nikolaus     25.01.2019, 15:00 -18:00 Uhr
  • Barbara Eberhard Kinderhaus      31.01.2019, 16:00 -18:00 Uhr
  • Kath. Kindertagesstätte Perchting      01.02.2019, 14:30 -16:30 Uhr
  •  Evangelischer Kindergarten       08.02.2019, 14:00 -15:30 Uhr
  • Irmgard-Stadler-Kindergarten      08.02.2019, 15:30 -17:30 Uhr
  • Starnberger Spielinsel      08.02.2019, 16:00 – 18:00 Uhr
  • Maria-Kempter-Kindergarten      09.02.2019, 14:00 -16:00 Uhr

 

Am 12.02.2019 findet im kleinen Saal der Schlossberghalle von 16.00 bis 18.00 Uhr ein gemeinsamer Einschreibungstermin für das Kindergartenjahr 2019/20 für folgende Kindertagesstätten statt:

 

  • Städtischer Kindergarten „Maria-Kempter“
  • Städtischer Kindergarten „Am Hirschanger“
  • Städtischer Kindergarten „Irmgard-Stadler“
  • Städtischer Kindergarten „
  • Spielinsel“ Städtischer Kinderhort
  • Katholischer Kindergarten Starnberg
  • Waldorf-Integrations-Kindergarten
  • „Kind und Natur“ Söcking
  • Katholischer Kindergarten Perchting
  • Barbara Eberhard Kinderhaus
  • Fortschritt Kinderkrippe Starennest
  • Evangelischer Kindergarten
  • Denk mit! Kindertagesstätte Wangen

Starnberger Eltern haben die Möglichkeit, sich über Pädagogik, Konzept und Öffnungszeiten der verschiedenen Einrichtungen zu informieren und ihre Kinder anzumelden.“